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Stefan
Gaughenrieder : 4. Bericht (16. 4. 2001)
Hallo running-pur-Team,
anbei erhaltet Ihr meinen 4. Testbericht:
09.04.2001:
15 km Dauerlauf am Lech. Die New Balance 991 sind nach meinem gestrigen
Halbmarathon (fast nur auf der Straße) Balsam für meine geschundenen
Wadeln. Ich fühle mich zwar ziemlich "ausgelutscht" aber
muskulär habe ich heute beim Laufen keine Probleme.
10.04.2001:
Weil es gestern so schön war, bin ich heute gleich noch einmal die
gleiche Strecke gelaufen. Ich habe mich bereits besser erholt als ich
erwartet habe. Die Füße schmerzen nicht mehr und ich mein heutiger
Lauf ist bereits wieder recht flott.
Da wir zu Ostern umziehen, war dies wohl mein letzter Lauf für diese
Woche und ich gebe meinen Bericht etwas früher ab. Trotzdem möchte
ich meine Erfahrungen mit dem New Balance 991 noch einmal zusammenfassen.
Bei den ersten Läufen war ich zugegebenermaßen ein wenig enttäuscht.
Die Schuhe waren für meinen Geschmack etwas zu hölzern beim
Abrollen. Das echte Runninggefühl und der direkte Kontakt zum Untergrund
haben mir schon ein wenig gefehlt. Aber inzwischen habe ich meine New
Balance 991 richtig liebgewonnen. Ich würde zwar nicht (mehr) auf
die Idee kommen, sie bei einem Wettkampf oder bei einer sehr kurzen Tempoeinheit
anzuziehen. Aber ihre Laufsohle ist inzwischen flexibler geworden und
ich habe sie als Schuhe für die eher ruhigeren Dauerläufe zu
schätzen gelernt. Gerade ihre guten Stütz- und Führungseigenschaften
gestatten es den Beinen und Füßen, sich nach schnellen Einheiten
wieder zu regenerieren. Auch die Dämpfung empfinde ich nicht mehr
als besonders hart.
Inzwischen möchte ich den steten Wechsel zwischen meinen schnellen
"Rennern", den "normalen" Laufschuhen und den New
Balance 991 nicht mehr missen. Jeder Schuh hat seine Stärken und
Schwächen und fordert den Fuß und die Gelenke auf unterschiedliche
Weise. Durch diesen Wechsel überfordere ich meinen Körper nicht
einseitig und erhalte mir den Spaß am Laufen.
Mit sportlichen Grüßen
Stefan Gaugenrieder
Stefan
Gaughenrieder : 3. Bericht (10. 4. 2001)
Hallo running-pur-Team,
hiermit erhaltet Ihr meinen 3. Testbericht:
05.04.2001:
Gestern habe ich mit meinen Brooks Hyperion 3 Tempoläufe über
1 - 3 km in meinen Dauerlauf über 15 km eingestreut. Diese Schuhe
sind zwar super für schnelle Läufe, aber heute bin ich ganz
froh, dass ich einen ruhigeren Lauf mit meinen New Balance machen kann.
Sie bieten dem Fuß einfach mehr Halt und Unterstützung. Gerade
für regenerative Einheiten macht das den New Balance 991 so wertvoll.
06.04.2001:
Heute bin ich gleich noch einmal 15 m mit den New Balance gelaufen. Ich
möchte meine Füße präventiv für den Halbmarathon
am nächsten Sonntag etwas schonen. Außerdem habe ich dann beim
Halbmarathon hoffentlich das Gefühl, quasi mit "Nichts"
an den Füßen zu rennen.
08.04.2001:
Mein Konzept ist aufgegangen. Beim Halbmarathon hatte ich heute eine neue
Bestleistung (Aber nicht in den New Balance 991)!
Diese Woche bin ich mit den New Balance 991 30 km gelaufen.
