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Peter
Wiedemann: 4. Bericht (4. 7. 2001)
Hallo, Läuferinnen
und Läufer,
hier kommt mein 4. und abschließender Bericht zu den "Reebok
Supreme Control".
Dienstag, 19.06.2001
Nachdem gestern noch Ruhe angesagt war, mache ich heute einen Regenerationslauf
mit 3 Lehrgangskollegen bzw. -kolleginnen. Die Strecke geht in Göppingen,
meinem Lehrgangsort, rund um das Klinikum Eichert auf gemischtem Boden
(ca. 50% Waldboden und 50% Asphalt), wobei zum Erreichen der Rundstrecke
zuerst eine kurze, aber äußerst heftige Steigung erklommen
werden muss (die es am Ende natürlich auch wieder abwärts geht).
Ich laufe rund 10 km in ca. 1:05 h. Meinen ersten Marathon vom Samstag
habe ich gut verkraftet und fühle mich recht gut erholt. Die Reebok
quietschen immer noch; ansonsten sitzen sie aber wie gehabt sehr gut und
geben guten Halt und
gute Dämpfung. Auch der Abdruck auf dem teilweise feuchten Waldboden
ist gut.
Montag, 25.06.2001
Nachdem ich letzte Woche dann noch zweimal mit anderen Schuhen gelaufen
bin, schnüre ich heute wieder die Reebok. Es geht am späten
Abend, so gegen 21.00 Uhr, noch zu einer Runde auf meine "Lehrgangs-Rundstrecke"
am Eichert in Göppingen. Ich laufe eine Strecke von rund 10 km in
lockerem Dauerlauf in etwa 1:03 h mit den Reebok auf gemischtem Boden
(Asphalt/Wald ca. 50:50). Die Reebok sitzen nach wie vor sehr gut, auch
sonst keine Beanstandungen - nur eben das Quietschen. Wobei, ich glaube
zwischenzeitlich würde mir was fehlen, wenn diese Schuhe nicht mehr
quietschen würden!
Donnerstag, 28.06.2001
Auch heute steht rund um das Klinikum Eichert in Göppingen nochmals
ein lockerer Lauf mit den Reebok auf dem Programm. Es herrscht leichter
Regen und somit ist auch der Boden naß. Die Reebok geben aber auch
hier guten Halt. Selbst bei der anfangs (-->>19.06.01) erwähnten
starken Steigung rutschen die Schuhe selbst bei schnellerem Bergauflauf
nicht weg und vermitteln einem ein sicherer Laufgefühl. Auch ansonsten
bin ich vom guten Halt und der guten Dämpfung nach wie vor angetan
und ich habe in den Schuhen eigentlich ein immer besseres Gefühl.
Lediglich das Quietschen stört diesen Gesamteindruck noch.
Montag, 02.07.2001
Als abschließenden Test für die Reebok steht heute noch ein
Fahrtspiel auf meiner leicht hügeligen Waldlaufstrecke an. Ich laufe
auf dem zum Teil mit Split versehenen Waldwegen insgesamt 10 km mit 9
schnellen und schnelleren Passagen in knapp einer Stunde. Die Reebok geben
auch bei den schnellen Passagen guten Halt. Ansonsten laufen sich die
Schuhe so gut wie bisher und auch das Quietschen ist auf diesem Boden
weniger zu hören.Fazit: Nach gut 6 Wochen (und 2 Paaren) Test des
"Reebok Supreme Control" kann ich alles in allem ein positives
Urteil abgeben. Der Schuh sitzt gut, gibt guten Halt und gute Dämpfung
läuft sich auch auf verschiedenen Untergründen gut
bis sehr gut. Ich bin froh, daß ich diesen Schuh testen durfte und
hoffe, daß ich auch einiges von meinen Eindrücken rüberbringen
konnte. Unterm Strich ist der "Reebok Supreme Control" - bis
auf das Quietschen, bzgl. dessen Ursache ich immer noch keine Nachricht
habe - aus meiner Sicht uneingeschränkt zu empfehlen.
