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Michael
Sommer : Abschlussbericht (21. 08. 2002)
Hier meine letzten
Erfahrungen. Im Verlauf des Julis folgten mehrere Wettkämpfe und
auch einige längere Trainingsläufe die der Schuh und auch ich
"ertragen" mussten.
Es steht für mich nun fest, dass für mich dieser Schuh ideal
auf der Straße und vor allem bei langen Strecken ist. Wogegen er
beim Swiss Alpine Marathon unter den zugegeben extremeren Geländebedingungen
keine Bestnoten erhalten konnte. Nun ich will nicht all zu streng sein,
doch mit wenig Profil und recht weicher Sohle im Ballenbereich spürte
ich das Gelände mehr als mirlieb war. Die Sohle litt durch das Abrutschen
an den Steinen mehr als ihr in den ganzen vorherigen Asphalt-km abging.
Der Fuß rutschte beim Lauf im Gelände im Schuh mehr als er
sollte und es stellte sich eine größere Blase an der Innenseite
des rechten Fußes ein, die mir am Ende dann zu schaffen machte.
Die zweite Situation, die ich noch testen wollte, stellte sich in den
letzten Wochen ein als der Regen fiel. Hier konnte er allerdings wieder
besser gefallen. Er hielt das Wasser zwar nicht besonders gut außerhalb
des Schuh, da er gerade im Bereich der Zehenbox recht gut durchlüftet.
Doch seitlich dringt kaum Wasser ein. Auch mit nassen Füßen
im Schuh lief es noch ganz gut. Auch hier hatte ich in anderen Schuhen
kein besseres Gefühl. Eben nass. Nun folgen im Herbst noch einige
lange Wettkämpfe und ich hoffe, dass er dort seine gezeigten Stärken
für mich einsetzt.
Zusammenfassung:
Ein Schuh mit vielen Stärken, aber einigen Schwächen, die den
Gebrauch für den einen oder anderen erschweren.
Seine Stärken sind wie bereits schon erwähnt: Ein leichter und
zugleich stabiler Schuh für Mittelfußpronierer; auch als stabilere
Variante eines Wettkampfschuhes geeignet; super auf Asphalt auch bei langen
Strecken; gute
Verarbeitung des gesamten Schuhs Seine Schwächen Zwei Druckstellen
am Knöchel und am kleine Zeh, die bei etwas stärkeren Füßen
eventuell anderes zu beurteilen sind. Richtige Schwächen wie Verarbeitungsmängel,
schlechter unpassender Schnitt, Materialermüdung oder hoher Verschleiß
konnte ich nicht feststellen.
Wie immer ist die Eignung des Schuhs für einen selbst nur durch längeres
An- bzw. noch besser Ausprobieren auf dem Laufband oder durch einen kurzen
Jogg vor der Tür des Laufladens, zu ermitteln. In diesem Sinne kann
ich diesen Schuh empfehlen.
Viel Spaß beim
Laufen wünscht Micha
Michael
Sommer : 2. Bericht (1. 7. 2002)
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2. Testbericht - langer
Wettkampf mit dem Fila erfolgreich absolviert
Die nächsten Trainingseinheiten waren auf Grund des langen Trainingseinheit
vom 12.06. und dem bevorstehenden wichtigen Wettkampf am 21.06.02 nun
etwas kürzer, Alle drei Läufe am 14.06 / 17.06 / 18.06 mit dem
Fila Schuh fanden wieder bei sehr warmen Wetter statt. Der Eindruck der
vorangegangenen Läufe bestätigte sich. Grundsätzlich bequem
mit den bekannten Druckstellen am kleinen Zeh des rechten Schuhs und am
Schaft des linken Schuhs. Ein Test ohne Socken im Schuh verlief positiv.
Das Gefühl im Schuh war angenehm, trotz Hitze und entsprechendem
Schwitzen.
Im Laufe der Testläufe auf der Straße sind keine weiteren Probleme
aufgetreten. Was noch fehlt ist der bei widrigen Bedingungen und im Gelände.
Wettkampftest
Am 21.06. stand ich vor der Frage, welchen Schuh ich zum 100km Lauf nun
tragen sollte. Meinen alten Adidas Shimanto oder doch den Fila GTS 300.
