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Uwe
Gruhn: 3. Bericht (18. 12. 2001)
Zwei weitere Läufe
mit Nighteye sind absolviert. Die gelaufene Strecke betrug wieder ca 15km,
das bedeutet jeweils ca 1,5 Stunden.
Die mitgelieferten Batterien haben insgesamt etwas über 5 Stunden
durchgehalten, dann habe ich sie gegen Nickel-Hydrid-Akkus ausgetauscht.
Mit diesen bin ich nun ca 45 Minuten gelaufen, und ich bin schon gespannt,
wie lange die es machen.
Neue Eindrücke sind kaum zu schildern. Manchmal hätte ich mir
gewünscht, den Kopf nicht so sehr heben zu müssen, um weiter
vorauszuleuchten. Erweiterte Möglichkeiten zur individuellen Einstellung
könnte man aber nur bei einer eventuellen Überarbeitung des
Produktes berücksichtigen. Ebenso gilt dies ja für eine veränderte
Streuung des abgestrahlten Lichtes (Form des Lichtkegels), weniger breit
und mehr in Laufrichtung gestreckt. Bei Autoscheinwerfern ist so etwas
ja auch kein Problem!
Würde man mir nun anbieten, meine Lampe gegen den Kaufpreis wieder
zurückzunehmen, dann ginge ich wohl nicht darauf ein. Hätte
ich Nighteye noch nicht, so würde ich es nach meinem Test jedoch
zu diesem Preis auch nicht erwerben. * Kurz und gut: Schönes Produkt
mit einigen prinzipiellen Schwächen und suboptimalem Preis-Leistungsverhältnis.
Uwe
Gruhn: 2. Bericht (7. 12. 2001)
Erneut wurde die 15km-Strecke
gelaufen. Die Witterungsverhältnisse waren etwas günstiger als
beim letzten Mal * kein Regen, fast Vollmond, wenig Wolken, Temperaturen
über Null. Nighteye saß dennoch wieder auf der Mütze.
Die mitgelieferten Batterien brachten noch ausreichend Leistung und hielten
auch diesen zweiten Lauf über nasse Forstwege und Pfade durch. Damit
sind jetzt also ca. 3 Stunden Brenndauer erreicht.
Mehr als beim ersten Lauf mit der Stirnlampe hatte ich das Gefühl,
dass mein Gesichtsfeld auf den Lichtkegel der Lampe eingeengt war, ähnlich
wie dies beim Tragen einer Brille etwa durch die Fassung geschieht. Am
meisten fühlte ich mich wiederum dadurch behindert, dass der Blick
voraus oft weniger gut möglich ist, als bei einer Lichtquelle unterhalb
der Augenhöhe (z.B. Handlampe).
Aufgrund der guten Nachtsicht bei Vollmond und klarem Himmel konnte ich
auf manchen Wegstücken die Lampe ausschalten. Der Wechsel zwischen
den Beleuchtungsverhältnissen war unkompliziert.
Die angenehmen Trageeigenschaften will ich hier nur noch einmal kurz erwähnen.
(Der Test ohne Mütze steht ja noch aus.)
Uwe
Gruhn: 1. Bericht (27. 11. 2001)
Endlich ist die Lampe
also angekommen. Mit Freude und Erwartung habe ich das Päckchen geöffnet,
und mein erster Eindruck * der ja so bedeutsam sein soll * ist ein guter:
Ansprechendes Design, Leichtigkeit und beim ersten Anprobieren recht bequemer
Sitz. Den ersten Test in der dunklen Wohnung bestand der Kandidat mit
Bravour.
Wird Nighteye aber unter Realbedingungen den guten ersten Eindruck rechtfertigen
können?
22.11.01 Debut
Auf dem Plan stand eine Strecke von etwa 15 km über teils befestigte
und befahrbare, teils unebene schmale Wege über Hügel. Nasses
Laub, Pfützen und Schlamm prägten große Teile des Weges.
Niederschläge und Temperaturen um Null brachten Nighteye auf einer
Strickmütze zum Einsatz.
Gleich zu Beginn musste ich mich daran gewöhnen, den Lichtkegel mit
dem Kopf zu bewegen. Das fiel nicht sonderlich schwer. Als gut bewerte
ich die Lichtstärke und die Ausleuchtung des Weges. Ein Vorteil könnte
evtl. eine Streckung des Lichtkegels in Laufrichtung sein. Ausgesprochen
angenehm war der sichere Sitz, unbeeinflusst von Erschütterungen
durch das Laufen, sicherlich auch dank dem geringen Gewicht.
Im folgenden möchte ich über einige Aspekte berichten, die vielleicht
für das Laufen mit einer Stirnlampe insgesamt gelten können:
Der Ursprung des Lichtkegels unmittelbar über den Augen behindert
den Blick voraus. Dabei spielt u.a. der Dampf des eigenen Atems eine Rolle.
Weiterhin erscheint durch die Nähe der Lichtquelle zu den Augen das
ausgeleuchtete Areal weniger plastisch und Unebenheiten werden durch Licht
und Schatten weniger deutlich nachgezeichnet als wenn das Licht aus einem
anderen, größeren Winkel zu den Augen einfiele. (Stolpern blieb
nicht aus, wobei sich das wohl nicht allein auf die Stirnlampe schieben
lässt.) Der deutlichste Nachteil wurde beim einsetzenden Schneeregen
offenbar. Wenn nämlich Regentropfen oder Schneeflocken in geringster
Entfernung von den Augen in den Lichtkegel eintreten, kommt es zu Reflexionen,
die als kleine Lichtblitze irritieren oder * bei stärkerem Niederschlag
- die Sicht auch stark behindern können.
Insgesamt bleibt der Eindruck positiv. Wesentlich trägt dazu der
hohe Tragekomfort und die recht gute Lichtstärke bei. Schwächen
des Kandidaten waren also im wesentlichen bei ungünstigen Witterungs-
und Geländebedingungen zu beobachten.
Uwe
Gruhn: Bewerbungsschreiben (16. 11. 2001)
Möchte gern die
Stirnlampe testen, da ich berufsbedingt im Winterhalbjahr nur noch im
Dunkeln zum Laufen komme.
Ich habe schon über den Kauf einer "lauftauglichen" Lampe
nachgedacht, finde aber das Testangebot natürlich noch attraktiver.
Wie schnell laufen
Sie? ca12 km/h
Wie lange laufen Sie?
Wieviel laufen Sie? 2x wtl., insgesamt 25-30 km in der Wo.
Kennen Sie das Produkt? nein
Ist das Produkt interessant? Was halten Sie vom Produkt? Bringt es Vorteile?
Erfüllt es Ihre Erwartungen? Was würden Sie verbessern?
Die anderen Antworten ggf. später
Gruß
U. Gruhn
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