Peter Wiedemann
Peter
Wiedemann: 3. Bericht (20. 6. 2001)
Hallo, Laufgemeinde,
hier kommt mein 3. Testbericht. Dieser erstreckt sich über knapp
2 Wochen, da ich in der Endphase meiner Vorbereitungen zu meinem ersten
Marathon am 16.06. mein Laufpensum heruntergeschraubt habe.
Mittwoch, 06.06.01
Gestern hatte ich nach dem 10-km-Volkslauf vom Sonntag einen Ruhetag eingelegt.
Heute laufe ich meinen letzten Long Jog in der Vorbereitung. Er
geht ganz langsam über gut 29 km in etwa 3:08 h hauptsächlich
auf asphaltierter, hügeliger Strecke. Ich habe zwar noch leicht müde
Füsse vom
Montag, aber nach dem Einlaufen und Dehnen rollt es sich recht gut. Die
Reebok lassen von Anfang an wieder beidseitig das Quietschen hören
und ich
habe mich fast schon daran gewöhnt. Der Schuh sitzt trotzdem nach
wie vor insgesamt recht gut und mit Dämpfung und Halt bin ich auch
zufrieden. Nach
dem Laufen hatte ich - wie meist nach längeren Läufen - ein
leichtes Brennen an den Fußsohlen, wobei dieses Gefühl beim
rechten Fuß recht frühzeitig
bereits nach rund der Hälfte der Zeit einsetzte, und zwar hier rechts
außen beginnend bei den beiden äusseren Zehen sowie im äusserer
Sohlenbereich
vorne bzw. am äusseren Ballenbereich. Ob die Dämpfung durch
das Quietschen bzw. dessen mir immer noch nicht genau bekannte Ursache
vielleicht doch etwas beeinträchtigt sein könnte? Ansonsten
gibt es aber zu den Schuhen keine neuen Erkenntnisse und sie laufen sich,
trotz der vorgenannten Punkte, immer noch gut.
Sonntag, 10.06.01
So, die letzten Tage war etwas weniger und ich bin nur am Freitag mit
meinen New Balance 586 knapp 11 km in 1:05 h locker auf Asphalt gelaufen.
Heute
mache ich dann einen kurzen langsamen Dauerlauf (gute 6 km in knapp 40
min) auch auf Asphalt. Ich laufe nochmals in den Reebok und habe wiederum
trotz des Quietschens ein gutes Laufgefühl. Sitz, Halt und Bindung
erscheinen mir etwas besser als im zuletzt getragenen New Balance. Allerdings
habe ich heute beim Reebok das Gefühl eines etwas härteren Auftritts,
was das gute Laufgefühl aber nur unwesentlich schmälert.
Montag, 11.06.01
Heute geht es nochmals zu einem letzten, etwas längeren Lauf in meiner
Marathonvorbereitung. Ich laufe rund 11 km in 1:08 h auf Asphalt, wobei
ich
nach dem etwas längeren Einlaufen gut 5,5 km in meinem geplanten
Renntempo laufe und danach locker austrabe. Hierzu trage ich meine "Adidas
Ozone", die ich auch am Samstag tragen werde. Im Vergleich zum "Reebok
Supreme Control" schneiden diese zwischenzeitlich besser ab (relativ
leicht, guter Sitz, gute Dämpfung), obwohl ich am Anfang ja den Eindruck
hatte, daß sich der "Reebok" zu meinem Lieblingsschuh
entwickeln könnte. Trotzdem laufe ich den Reebok als Alternative
sehr gern.
Mittwoch, 13.06.01
Heute trage ich zu einem kurzen Bewegungslauf (langsamer Dauerlauf über
gut 5 km in etwas über 30 min mit 4 Steigerungen am Ende auf Asphalt)
nochmals die Reebok. Es gibt eigentlich nichts Neues mehr zu berichten
- guter Halt und gute Dämpfung mit der Einschränkung eines etwas
harten Auftritts am rechten äusseren Fußballen sowie das nach
wie vor leidige Quietschen, wobei es dieses Mal links etwas stärker
als rechts ist.
