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Laufberichte von

  1. Peter Stelzel-Morawitz
  2. Andreas Durschang

 

Bericht Medien-Marathon-München

Tester berichten über dieseMarathon-Premiere (15. 10. 2000).

 

Peter war mit seiner 20 Monate junge Tochter im Baby-Jogger unterwegs: Lesen Sie, wie der Nachwuchs dieses Sportlers den Marathon-Neuanfang in München erlebten.


Ideale äußere Bedingungen bei bestem Herbstwetter, was wünscht sich der Marathonteilnehmer mehr? Natürlich wünscht er sich auch, dass auch die Organisatoren ihre Aufgaben erledigt haben und der Wettkampf perfekt über die Bühne geht. Das war gerade beim Münchener Medien-Marathon am 15.10. die große Frage. Denn nach vielen Pleiten, Pech und Pannen der früheren Veranstaltungen dieser in der hauptstadt der Bayern versuchten die Ausrichter nach vier Jahren Marathon-Pause einen neuen Anlauf. Um das Fazit vorweg zu nehmen: Im Großen und Ganzen ist die "Premiere" gelungen. Die Stimmung war bei flotter Musik schon am Start großartig, die Verpflegung an der Strecke mit Getränken und Bananen gut organisiert und das Publikum ging – so weit vorhanden – ebenfalls mit. Ach ja, das Publikum! Offenbar waren die Münchener an diesem Tag alle selber in den Bergen. Denn von der Innenstadt abgesehen verliefen sich die Zuschauer mehr oder weniger. Von Ausnahmen natürlich abgesehen, und wir waren selbst eine: Denn wo ich im Baby-Jogger mit meinem Papa auftauchte, wurden wir immer mächtig angefeuert. "Die hat es gut" oder "Super-Papa" bekamen wir mit auf den Weg. Für mich gab es alle fünf Kilometer Bananen – ich fand's okay. Alles perfekt also? Das nun auch wieder nicht: Insbesondere auf den ersten sechs Kilometern waren die Wege viel zu eng und deshalb von individuellem Wettkampftempo wenig zu spüren. Erst danach konnte man "befreit" laufen. Dann ging es wie gesagt perfekt ins Ziel. Dort war das Gedränge wieder groß, weil die Getränkestände nicht weit genug auseinander standen. Verwunderlich ist das angesichts der Tatsache, dass sich die Münchener Veranstalter professionelle Berater ins Organisationskomittee geholt hatten. Wenn München wirklich zu den großen vier oder fünf in Deutschland aufsteigen will, bleibt also noch eine Menge zu tun.