Als ich dann auf dem Weg zur Umkleide über den unruhigen Pflasterbelag
der Strecke mit meinem alten Schuh ging, hatte ich Angst um meine Gelenke
und war ich mir sicher, daß der Neue der Richtige ist. Ich schnürte
den Schuh zuerst fest. Um bei angeschwollenen Füßen nicht eingeschnürt
zu werden, lockerte ich die Schnürung kurz vor dem Start. Es gab
während und nach dem Lauf zu keinen Problemen mit der Schnürung
und der Schuh saß gut am Fuß. Auch die vorderste Führung
über der kleinen Zehe war nur am Anfang zu spüren und machte
in der Folge keine Probleme.
Obwohl die Zehenbox groß genug ist und der Schuh gut sitzt, bildete
sich je eine Blase unter dem Nagel des zweiten Zehs an beiden Füßen.
Dies ist für mich nichts Neues, da es bei fast allen Schuhen über
diese Distanz der Fall ist.
Das Gefühl im Schuh war während des gesamten Laufes sehr gut,
nicht zuletzt auf Grund der Sohle, welche eine angenehme Dämpfung
vermittelt. Am Ende ging alles gut. Es gab keine muskulären und orthopädischen
Auffälligkeiten, die auf den Schuh zurückzuführen gewesen
wären. Nach diesem langen Wettkampf gefällt der Schuh immer
besser. Die Skepsis über seine Eignung als Wettkampfschuh über
100km, der die notwendige Stabilität bietet und gleichzeitig flottes
Laufen ermöglicht, wich der Gewissheit, ihm auf langen Distanzen
nun zu vertrauen. Allerdings kann der Tragekomfort durch kleinere Korrekturen
am Schaft (tiefer ausgeschnitten), Ferse (schmaler) und im Bereich der
Zehenbox (Fabrikationstoleranz verringern) noch verbessert werden.
Zweite Bewertung noch positiver:
Dämpfung - sehr gut
Stabilität / Führung - sehr gut
Verarbeitung - gut
Tragekomfort - gut
Michael
Sommer : 1. Bericht (14. 6. 2002)
Endlich kam gestern
der passende Laufschuh an. Nach dem ersten, zu großen Schuh folgte
letzte Woche ein zweiter, noch größerer und nun endlich die
ersehnte Größe.
Anprobe:
Da mir zuerst der zu große Schuh geliefert wurde, konnte ich für
meinen schlanken Fuß gleich mehrere kritische Punkte ausmachen,
wo ich nun gespannt war, inwieweit diese bei korrekter Größe
immer noch auftreten würden. Der Leisten stimmt. Der Fuß steht
gut im Schuh. Die Ferse, die beim zu großen Schuh zu breit war,
ist nun besser, für zarte Füße jedoch noch etwas zu weit.
Mein Knöchel stößt vor allem außen am Sprunggelenk
am Schaft an, was später beim Laufen zu Problemen führen kann.
Die Schnürung ist ohne Druckpunkte und verbindet Schuh und Fuß
sicher, wenn man nicht aufpasst jedoch leicht zu fest. Die Kunststoffführungen
der Schnürung verstärken diesen Effekt. Die vorderste Führung
geht über die kleine Zehe und ist deutlich zu spüren. Mal sehen
was beim Laufen passiert. Die Zehenbox ist groß genug, so dass keine
Probleme zu erwarten sind. Die Schuhbändel sind in ihrer Länge
gut und sie lassen sich gut binden. Das Obermaterial macht einen trotz
der Leichtigkeit einen guten und dauerhaften Eindruck. Die Kunststoffführungen
schützen auf der Innen- und Außenseite vor Nässe und Schmutz,
was an der Fußspitze durch das umlaufend undurchlässige Material
ergänzt wird. Die Sohle ist angenehm, nicht zu weich und nicht zu
hart. Sie ist optisch gut verarbeitet und die Verwendung der verschiedenen
Materialien lässt den Schuh abriebsfest und griffig erscheinen. Das
Stützelement im Mittelfußbereich macht den Schuh frigider und
verhindert durch die Fortführung auf der Innenseite die Pronation.
Durch die weitere Sohlengestaltung wirkt er beim Abrollen dennoch flexibel.
Die Farbkombination ist wohl nicht jeder "Manns" Geschmack.