Samstag, 16.06.01
Den Reebok habe ich gestern und heute nicht getragen. Gestern stand noch
ein kurzer Bewegungslauf auf Asphalt mit meinen Wettkampfschuhen "Adidas
Ozone" auf dem Programm (3,8 km in 23:50 min mit 4 Steigerungen).
Heute ist es dann soweit - mein 1. Marathon. Bei fast optimalem Wetter
(trocken, knapp 20 Grad, leicht bewölkt) laufe ich die recht anspruchsvolle
Strecke (Streckenprofil siehe www.trollinger-marathon.de) in knapp über
4
Stunden ohne größere Probleme - und ohne dem Hammermann zu
begegnen - durch und bin im Ziel überglücklich, meinen "Ersten"
so gut hinter mich gebracht zu haben. Dies war bestimmt nicht mein letzter
Marathon!So, das war's mit meinem 3. Bericht. Der abschließende
4. Bericht folgt in
etwa 14 Tagen, da ich jetzt die nächsten 2 Wochen auf Lehrgang bin
und erst im Nachhinein meine restlichen Eindrücke zu Papier bzw.
auf den Bildschirm bringen kann.
Peter
Wiedemann: 2. Bericht (7. 6. 2001)
Hallo Running-Pur-Team
und alle Läufer und Jogger,
hier geht es weiter mit meinem 2. Testbericht (und mit dem zweiten Paar
Schuhe):
Montag, 28.05.2001
So, heute nachmittag kam das zweite Paar Schuhe an, nachdem das erste
Paar ja reklamiert und zurückgeschickt worden war. Zu meiner Überraschung
war das
neue Paar jetzt sogar - wie gewünscht - eine halbe Nummer größer
(11 - 44,5). Ich also die Schuhe ausgepackt, richtig geschnürt, Einlagen
rein und reingeschlüpft. Die sitzen noch besser als das erste Paar
- um nicht zu sagen, jetzt genau richtig - und die halbe Nummer mehr macht
sich vor allem bei meinem breiten Vorfuß bemerkbar. Nachdem heute
ein langer Lauf auf dem Programm steht, wage ich das Experiment und mache
den Lauf gleich mit den neuen Schuhen. Es geht insgesamt in gut 3 Stunden
auf einer Länge von rund 29 km über (teilweise geschotterte)
Waldwege und was soll ich sagen - alles prima. Der Schuh paßt sich
gut an den Fuß an, die Ferse hält gut und er rollt auf dem
Waldboden gut ab. Die Dämpfung ist ebenfalls - wie schon beim ersten
Paar festgestellt - gut. Auch auf den etwas unebenen, geschotterten Teilstücken
meines Laufweges wird der Fuß im Schuh gut gestützt und verhindert
ein Umknicken. Am Ende meines langen Laufs bin ich positiv überrascht,
denn ich habe weder Blasen noch Druckstellen und der Schuh ließ
sich laufen, als ob ich ihn schon länger hätte und nicht gerade
erst neu angezogen. Auch irgendwelche abnormalen Geräusche waren
bis jetzt noch nicht zu hören.
Dienstag, 29.05.2001
Nach meinem Long Jog von gestern mache ich heute nur einen kurzen, lockeren
Entmüdungslauf über gut 6 km in ca. 40 min auf asphaltierten
Feldwegen. Der Schuh läuft sich nach wie vor gut. Ich habe einen
festen Halt, auch an der Ferse, und die Dämpfung ist nach wie vor
gut. Aber der positive Eindruck wird heute auch bei meinem zweiten Testpaar
getrübt, denn kurz nach Laufbeginn ist erst links und dann an beiden
Schuhen wie beim ersten Mal wieder dieses leichte "Quietschen"
zu hören. Ich kann dieses Geräusch bzw. dessen Entstehung immer
noch nicht richtig einordnen. Handelt es sich um Luftkompression oder
Schwitzwasser im Schuh oder hängt es doch mit der Sohle zusammen?
