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GONSO WIndweste

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Dieter Hartwig: 2. Bericht (21. 7. 2001)

AHallo running-pur,
hier mein zweiter Bericht als Tester der GONSO Windweste.
20.07. Ganz langer Lauf
Am 20.07. machte ich mich zu einem langen Lauf auf die Beine. Geplant waren 50 km, ein erster Versuch um zu schaun, ob ich im nächsten Jahr den Rennsteig mitlaufen könnte. Morgens um 7:00h ging's gemächlich los, es war neblig, der Wind blies steif aus Süd West. Das bedeutet für die zweite Hälfte der ersten 30 km Gegenwind. Es war um diese Zeit noch recht kühl und ich hatte den Reisverschluß der Weste ganz zugezogen. Ich nahm eine Wasserflasche (3/4 l) an einem Hippack mit. Prima, die Hüfttasche paßte mit der Flasche bequem unter die Weste. Nach 30 km kam ich wieder zu Haus vorbei, kurze Pause, was essen und die Flasche neu füllen, dann ging's
weiter auf die restlichen 20 km.Doppelter Reisverschluß In meinem ersten Bericht schrieb ich: "Warum der (Reißverschluß) als doppelter Reisverschluß ausgeführt ist, man kann ihn auch von unten aufziehen, leuchtet mir nicht unmittelbar ein." Bei diesem Lauf erwies sich
der Nutzen. Um an die Getränkeflasche zu kommen, zog ich den Reißverschluß nur von unten auf. Ich kam prima an die Flasche ohne die ganze Weste öffnen zu müssen. Gut durchdacht, die Weste ist funktional. Auch als ich schon durchgeschwitzt war und die Weste leicht feucht, funktionierte der Reißverschluß hervorragend.
Gegenwind
Nach den ersten 15 km führt meine Laufstrecke in eine Wiesengegend, wenig Bäume und kaum Knicks. Der Nebel lichtete sich dafür kam der Wind hinderlich von links vorn, es war immer noch kühl, der Himmel zog sich zu, Wolken kamen auf. Wieder bewährte sich die Weste als Windschutz. Sonst wäre ich auf Brust und Bauch schnell kalt geworden. Aber die Weste hielt den Wind ab, wärmte sogar und führte die Wärme durch das Netz am Rücken ab. Ich glaube, sie wird auch noch diese Funktion haben wenn es kälter ist und der Wind vor allem
kälter ist. Die Wolken rissen zögerlich auf und die Sonne kam. Es wurde warm.
Zu warm
Auch jetzt wieder die Erfahrung wie beim ersten Lauf mit der Weste. Es wurde schnell zu warm. Aber kein Problem. Die Weste läßt sich zu einem kleinen Bündel Stoff zusammen knüllen und paßt in eine Tasche des Hüftgurtes. Auch hier volles Lob den Produzenten. Das Kleidungsstück ist funktional und durchdacht. Als ich nach der kurzen Pause von zu Haus wieder loslief war es mir kühl geworden, durch das durchgeschwitzte Trägerhemd. Ich zog einfach die Weste drüber, Reißverschluß zu und das Stück Stoff hielt warm. Später zog ich sie wieder aus und verstaute sie in der Tasche.
Große Wäsche
Nach diesem Lauf kam die Weste das erstemal in die Wäsche. Das Kleidungsstück ist pflegeleicht. Nach der Wäsche auf einen Bügel gehängt und in Nullkommanix war die Weste wieder trocken. Die Waschmaschine (auf 30° und pflegeleicht) hat die Weste ohne Schaden überstanden.