Mit sportlichen Grüßen
Stefan Gaugenrieder
Stefan
Gaughenrieder : 1. Bericht (26. 3. 2001)
Hallo running-pur-Team,
hier meine ersten Eindrücke vom New Balance 991. Rein optisch hebt
er sich positiv von den manchmal doch sehr poppigen anderen Laufschuhmodellen
ab. Er zählt sicher nicht zu den leichten Rennern sondern macht eher
den Eindruck, dass er mit einem buchstäblich durch dick und dünn
läuft. Beim ersten Tragetest in der Wohnung (natürlich kann
man nicht bis zur ersten Trainingseinheit warten) zeigt sich, dass die
Schnürsenkel sehr kurz geraten sind; für die letzten beiden
Löcher oben reichen sie bereits nicht mehr. Ansonsten trägt
er sich sehr angenehm und bequem.
20.03.2001:
Erste Trainingseinheit mit dem New Balance 991; nur ein kurzer Dauerlauf
von ca. 6,5 km zum Hallentraining und zurück auf geteerten Radwegen
und Straße. Vor dem Hallentraining regnet es und nachher gerate
ich in Schneetreiben.
Dämpfung/Laufsohle:
Die Zwischensohle ist eher fest, die Dämpfung aber ausreichend. Mit
diesem Schuh läuft man etwas "hölzern", der geschmeidige,
fast lautlose Auftritt meiner Asics fehlt (noch) und das Gefühl für
den Untergrund hat man auch nicht so; vielleicht kommt das ja noch, wenn
die Sohle etwas eingelaufen ist. Die Griffigkeit der Laufsohle ist bombig,
auch auf dem nassen Teer und Pflaster sowie im Schneetreiben rutsche ich
keinen Millimeter. Nach diesem ersten Lauf verspüre ich keinerlei
Beschwerden, die ich auf den Schuh zurückführen könnte.
Stützen/Führen:
Der New Balance 991 macht einen sehr stabilen und robusten Eindruck. Dank
des etwas festeren Obermaterials habe ich trotz der Nässe keine feuchten
und kalten Füße. Der Schuh macht orthopädisch einen sehr
guten Eindruck und führt den Fuß recht gut. Ein Abknicken nach
innen oder in meinem Fall eher nach außen wird zuverlässig
vermieden.
Sitz:
Beim meinem ersten Dauerlauf bin ich mit der Ferse noch relativ stark
vertikal im Schuh gerutscht. Ich denke, dass das mit den kurzen Schnürsenkel
zusammen hängt, da ich die beiden letzten Löcher für die
Schnürsenkel nicht nutzen und damit den Schuh nicht so um die Ferse
fixieren konnte. Da muß ich mir noch etwas einfallen lassen.
Abrollverhalten/Laufgefühl:
Das Abrollverhalten ist noch nicht so ganz rund. Die Führung beim
Abstoß ist durch die feste Sohle ganz gut. Insgesamt ist der Schuh
eher etwas schwer(fällig), das recht Running-Gefühl will nicht
so aufkommen. Der New Balance 991 ist sicher kein Modell für knüppelharte
Tempoeinheiten, sondern eher für langsame bis mittelschnelle Läufe,
die vielleicht sogar irgendwo in der "Wildnis" absolviert werden.
Bei diesen Trainingseinheiten unterstützt und schützt er die
Füße bestimmt recht gut. Ich glaube, dass dieses Modell ein
wirklich bequemer und guter Schuh für das Grundlagentraining ist.
21.03.2001
Zweite Trainingseinheit mit dem New Balance 991; 9 km langsamer Dauer
mit einem Freund; danach laufe ich noch 6 km mit mittlerem Tempo; heute
bin ich am Lech auf zur Zeit etwas nassen, rutschigen Naturwegen gelaufen;
der 991 ist auch auf diesem Untergrund erstaunlich griffig; bei langsamem
Tempo kam mir die Dämpfung des Schuhes noch härter, die Abrollbewegung
noch eckiger vor; später bei dem mittleren Tempo war die Bewegung
wieder runder und die härtere Dämpfung hat mich nicht mehr so
sehr gestört. Übrigens, ich habe meine Schuhe umgeschnürt.