Jedenfalls entsteht das Geräusch wie gehabt beim Abdruck mit dem
Vorfuß. Nach meinem Eindruck hat es momentan aber keinen Einfluss
auf das Laufgefühl oder die Dämpfung.
Donnerstag, 31.05.2001
Gestern hatte ich einen Ruhetag eingelegt und heute geht es in den Wald.
Ich laufe in lockerem Tempo insgesamt 3 je Runden zu je gut 3 km in etwas
über 56 min auf leicht hügeligen Wald- und Schotterwegen mit
einigen hundert Metern Asphalt pro Runde dazwischen. Der Schuh läuft
sich gut und gibt sowohl auf dem etwas unebenen Waldboden als auch auf
den geschotterten Teilstücken einen guten Halt und dämpft auch
gut. Um dem "Quietschen" auf den Grund zu gehen bzw. diesbezüglich
einige neue Erkenntnisse zu gewinnen, laufe ich heute nicht mit meinen
Einlagen, sondern mit den originalen Einlegesohlen. Außerdem schnüre
ich auch die Schuhe etwas fester, um als mögliche Ursache ein leichtes
Hin- und Herrutschen des Fußes im Schuh zu verhindern. Aber das
Quietschen ist sowohl links als auch rechts immer noch da. Nicht nur auf
dem Asphaltteilstück, sondern teilweise auch auf dem trockenen, festgetretenen
Waldboden ist das Geräsuch zu hören. Auf Schotter bzw. Split
ist diesbezüglich nichts festzustellen. Möglicherweise wird
hier das Quietschen aber auch durch die lauteren Laufgeräusche auf
diesem Boden überdeckt. Besonders deutlich wird das "Quietschen"
bei Steigungen durch den verstärkten Abdruck im Vorfuß. Nach
wie vor habe ich aber den Eindruck, daß
hierdurch insgesamt kein Einfluß auf die Dämpfung und den Halt
entsteht.
Freitag, 01.06.2001
Heute ist ein kurzer lockerer Dauerlauf von rund 7 km in 45 min auf asphaltierten
Feldwegen vorgesehen. Und wieder ist es da - das "Quietschen"!
Gleich von Laufbeginn an ist es erst links und dann auch rechts zu hören.
Da ich mich zwischenzeitlich mit der Funktionsweise des DMX-Dämpfungssystem
von Reebok beschäftigt habe, hängt das Ganze möglicherweise
mit dem Luftfluß im Kammersystem der DMX-Dämpfung zusammen.
Vielleicht geht hier auch irgendwo Luft verloren. Auswirkungen auf die
Dämpfung selbst scheint das Ganze - wie schon beschrieben - nach
meinem Gefühl nicht zu haben.
Samstag, 02.06.2001
Trotz der Geräuschkulisse habe ich heute nochmals die "Supreme
Control" angezogen. Es steht "Fahrtspiel" auf dem Programm.
Ich laufe auf asphaltierten Wegen ca. 10,5 km in gut über einer Stunde
mit 6 schnellen, mehr oder weniger langen Passagen. Wieder das gleiche
Spiel: der Schuh sitzt gut, läuft sich gut, die Dämpfung ist
auch bei den schnellen Passagen in Ordnung. Ich bin eigentlich rundum
zufrieden mit dem Schuh - aber die Nebengeräusche. Von Anfang an
wieder beidseitig und zwischenzeitlich so dauerhaft, daß man sich
fast daran gewöhnen könnte. Wenn dieser Effekt nicht wäre,
wären die "Reebok Supreme Control" von meiner Seite aus
uneingeschränkt zu empfehlen.