22.07. Tarnfarbe
Ich fühlte mich schon wieder ganz fit und hatte Lauflust. So wollte ich nach Feierabend nach Haus laufen, von Flensburg zu unserem Dorf sind es 23,6 km. Die Laufstrecke ist ganz schön, es geht durch Wald und an der Straße auf Fahrradwegen entlang. Nur eine Teilstrecke ist unangenhem. Da muß man 4 km auf der Straße laufen, es gibt keinen Radweg. Nun ist die Straße um diese Zeit (20:30 h) selbst zu Urlaubzeiten kaum befahren, aber hin und wieder brausen doch Fahrzeuge vorbei. Und da finde ich die "Tarnfarbe" der Weste einfach ungünstig. Auf der Schulter der Weste sind recht militärisch wirkende "Schulterstücke" in reflektierendem Stoff mit GONSO Aufschrift
genäht. Ich hab gar nichts gegen Reklamelaufen, man zeigt heute ja sein Markenbewußtsein. Aber sinnvoller wäre ein großer GONSO-Stiker auf dem Rücken, über dem Netz. Da ist Platz genug oberhalb des schmalen Leuchtstreifens. Und auch auf der Brust wäre ein Stück reflektierenden Stoffes nicht schlecht, statt des kleinen verschämten Plastikschildchens mit "Gonso Climaline" als Aufschrift. Liebe Hersteller, vielleicht könntet Ihr das noch bedenken. Das würde die Funktionalität der Weste nur verbessern.
25.07. Schwitzen
Heute lachte die Sonne vom blauen Himmel, gleich morgens war es heiß. Es wehte leicht von West. Der ständige Wind macht an der Küste ja selbst große Hitze erträglich. Ich wollte dem Rat eines Mittesters folgen und oben rum nur mit Weste bekleidet laufen. Meine Frau und ich machten uns auf eine lockere Runde von 6,5 km. Erst fühlte sich die Weste bei diesen Temperaturen recht kühl an - gar nicht schlecht. Aber dann kam ich in schwitzen und bald klebte die Weste unangenehm am Körper. Das betonte natürlich das Spiel der
Muskeln, aber ne, meine Frau kennt mich und die Kühe interessiert das nicht. Ich habe das gute Stück bald ausgezogen. Nun, dazu ist die Weste wohl auch nicht gedacht.
Fazit
Die Weste erfüllt, bis auf die Tarnfarbe, ihren Zweck. Sie ist funktional, sie ist leicht und sie ist ein richtiger Windschutz. Zur Tarnfarbe: Selbst wenn die Weste nicht in schwarz gekauft wird, große Leuchtstreifen, wegen mir mit GONSO Aufschrift, auf Rücken und Schulter ständen ihr gut an. Bis jetzt kann ich das Kleidungsstück nur empfehlen. Ich bin mal gespannt wie die Weste bei wirklich schlechtem Wetter ist. Darauf warte ich zwar nicht, aber bei uns kommt es schneller als man den Regenschirm aufspannen kann. Bis zum nächsten Bericht.
Dieter

Dieter Hartwig: 1. Bericht (21. 7. 2001)

Anfang
Im Mai bewarb ich mich bei "running-pur" als Tester für die GONSO Weste. Der Mai verging. Der Juni verging. Ich hatte das längst vergessen. Es war Anfang Juli. In Flensburg machte eine Fahrradgeschäft Räumungsverkauf. Auf alle Artikel 40 % Rabatt. Ich kaufte mir eine GONSO Weste (nicht "die" GONSO Weste). Am nächsten Tag ein eMail von "running-pur": "Sie sind als Tester ausgewählt." Ohhhhh...
Gespanntes Warten und 5 Tage später war Post von GONSO da. Enttäuschung, die Weste ist zu klein. Größe M sitzt zu eng, da paßt nicht mehr viel drunter. Montag, Anruf bei Fa. GONSO. Alles kein Problem, am gleichen Tag wird eine Weste in XL losgeschickt, M schicke ich zurück. Zwei Tage später, Post von GONSO, nur ein leichter Briefumschlag. Die Weste von GONSO in XL. Wie leicht die ist.
Erster Eindruck
Gleich mal anziehn. Mh, auch XL fällt klein aus. Normalerweise reicht L, aber hier will ich ja noch was drunter anhaben. Aber sie paßt gut. Die Weste ist leicht! Der Rücken der Weste besteht aus einem Netz. Der Stoff fühlt sich gut an. Aber, ob das im Herbst und Winter nicht zu kalt ist? Bei unsrer zugigen Ecke. Meine Frau schaut ganz skeptisch. Aber man zieht ja was drunter. In Schulterhöhe ist beim Übergang vom Netz zum "festen" Stoff ein schmaler Leuchtstreifen eingenäht. Nun, der mag nützlich sein im Dunkeln. Die Weste ist schwarz, gefällt mir, ist aber im dunkeln nicht so der Hit. Aber sicher gibt's die auch in anderen Farben. Der feste Stoff sieht aus wie
ein feines Ripstop Nylon, so kenne ich es vom Drachenbau. GONSO nennt ihn "Pactive". Innen ist der Stoff "gummiert", das fühlt sich auf der nackten Haut kühl und etwas unangenhem an. Aber in der Regel trage ich doch mehr als ein Trägerhemd unter der Weste, im Herbst, Winter und Frühjahr. Die ganze Weste ist akkurat verarbeitet, die Nähte sind sauber ausgeführt. Ich glaube ich kann das beurteilen, ich habe viel mit solchen Stoffen gearbeitet. Der Reißverschluß gleitet gut, nichts klemmt beim auf und zuziehen. Warum der als doppelter Reißverschluß ausgeführt ist, man kann ihn auch von unten aufziehen, leuchtet mir nicht unmittelbar ein. Nett, der Anhänger am Schloß des Reißverschlusses, ist ein "G". Man merkt Liebe zum Detail und Stolz auf seinen Namen. Das gefällt mir.
Windschutz
Es ist Mittwoch, heute trifft sich die Laufgruppe in der ich regelmäßig mitlaufe. Den ganzen Nachmittag ist es stark bewölkt, es weht ein steifer Süd West, ca. 5 Windstärken. Ich werd die Weste ausprobieren. Laufen ist um 18:00 h angesagt. Die Sonne kommt durch, es wird warm, der Wind läßt leicht nach. In der Gruppe wird die Weste bestaunt, willst du damit Laufen? Ist doch viel zu warm! Ich sage: "Ich schwitze für GONSO". Es geht los, ich merke das Kleidungsstück kaum. Wir laufen ein ziemliches Tempo, 14 km in 01:07:03 h. Noch weht es gut von vorn und wir kämpfen gegen die steife Brise, aber der Wind läßt weiter nach und nach halber Strecke haben wir ihn im Rücken. Mir wird warm, wird heiß, ich fühle mich wie in der Sauna. Stolz hin, stolz her, Weste aus. Welche Überraschung. Aufeinmal merke ich den Wind vom laufen und den leichten Gegenwind, den wir wieder haben. Vorher bemerkte ich davon Nullkommanix. Welche Wohltat, aber die Weste erfüllt ihren Zweck. Sie schützt vor Wind. Und noch was, auf dem Markenschild steht: "Pactive ist ein großer Stoff, der auch kleinzukriegen ist." Das ist er wirklich. Die Weste läßt sich handlich zusammenknüllen und locker tragen. Sie ließe sich ganz einfach in einer kleine Tasche verstauen. Sie ist sooo leicht. Also, echt knorke.
Ja, liebe "running-pur" Redaktion,
vielen Dank nochmal, daß Sie mich als Tester in Betracht gezogen haben. Ich hoffe der erste Bericht sagt zu und enthält genügend Informationen. Die nächsten Berichte folgen.
Dieter Hartwig

