|
Antonius
van Hoof: 4. Bericht (25. 4. 2001)
Sonntag 22.4. Heute
findet für die Extols die Härtetest unter realen Bedingungen
statt: Ich trage sie zum 16. Hansaplast Marathon in Hamburg. Die Schuhe
lassen sich wie immer fest zuschnüren und sitzen satt am Fuß.
Von meinem Hotel in der Nähe des Hauptbahnhofes laufe ich 3km zum
Start zum aufwärmen. Alles in Ordnung. Als das Startsignal klingt,
geht es los, zusammen mit 19.000 weiteren Läufer und Läuferinnen.
Die Schuhe und der Beifall des Publikums tragen mich über die Strecke.
Reeperbahn, Hafen, Landungsbrücken, Innenalster und dann die große
Nordschleife, bis weit nach km 30 läuft alles prima. Nach km 37 beginnen
die Beinen weh zu tun. Allerdings nur die Oberschenkel, die Füße
sind noch in Topkondition. Schließlich quäle ich mich über
die letzten Kilometer um erschöpft und froh, dass es geschafft ist,
am Ziel zu gelangen. Nun zurück zum Hotel zum duschen und ausruhen.
Laufen ist jetzt nicht mehr drin, somit beschließe ich den 3km Weg
zu gehen. Als ich im Hotel die Extols von den Füßen nehme,
haben sie mich heute 48km getragen und gestützt, und das alles ohne
schlappen, klappen, zwicken oder zwacken. Sie haben zu 100 Prozent Zufriedenheit
ihren Diensten geleistet.
Nach ungefähr 200km gelaufen auf Puma Extol lässt sich abschließend
sagen, dass die Schuhe für allgemeine Laufzwecke sehr gut geeignet
sind. Sie sind leicht aber dämpfen trotzdem gut auf hartem Untergrund
(Asphalt) ohne zu weich zu werden. Die Schachthöhe sollte vielleicht
ein Tick niedriger sein, weil die Ränder die Knöchel beim laufen
berühren. Zu Probleme führte dies allerdings nie. Für mich
ist Puma beim nächsten Schuhneukauf eine ohne Einschränkungen
ernstzunehmende Marke. Am Prinzip des täglichen Schuhwechsels (soll
auch heißen: Markenwechsel) zur Vermeidung von Überlastungserscheinungen
(das Knie, das Knie) werde ich allerdings weiterhin festhalten und freue
mich somit darüber eine neue Alternative dazu zu haben.
Antonius
van Hoof: 3. Bericht (16. 4. 2001)
Nach ein Paar Tage
Laufabstinenz aufgrund von Knieschmerzen (Siehe 2. Erfahrungsbericht)
und anschließender Neuaufbau des Trainings sind heute nach 11 Tage
wieder die Extols an der Reihe. Ich habe sie dafür eigens auf einem
kleinen Kurzurlaub in die Niederlanden mitgenommen. Es geht beschwerdenfrei
über 12 km Asphalt, Betonplatten (Bürgersteige) und Waldboden.
Die Extols fühlen sich auf der harten Betonunterlagen gut an, d.h.
liefern genug Dämpfung ohne weich zu sein. Auf halber Strecke fängt
es an zu schütten, ein Hagel-und-Regen-Gemisch. Innerhalb wenigen
Sekunden gibt es keinen trocknen Faden mehr am Leibe, auch die Schuhe
sind durchweicht. Obwohl das Wasser wie ein zentimeterdicker Film auf
dem Asphalt liegt, rutschen die Schuhe nicht. Nass aber zufrieden - und
ohne Knieprobleme - kehre ich in mein Hotel ein.