Heute habe ich auch die Testberichte meiner Mittester gelesen, wobei zwei
ja leider momentan ausgefallen sind. An Holger Schuhmacher und Iris Gatterfeld
auch von meiner Seite aus "Gute Besserung". Ich hoffe, Ihr könnt
bald wieder die Socken qualmen lassen! Michael Hammen hat bei der Anprobe
die gleichen Feststellungen gemacht wie ich - der Schuh fällt recht
klein aus. Ansonsten hat er aber das Glück, keinen "Montagsschuh"
erwischt zu haben, wie es bei Stephan Mayr und mir (jetzt schon zum zweiten
Mal) der Fall ist. Es tut mir leid für Stephan, daß sein Schuh
auch quietscht, andererseits bin ich auch
froh darüber, daß ich nicht der einzige bin, der dieses Problem
hat. Somit kann ich schon mal meine eigenen Füße bzw. meinen
Laufstil als Verursacher ausschließen.
Montag, 04.06.2001
Da ich heute als letzten Test vor dem Marathon am 16.06. an einem 10-km-Volkslauf
teilnehmen will, war gestern Pause angesagt. Allerdings bestreite ich
den Lauf nicht mit den Reebok, die ich ja die ganze Woche getragen habe,
sondern mit meinen "Adidas Ozone", in denen ich auch sehr gut
laufe (und die keine Nebengeräusche machen). Insgesamt verläuft
der Lauf sehr gut und trotz anspruchsvoller Strecke (mehr oder weniger
stetige Steigung bis ca. km 5,5 und dann nochmal ein kurzes, aber sehr
steiles Stück bei km 8) schaffe ich die 10 km in 44 min.
So, dies war mein zweiter Testbericht. Ich bin selbst mal gespannt, wie's
weitergeht mit den Schuhen und was die Redaktion dazu meint. Wir werden
sehen und in gut einer Woche (oder so) dann mehr!
Peter
Wiedemann: 1. Bericht (23. 5. 2001)
Hallo, Running-Pur
Team, Hallo ONLINE-Runner,
hier kommt mein erster Testbericht zum "Reebok Supreme Control".
Dienstag, 15.05.01
Zunächst einmal habe ich mich riesig gefreut, als ich am Dienstag,
dem 15.05.01 per E-Mail die Nachricht erhielt: "Sie sind als Tester
ausgewählt". Ich fieberte den Schuhen regelrecht entgegen und
zwei Tage später wurden sie mir auch prompt angeliefert.
Donnerstag, 17.05.01
Also, die Schuhe ausgepackt und erst einmal begutachtet. Der erste Eindruck
ist gut - die Schuhe wirken optisch äußerst ansprechend. Die
Farbgebung ist für mein Empfinden gelungen. Der Schuh ist äußerlich
erkennbar auf einem fast geraden bzw. nur sehr leicht gebogenen Leisten
aufgebaut. Er wirkt im Vorfußbereich breit. Der Schaft ist durch
Nubuk-Aufsätze verstärkt, was einen guten Halt verspricht. Auch
die Fersenkappe ist verstärkt. Im Knöchelbereich ist der Reebok
etwas ausgeschnitten. Die Zunge scheint mir beim ersten Eindruck gut gepolstert.
