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Laufberichte von

  1. Bernd Elfner
  2. Volker Rose
  3. Richard Wick
  4. Arno Ritter
  5. Rüdiger Weckmann
  6. Walter Raisch

 

Bericht Baden Marathon Karlsruhe

Tester berichten über diesen Marathon (17. 9. 2000).

 

Bernd Elfner : Die Veranstaltung war toll organisiert

Hallo running-pur Redaktion,
zurück von einem schönen und erfolgreichen, wenn auch verregneten Marathon Wochenende die Online-Leser folgenden Testbericht über den Baden Marathon am 17-9-2000 in Karlsurhe.


Bei einer Rekordbeteiligung von 4971 gemeldeten Läufern (am Start waren es dann doch einige hundert weniger) war das Veranstaltungsteam lt. Presseberichten an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit gekommen. Deshalb war ich positiv überrrascht, dass dies fast nicht zu bemerken war.
Nach erfolgter Voranmeldung bekam ich meine Meldebestätigung rechtzeitig zugesandt. Diese enthielt bereits wertvolle Informationen über die Parkplatzsituation, in welcher Reihenfolge die Getränke aufgestellt sind usw.
Die Startunterlagen holte ich am Veranstaltungstag gegen 8.15h ab, ohne Schlange stehen zu müssen (wie ich dies bei anderen Großveranstaltungen trotz Voranmeldung schon erlebt habe) war ich in knapp einer Minute im Besitz meiner Unterlagen. Schlange stehen wie zu besten DDR-Zeiten war allerdings für die Läuferinnen und Läufer angesagt, die noch schnell mal das stille Örtchen aufsuchen mußten.
Zum Warmlaufen bietet sich die direkt neben der Euopahalle liegende Klotz-Anlage (ein schöner Park) an. Man kann hier, obwohl in direkter Nähe von Start und Ziel, in völliger Ruhe ohne Hektik völlig entspannt sein Aufwärmprogramm durchführen. Übrigens für die Teilnehmr die bereits Samstags in Karlsruhe sind, sehr einladend einen Spaziergang mit kleiner Bootsfahrt zu machen um sich mental schon am Vortag in Stimmung zu bringen, schönes Wetter vorausgesetzt. Auch gut geeignet für die begleitende Familie sich dort bis zur Ankuft des Angehörigen die Zeit zu vertreiben. Es sind tolle Spielplätze (mit Skaterbahn) vorhanden. Ansonsten bietet Karlsruhe als Großstadt für jeden Geschmack ein breites Unterhaltungsangebot.
Doch zurück zum Lauf. Bei der Startaufstellung hätte die Markierung der Blöcke etwas deutlicher sein können, ob das allerdings das Vermischen von blauen und roten Punkten hätte verhindern können sei dahingestellt. Die Atmosphäre am Start, war durch die Aufwärmanimation sehr locker, und beim Start brachte die lautstarke Musik den letzten Motivationsschub.
Sehr vorbildlich fand ich die Verpflegungsstationen die von weitem sichtbar und sehr gut beschriftet waren. So mußte ich bei keinem Verpflegungsstand an den Tisch laufen, alle Getränke bekam ich während des Laufens in die Hand gereicht, Bananen konnte man vom gereichten Tablett auch während des Laufens direkt abnehmen. Ebenfalls erwähnenswert, dass die Pappbecher nicht bis zum Rand gefüllt waren und dadurch ohne vorherige Gesichtsdusche auch ohne anzuhalten getrunken werden konnten. Es waren übrigens richtige Pappbecher (nicht aus Kunststoff) die man richtig formen konnte um so ohne anzuhalten trinken zu können.

Bei der Strecke selbst meidet man in Karlsruhe ja inzwischen die direkte City, wobei die letzten Kilometer auf einer Wendepunktstrecke absolviert werden, mit den bekannten Vor- und Nachteilen. Während der Eine es unterhaltend findet zu sehen wer ist vor und hinter mir oder den Laufkollegen zu sehen hofft, empfindet es der Andere ätzend zu wissen das ganze Stück einfach wieder zurücklaufen zu müßen. Ein Vorteil in Karlsruhe war es jedoch, dass gerade in diesem Streckenabschnitt die Zuscharquote recht hoch war.
Was die Stimmung an der Strecke anbelangt so gab es sehr, sehr lange Stücke wo total tote Hose angesagt war, bestimmt auch bedingt durch das nasskalte Wetter, das ich zum Laufen ganz angenehm fand, das zum Herumstehen aber weniger einladend war. Es gab aber auch viele Streckenteile wo trotz des Wetters eine Superstimmung herrschte und man als Läufer das Flair einer Großveranstaltung geniesen konnte. Das Bemühen des Veranstalters hier etwas zu tun war erkennbar. Auch finde ich es immer wieder ganz toll wie Zuschauer in Eigeninitiative für Stimmung sorgen, mit Radio's, Trommeln, singen, klatschen, La Ola Welle, was an diesen Streckenteilen für Volksfeststimmung sorgte.
Im Ziel natürlich angenehm durch die Chip-Zeitmessung, dass man nicht im Zielkanal wegen der Registrierung stehen bleiben muß sondern direkt durchlaufen kann, was bei dieser Veranstaltungsgröße ja inzwischen Standard ist. Die Verpflegung im Zielbereich auch ausreichend und ohne Wartezeiten. Im Zielbereich waren viele Bänke aufgestellt die nicht überdacht waren und somit nicht genutzt wurden, wer holt sich nach dem Lauf schon gerne nasse Hosen.

Dafür bot die Europahalle viel Platz und auch für Speis und Trank war ausreichend gesorgt, die Siegerehrung ging pünktlich über die Bühne, allerdings akustisch schwer zu verstehen, sodass diese bei der Altersklassenwertung mehr so nebenbei über die Bühne ging.
Der Marathonmarkt war weniger ein Markt als mehr eine Aussenabteilung des als Sponsor beteiligten Kaufhauses. Dabei soll nichts gegen das Angebot gesagt sein, allerdings wäre es doch interessanter, wenn man auch andere Händler zulassen würde um einen richtigen Marathon-MARKT zu bekommen.
Nachstehend in Kurzform mein Testergebnis :

POSITIV .
Gute Information bereits bei der zugesandten Meldebestätigung
Keine Wartezeiten bei der Startnummernausgabe
Note sehr gut für die Verpflegungsstationen
Viel Platz in der Halle, gute Luft (Rauchverbot)
Unterhaltungsmöglichkeit für mitgereiste (auch Kinder) im nahen Park
Gute Stimmung dort wo Zuschauer standen

NEGATIV
Lange Warteschlangen vor den Toiletten
Marathon Markt köntte abwechslungsreicher sein
Lange Streckenteile ohne Zuschauer

Fazit : Eine schöne und gelungene Veranstaltung, bei der man sich aufgrund der guten Organisation voll auf seinen Sport konzentrieren konnte und die Appetit auf mehr gemacht hat..
Mit sportlichem Gruß
Ihr Bernd Elfner