Jetzt habe ich die untersten Löcher ausgelassen und die Schuhe dafür
bis ganz oben hin geschnürt. Ergebnis: der Sitz der Ferse ist deutlich
besser, der Schnürsenkel aber immer noch ziemlich knapp.
24.03.2001:
Gestern bin ich wieder mit meinen Brooks Adrenalin gelaufen. Diese kamen
mir im Vergleich zu den 991 sehr weich vor. Heute bin ich mit den 991
auf den Naturwegen am Lech bei Dauerregen 20 km gelaufen. Auch auf diesem
längeren Dauerlauf hatte ich keine orthopädischen oder sonstigen
Probleme mit dem Schuh. Ich empfand die gute Stützung des Schuhes
gerade bei zunehmender Ermüdung sogar als recht angenehm. Auch dass
die Steine auf dem Weg dank der festeren Laufsohle des Schuhe nicht so
"durchdrückten" war positiv.
Fazit der ersten Woche:
Zu Beginn des Dauerlaufes ist der New Balance 991 immer ein wenig gewöhnungsbedürftig,
da er relativ hart und Laufsohle unter der Ferse für mein Gefühl
ein wenig dick geraten ist. Aber im Verlauf der Kilometer gewöhnt
man sich daran. Diese Woche bin ich 42,5 km mit dem New Balance 991 gelaufen.
Ich glaube, dass er
aufgrund seiner guten Stützungs- und Führungseigenschaften eine
Bereicherung in der Palette meiner Laufschuhe darstellen wird.
Mit sportlichen Grüßen
Stefan Gaugenrieder
Stefan
Gaughenrieder : Bewerbungsschreiben
Sehr geehrte Damen
und Herren,
nachdem ich seit nunmehr 20 Jahren auf eigene Kosten Laufschuhe teste,
würde es mich freuen wenn Sie mich als Tester auswählen würden.
Ich würde mich für den New Balance 991 interessieren.
Ich laufe wie gesagt seit 20 Jahren und habe in dieser Zeit mit wechselndem
Erfolg versucht, meinen Vereinskameraden davonzulaufen. Ich habe mich
so ziemlich auf jeder Strecke von 400 m Hürden bis zum Swiss Alpine
versucht, wobei ich die letzten Jahre vor allem Strecken zwischen 5000
m (ca. 17:45 min.) und Halbmarathon (1:23:36 Std.) gelaufen bin. Die 10
km laufe ich ungefähr in einer Zeit von 37:30 - 38:15 min.
Im Training laufe ich ca. 5 bis 7 mal die Woche bei in der Regel 15 km
pro Einheit; dabei habe ich einen km-Schnitt von ca. 4 min./km (Tempo-DL)
bis ungefähr 5 min./km. Im Jahr 2000 bin ich so auf fast 4.800 km
gekommen. Ich bevorzuge als Tempotraining Tempodauerläufe bis 8 km
bzw. 1000 m Intervallläufe. Auf der Bahn bin ich nur selten zu finden.
Noch ein paar persönliche Daten:
Bei einer Größe von 1,82 m bringe ich zur Zeit ungefähr
(eher athletische) 79 Kilo auf die Waage. Mit meinen Senk- und Spreizfüßen
komme ich in der Regel ganz gut zurecht, wobei ich Schuhe bevorzuge, die
im Vorderbereich etwas breiter geschnitten sind. Den Großteil meiner
Kilometer laufe ich in verschiedenen Laufschuhen von Asics und in letzter
Zeit auch in den Brooks Hyperion, mit denen ich sehr zufrieden bin (die
Schuhgröße bewegt sich im Bereich von 10 - 10 1/2). Größere
Knieprobleme habe ich nicht, dafür nervt mich ab und zu die linke
Ferse (ich denke, es könnte ein leichter Fersensporn sein).
Stefan Gaugenrieder
Mail: stefan.gaugenrieder@vr-web.de <mailto:stefan.gaugenrieder@vr-web.de>
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