Der mehrschichtige Gesamtaufbau der Sohle ist gut erkennbar, insbesondere
Stabilisatoren und Dämpfungselemente. Insgesamt habe ich den Eindruck
eines stabilen und gut gedämpften Laufschuhs und auch die Lauffläche
der Sohle verspricht durch ihre Profilierung gute Griffigkeit und guten
Abdruck. Nun ja - soweit der erste Eindruck. Eigentlich hatte ich heute
einen Ruhetag geplant - aber die neuen Schuhe reizen doch zu sehr. Also
die normalen Einlegesohlen raus, meine orthopädischen Einlagen rein
(passen gut in den Schuh) und reingeschlüpft. Bereits beim ersten
Anziehen habe ich ein angenehmes Gefühl. Die Schuhe in Größe
10,5 (44) sitzen gut, wenn auch vielleicht etwas knapp. Lediglich die
Schnürsenkel muß ich im unteren Bereich etwas lockerer machen,
da hier zunächst ein leichter Druck auf den Rist vorhanden ist. Insgesamt
habe ich dann aber ein gutes Paßgefühl in den Schuhen. Sie
tragen sich von Beginn an angenehm. Nachdem die Schuhe dann richtig gebunden
sind, kann es losgehen. Auf zu einer kleinen Testrunde von ca. 6 km auf
einer meiner leicht hügeligen Hausstrecken. Nach gut 35 - 40 Minuten
zügigem Dauerlauf auf Asphalt (Feld- und Weinbergwege) - unterbrochen
durch eine kurze Beschleunigungsphase, da ich unterwegs den Windhauch
eines anfliegenden Greifvogels im Nacken spürte, dessen Nest ich
wohl zu nahe gekommen war - bestätigt sich der oben geschilderte
erste Eindruck, den die Optik vermittelt hat. Der breite Vorfußbreich
drückt nicht auf den Rist, was für mich sehr angenehm ist, da
ich wegen eines relativ breiten Fußes hier bei manchen Schuhen Schwierigkeiten
habe. Der Schuh läuft sich auf Asphalt gut, fast möchte ich
meinen sogar sehr gut und rollt auch gut ab. Die Dämpfung scheint
sowohl im hinteren Bereich als auch am Vorfuß vom ersten Eindruck
her mit das Beste zu sein, was ich bisher gelaufen bin und lässt
meine 78 Kilo gut rollen. Am Berg hat der Reebok einen guten Abdruck.
Auf unebenem Gelände (mußte einige hundert Meter durch eine
Baustelle laufen, da unterwegs ein Feldweg aufgegraben bzw. neu aspaltiert
wurde) gibt der Schuh guten Halt, obwohl der Halt im Bereich der Ferse
für mein Empfinden vielleicht noch ein kleines bisschen besser sein
könnte. Dies ist aber das einzige kleine Manko. Ansonsten stabilisiert
der "Supreme Control" insgesamt den Fuß und sorgt - insbesondere
in Verbindung mit meinen Einlagen - für eine gute Korrektur meiner
realtiv starken Überpronation. Der Schuh läuft sich rund und
ich muss sagen, daß ich bereits nach dem ersten Einlaufen vom "Reebok
Supreme Control" angetan bin. Ich freue mich schon auf die nächsten
Trainingseinheiten.
Freitag, 18.05.01
Heute geht es auf einen Trimmpfad in den Wald. Der Boden ist trotz des
vorangegangenen Regens zwar feucht, aber insgesamt - auch dank des teilweise
gestreuten Splits - bis auf einige kleine matschige Stellen recht fest.
Auf dieser ebenen Rundstrecke drehe ich insgesamt 7 Runden mit einer Gesamtlänge
von etwas über 9 km in gut 55 Minuten in Form eines Steigerungslaufes
(Crescendolauf). Auch auf dem Waldboden laufen sich die "Supreme
Control" gut. Die Dämpfung ist einwandfrei und selbst für
den Waldboden nach meinem Eindruck andererseits nicht zu weich. Die griffige
Sohle hält auch an den tieferen bzw. matschigeren Stellen einen guten
Bodenkontakt und verhindert ein Rutschen. Selbst bei schnellerem Lauf
und dadurch bedingtem dynamischerem Schritt ergibt sich noch ein guter
Abdruck im Vorfußbreich. Allerdings ist hier beim Aufkommen mit
dem Vorfuß auf dem Waldboden ein leichtes "Patschen" zu
hören - dies liegt aber möglicherweise auch an meinen Knick-Senk-Spreiz-Füßen
oder evtl. auch am feuchten Boden. Der Schuh hält also auch auf feuchtem
Waldboden und kann daher auch bei "gemischten Bodenverhältnissen
und etwas tieferem Geläuf" empfohlen werden. Insgesamt hat der
"Reebok Supreme Control" meinen guten Eindruck vom Vortag auch
im Wald bestätigt. Die Paßform ist auch am zweiten angenehm
und der Fersenhalt erscheint mir auch besser - dies hängt vielleicht
mit dem Einlaufen der Schuhe bzw. der Gewöhnungsphase an einen neuen
Schuh zusammen.