Nachtrag: inzwischen habe ich die ersten Berichte meiner Kollege-Schuhtestern
gelesen. Deren Bemerkungen zur Höhe des Schuhschachtes muss ich mir
anschließen. Am Anfang jedes Laufes spürt man die Ränder
schon, ohne dass sie jedoch schmerzen. Bisher habe ich im weiteren Verlauf
meiner Läufe nichts richtig Auffälliges gespürt: Bis gut
30 km läuft bei mir alles ohne Schacht-Probleme. Ob darüber
hinaus alles gut geht werde ich demnächst mal probieren: ich plane,
die Extols zum Hamburg Marathon zu tragen. Bis dahin werde ich zur Vermeidung
von Überlastungsrisiken (das Knie, das Knie) andere Schuhe sicherlich
auch noch benutzen.
Antonius
van Hoof: 2. Bericht (10. 4. 2001)
Mittwoch 28.3. Heute
machen die Extols Bekanntschaft mit der Bahn, obwohl sie dafür nicht
im eigentlichen Sinne gedacht sind. 4x 3000m im Marathontempo (Jedes Intervall
knapp unter 15:00 Minuten) zuzüglich ein- und auslaufen sind zu absolvieren.
Als ich anfange, ist die Bahn noch nass. Der Griff der Schuhe lässt
dabei zu wünschen übrig: sie rutschen leicht weg. Da es aufgehört
hat mit regnen, trocknet die Bahn während des ersten Intervall bereits
langsam. Auf fast trockener Bahn gibt es dann keine Probleme mehr. Vielleicht
sind die Extols so die „intermediates“ unter den Laufschuhen.
Freitag 30.3. Bei moderatem Wetter werden die Extols heute auf die höchste
Erhebung Stuttgarts (den Birkenkopf) geführt, also ein kleines Hügeltraining.
Sowohl hügelauf als hügelab sitzen die Schuhe gut, sie rutschen
oder reiben nicht. Beim Lauf runter zeigt sich, dass eine gute Fersendämpfung
vorhanden ist. So haben sich die Schuhe in den letzten zwei Wochen als
gute Allroundschuhe herausgestellt.
Sonntag 1.4. Nach allen Jubelrufen drängt sich jetzt doch ein Wehrmutstropfen
auf: Obwohl die Laufumfänge und Intensität des Trainings der
letzten zwei Wochen durchschnittlich waren, spüre ich mit Schrecken
die ersten Anzeigen des alten Knieproblems. Das Illiotibialband des Linkenknies
meldet sich mit leichten Schmerzen. Soll ich Tribut dafür zahlen,
dass ich seit 17.3. nur auf die Extols gelaufen bin? Kurzerhand beschließe
ich, den für heute anstehenden Halbmarathontestlauf zu streichen
und dafür aufs Fahrrad umzusteigen. Ein Paar Tage Laufpause sind
nun angesagt. Die kommende Woche bleiben die Extols sicherheitshalber
im Regal.
Antonius
van Hoof: 1. Bericht (26. 3. 2001)
Hallo Running-Puristen,
am 16.3. ist es soweit; Ein Puma Schuhkarton liegt vor der Tür. Schnell
ausgepackt und den Inhalt angeschaut. Heraus kommt ein Paar flotte, sportlich
aussehende Schuhe, das ohne weiteres einer genaueren Betrachtung hinsichtlich
Qualität der Verarbeitung (Qualität des Materials, Verarbeitung
der Nähte) gut standhält. Der Schuh ist auf einen geraden Leisten
gezogen. Er hat eine flexible Sohle mit griffigem Profil. Vor allem fällt
auf, wie leicht er in der Hand liegt! Ob man von diesen Schuhen das richtige
Maß an Support beim Lauf erwarten darf? Nun mal hereingeschlüpft.
Das Schnürsystem mit Laschen und Ösen lässt eine straffe
Schnürung zu. Die Schnürsenkel lassen sich gut zu einer Doppelschleife
knüpfen. Vorne im Zehenbox bleibt den Zehen noch Raum zum Atmen,
die Fersen sitzen gut, allerdings nicht „satt“. Ich
beschließe, etwas dickere Laufsocken in den Schuhen zu tragen. Die
Schuhen rollen angenehm ab. So spaziere ich am Abend ein Weilchen durch
die Wohnung und erfahre die Puma Extol als ein Paar angenehme „Hausschuhe“.