11.06.02 1. Lauf: 11 km / 0:45 min / Asphalt / hügelig
Nach wenigen Metern heißt es die Schuhe neu schnüren. Der erste
Eindruck beim Laufen ist etwas überraschend. Ein ungewohntes Gefühl
der Dämpfung, das irgendwo zwischen keinenfalls zu weich und kaum
Bodenkontakt liegt .Nicht unangenehm ist. Als Leichtgewicht nutze ich
die vorhandene Dämpfung nicht voll aus. Andere werden hier die Eigenschaften
zu schätzen wissen. Der hohe Schaft ist am Knöchel spürbar
und stört, führt jedoch zu keiner Reibestelle. Am rechten Fuß
kommt es allerdings innen am Rand der Einlegesohle zu einer Rötung.
Werde dies weiterverfolgen.
Alles in allem läuft sich der Schuh gut. Ersitzt am Fuß. Ist
kein Mokassin, den man nicht spürt, aber auch kein Fremdkörper.
Seine stabilisierenden Elemente auf der Innenseite reichen bei meinem
Gewicht (58 kg) als Pronationsstütze aus.
12.06.02 2. Lauf: >50 km / 4:00 Std / meist Asphalt / hügelig
(>25!!!!)
Nun dieser Lauf war gleich der Härtetest. Normal ist es ein Risiko
einen Schuh gleich auf dieser Überdistanz anzuziehen, doch ich wollte
es einfach wissen. Nach der Hälfte hatte ich kurz Muskelprobleme
am Schienbein und Knie am rechten Fuß, was jedoch auch mit am Laufstiel
zusammenhängen kann. Dann bildeten sich an beiden Füßen
an der Fußsohle beim großen Zeh eine leichte Blase. Nach Korrektur
des Sockens verschlimmerte sich dieser Zustand nicht mehr. Und wieder
musste ich zweimal nachschnüren, da ich zuerst zu fest schnürte.
Der rechte kleine Zeh ist weiterhin unter dem Druck der vordersten Kunststoffführung,
wobei auffällt, dass dies wohl eine unterschiedliche Verarbeitung
zurückzuführen ist, (engerer Schnitt), da am linken Schuh diese
Probleme nicht auftreten.
Heute ein Tag nach diesem Lauf sind die muskulären Nachwirkungen
nicht schuhbedingt verändert. Einzige Spätfolge ist eine erst
nach dem Lauf bemerkte Blase am Nagel des zweiten Zeh, der auf Grund seiner
Länge auch bei vielen anderen Schuhen gefährdet ist.
Meine erste Bewertung:
Dämpfung - sehr gut
Stabilität / Führung - gut
Verarbeitung - gut
Tragekomfort - gut - befriedigend, auf grund der Reibepunkte mit "meinem"
Fuß
-> "Ein Schuh, der bei einer Auswahl nicht fehlen sollte"
Michael
Sommer : Bewerbungsschreiben (23. 5. 2002)
Hallo running-pur-Redaktion,
als Stammgast auf eurer Seite bin ich heute über den "Fila FGT
300 K1"
gestolpert. Seit ein paar Jahren bin ich als sportlicher Läufer mit
geringem
Gewicht und gleichzeitigem Mittelfußproniererauf der Suche nach
einem
geeigneten Wettkampfschuh für meine Marathon und Ultraläufe.
Bisher war es
der ADIDAS Shimanto der meinen Ansprüchen am besten gerecht wurde.
Leider
gibt es ihn nicht mehr und einen Nachfolger auch nicht. Einige wenig
erfolgreiche Versuche mit zu "instabilen" Schuhen mit "Bänder
und
Sehnen-Problemen" nach langen Läufen oder mit zu frigiden Trainingsschuhen
bin ich letztes Jahr zum PUMA PRYDE gekommen. Aber auch er ist nicht das
gelbe vom Ei, was ich beim Regenlauf in Frankfurt mit großen Blasen
erfahren
mußte. Auf den ersten Blick hört sich der Fila interesant an.
Ob er sich für
einen Test am Fuß eines erfahrenen und recht flotten Ultras eignet
könnt ihr
entscheiden und muß der Schuh dann zeigen.
Zur Person:
Michael Sommer
38 Jahre, 58 kg ; Mittelfußpronation
Schuhgröße: 91/2 oder 10 (Straßenschuh: 42)
schmaler Fuß, schmale Ferse
seit 1989 "aktiver" Läufer
ca. 100 km/Woche auch mal mehr
Lieblingsstrecke: 42,2 km
erfolgreichste Strecke: 100 km
unbeliebteste Strecke: 3000m-Bahn
Lieblingswettkampf: Swiss Alpine Marathon
alles weitere aus dem Steckbrief...
Herzliche Grüße Michael Sommer
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