Sonntag, 20.05.01
Nachdem gestern Ruhetag war, mache ich mich heute am Abend nach Dienstende
gegen 20.00 Uhr noch auf zu einem lockeren Dauerlauf. Das Wetter ist richtig
angenehm. Für meine hügelige Runde von gut 9 km über asphaltierte
Feldwege bin ich etwa 56 Minuten unterwegs. Die "Reebok Supreme Control"
laufen sich auch heute wieder gut. Infolge einer veränderten Schnürung
sitzt der Fuß noch besser im Schuh und auch der Fersenhalt ist dadurch
noch verbessert. Der Abdruck ist ebenfalls nach wie vor gut, was sich
vor allem beim Bergauflaufen bemerkbar macht. In der Gegenrichtung dann,
also bergab, dämpft der Schuh den stärkeren Aufprall eigentlich
auch gut ab. Allerdings habe ich heute zum Testen und zum Beurteilen der
Dämpfung eine NOENE-Einlegesohle eingelegt. Diese Sohle hatte ich
vor allem getragen, als ich im Laufe des letzten und diesen Jahres mein
Gewicht von gut über 100 Kilo abgebaut habe und daher aufgrund des
durch das höhere Gewicht bedingten stärkeren Aufpralls mehr
Dämpfung benötigte. Zwischenzeitlich trage ich die Sohle recht
selten und auch beim "Reebok Supreme Control" ist diese bei
mir nicht mehr notwendig, denn der Schuh dämpft von sich aus schon
gut. Durch
den zusätzlichen Dämpfungsfaktor der NOENE-Sohle wird der Aufprall
und auch der Abdruck für mein Empfinden zu weich. Ich werde bei den
Reebok daher diese Sohle -wie bei meinen meisten anderen Schuhen zwischenzeitlich
auch - weglassen. Beim Auftreten kann ich das am Freitag auf Waldboden
empfundene "Patschen" heute nicht mehr feststellen, so daß
ich annehme, daß diese Geräuschentwicklung tatsächlich
mit dem (feuchten) Waldboden zusammenhing. Allerdings ist ab etwa Km 5
ein leichtes "Quietschen" beim Auftreten bzw. beim Abdruck mit
dem linken Fuß zu hören, welches ich nicht einordnen kann.
Möglicherweise wurde dieses Geräusch durch die Reibung eines
eingetretenen Steins in der Sohle verursacht.
Dienstag, 22.05.01
Nachdem ich gestern dann mal wieder die Schuhe gewechselt hatte, schlüpfe
ich heute wieder in die Reebok, um diese bei meinem Long Jog auf einer
längeren Strecke zu testen. In Vorbereitung auf den Heilbronner Trollinger-Marathon
- meinen ersten - will ich heute teilweise auf dieser Strecke laufen,
um mir das Streckenprofil einzuverleiben. Die Strecke verläuft vollständig
auf Asphalt und am Ende habe ich heute gut 33 km in etwa 3:38 Stunden
heruntergespult und ganz gut verkraftet. Die Reebok haben sich auch auf
der längeren Strecke die ganze Zeit über gut gelaufen. Ich bekam
keine Blasen oder Scheuerstellen. Lediglich im Bereich des kleinen und
des zweiten Zehen des rechten Fusses hatte ich am Ende eine leichte Druckstelle.