Dieter Hartwig: Bewerbungsschreiben (8. 7. 2001)

Hallo Runnig-Pur,
ich bewerbe mich als Tester für den Gonso Windbreaker. Heute bin ich 28,5 km gelaufen und habe fürchterlich gefroren. Bei uns (Schleswig Holstein, dicht
an der dänischen Grenze) herrscht zur Zeit eitel Sonnenschein, aber es weht ein eisiger Nord Ost mit 6 Windstärken. Und solchen Wind haben wir nicht
selten. Wind weht immer und häufig mit diesen Geschwindigkeiten oder mehr. Manchmal hat man das Gefühl, als laufe man gegen eine Wand und es geht nicht vorwärts. Jeder Schritt wird erkämpft. Und dieser Wind greift mit eisigen Fingern unter die Laufkleidung und tastet deinen Körper ab. Du frierst
einfach nur. Im Windschatten wird es dann wieder warm und du schwitzt. Da wäre so ein Windbreaker gerade recht.

Ich bin 54 Jahre alt und laufe seid 1999. Damals spürte ich was am Herzen. Ich hörte mit dem Rauchen auf und begann zu laufen. Erst ganz verschämt, daß mich keiner sieht. Aber dann packte es mich. Ich investierte in meine ersten Laufschuhe - bisher lief ich in meinen Bergstiefeln, weil die eine Dämpfung
haben - , es war wie eine neue Lebenserfahrung, ich lief wie auf Wolken. So ein schneller Läufer bin ich nicht, 10 km in 48 min wenn ich mich spute. Ich
laufe in der Woche zwischen 50 und 90 km, je nach Dienst (Ich bin Krankenpfleger auf einer Intensivstation und arbeite im Dreischichtendienst.). In diesem Jahr habe ich in Hamburg an meinem ersten Marathon teilgenommen (03:56:15), das war ein starkes emotionales Erlebnis aus dem ich immer noch Kraft beziehe. Im Sommer (17.Juni) habe ich mich für den 1. Hansestadt Lübeck Marathon angemeldet und im Herbst möchte ich - wenn ich dafür fit bin - am Brockenmarathon teilnehmen. Sonst nehme ich an lokalen Wettkämpfen teil und regelmäßig bin ich bei den Treffen in einer Laufgruppe.

Ich kenne das Produkt nicht. Aber interessant ist es für mich bei unserer Windecke. Meine Sweater haben die Größe X und ein Jackett die Größe 48. Ich
möchte den Windbreaker testen und teile Ihnen gern meine Lauferfahrungen damit mit. In der Zeit vom 09.05.01 - 31.05.01 bin ich nicht erreichtbar.
Mit freundlichen Grüßen aus dem windigen
Norden Dieter Hartwig