Der Schuh sitzt vielleicht, wie anfänglich festgestellt, für
lange Strecken doch fast zu knapp, so daß eine halbe Nummer letzten
Endes doch besser wäre. Auch brannten mir die Sohlen nach der langen
Stecke etwas, was sich aber bisher noch bei keinem Schuh vermeiden liess
und auch wohl in der Natur der Sache liegt. Der Aufprall wurde während
der gnazen Stecke gut gedämpft und auch der Abdruck, insbesondere
an den Steigungen, war gut. Allerdings war von Beginn an beim linken Schuh
wieder dieses "Quietschen" zu hören, und nach einigen Kilometern
fing auch der rechte Schuh an. Dieses Geräusch verstärkte sich
im Laufe der Strecke. Ich kann nicht genau sagen, was dieses Geräusch
an der Sohle genau verursacht. Es entsteht, so konnte ich beobachten,
beim Abdruck mit dem Vorfuß. Dieses "Quietschen" - so
ist zumindest mein Eindruck - scheint keinen Einfluß auf die Dämpfung
zu haben, wirkt allerdings vom Akustischen her störend. Unterwegs
wurde ich sogar von einem Fahrradfahrer angesprochen, der meinte, ich
würde ordentlich Krach machen beim Laufen. Jedenfalls muß ich
das Ganze im Auge behalten. Eine Nachschau an den Sohlen nach dem Lauf
ergab nichts Besonderes. Ich konnte lediglich feststellen, daß die
Sohle zwischenzeitlich durch das Einlaufen flexibler bzw. biegsamer geworden
ist.
Mittwoch, 23.05.01
Ich habe die Schuhe heute nochmal angezogen, um das Geräusch noch
mal zu untersuchen. Auch bei anderer Schnürung und mit der Originalsohle
im Schuh ist das Geräusch sofort bei den ersten Schritten zu vernehmen.
Ich denke jetzt doch, dass es sich um einen Materialfehler handelt und
habe daher mit Herrn Fuchs von Running-Pur telefoniert. In Absprache mit
ihm sende ich meinen Testbericht heute schon ein und die Redaktion von
Running-Pur reklamiert dann bei Reebok. Ich bin mal gespannt, ob die neuen
Schuhe - die ich dann hoffentlich erhalte und die eine halbe Nummeer größer
nicht schlecht wären - sich dann geräuschlos laufen lassen oder
mich durch entsprechende Geräuschentwicklung auch wieder von weitem
ankündigen.
Peter Wiedemann
Peter
Wiedemann: Bewerbungsschreiben (15. 5. 2001)
Hallo, liebes Running-Pur-Team,
ich würde mich bei Euch gerne als Tester für den obigen Schuh
bewerben. Ich laufe seit ca. 1 Jahr und habe mit dem Laufen begonnen,
um abzunehmen. Habe mein Gewicht damit von gut über 100 kg (bei 1,77
m Körpergröße) auf jetzt 78 kg heruntergeschafft - und
bin zwischenzeitlich quasi süchtig nach dem Laufen, denn ohne das
fehlt mir was. Ich trainiere daher auch für meinen ersten Marathon
(1. Heilbronner Trollinger-Marathon am 16.06.01)und laufe drei- bis fünfmal
die Woche zwischen 45 min und 3 Stunden; hierbei insgesamt zwischen 40
- 60 km/Woche im Schnitt. Meine Geschwindigkeit liegt ca. bei
5:30 bis 6:30 min/km. Meinen ersten Halbmarathon im Februar bin ich unter
2 Stunden gelaufen.
Füße: Knick-Senk-Spreizfuß - laufe mit Einlagen und kann
daher auch "normale" Schuhe laufen.
Schuhgröße: normal 43; Laufschuhe mindestens 44 - 45,5 (je
nach Modell).
Knieprobleme habe ich keine; auch sonst keine Beschwerden.
So, ich hoffe, die Bewerbung ist aussagekräftig genug.
Sportliche GrüssePeter
Wiedemann
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