Morgen mal sehen, ob sie ihr Versprechen der Leichtigkeit und des Komfort
ohne Druckstellen auch im Laufen halten werden.
Samstag 17.3. Erster Lauf. Nun erst mal langsam. In ruhigem Dauerlauf
(gut 10 km über teils asphaltierten und teils gut befestigten Waldwegen)
mache ich meine erste Lauferfahrung mit den neuen Schuhen. Sie umschließen
angenehm die Füßen, sind eigentlich kaum zu spüren; Leicht,
flexibel und unauffällig verrichten sie ihre Dienste im nasskalten
Wetter. Als ich wieder daheim bin, schauen sie leider nicht mehr funkelneu
aus (ab und an ging es doch noch schön durch matschigen Stellen).
Sie haben allerdings diese Probe glänzend bestanden. Nix hat geschlappt,
geklappt oder gezwickt. Meine Angst wegen zu wenig Support hat sich als
unbegründet gezeigt. Ein richtiger Dämpfungsschuh ist der Puma
Extol allerdings (glücklich!) nicht. Ich beschließe kurzerhand
alle Vorsicht fahren zu lassen und die Schuhe gleich morgen im langen
Lauf richtig auf die Probe zu stellen.
Sonntag 18.3. Heute stehen 31 km im langsamen Dauerlauf durch das Siebenmühlental
an (Für die Kenner: das ist eine Teilstrecke des Leinfeldener Marathons).
Recht langsam wird der Lauf jedoch nicht. Die Schuhe fühlen leicht
an und animieren geradezu zum zügigeren Laufen. So kommt dabei ein
Kilometerschnitt unter 5:30 zu Stande. Die Beschaffenheit der Sohlen ist
so, dass ich immer den Kontakt zum Bodenbelag spüre, was vielleicht
auf grob geschotterten Wegen nicht jedermanns Sache ist -- mir ist es
jedoch angenehm. Ohne Fußprobleme, sogar noch recht munter trotz
der langen Strecke, kehre ich Heim. Mit den Schuhen bin ich soweit zufrieden.
Dienstag 20.3. Es stehen in der Mittagspause 11 km zum mittleren Dauerlauf
auf recht aufgeweichter Strecke entlang einiger Seen an. Teilabschnitte
haben nach tagelange Dauerregen sogar Crosslaufcharakter. Der glitschige
Boden bereitet den Extols jedoch keine Probleme. Deren Profil sorgt für
eine gute Haftung, auch dort wo es leicht auf und ab geht. Wasserdicht
oder –abweisend sind sie natürlich nicht. Ein Teil der
Strecke wird gerade frisch geschottert, damit die Fußgänger
nicht ständig durch den Matsch waten müssen. Der feine Schotter
liegt noch sehr dick gestreut als ich drüber laufe, das macht die
Schritte schwer. Der Kontakt zum Untergrund funktioniert auch hier wieder
gut und animiert mich zu einem Forderfußlaufstil. Recht zügig
kehre ich am Ende ein.
Samstag 24.3. Die vergangenen Tage waren von viel Arbeit, viel Stress
und zu wenig Zeit für die geplanten Läufe geprägt. So habe
ich einen schnellen Lauf sausen lassen. Für heute steht eigentlich
nichts auf dem Trainingsplan, sondern für morgen wieder einen langen
Lauf. Ich beschließe trotzdem kurzerhand aufgrund des angenehmen
Wetters (trocken, teils sonnig, Temperatur über 16 Grad) einen mittleren
Dauerlauf einzulegen. Es ist meine klassische Samstagstrecke (wie am 17.3.,
10 km gut befestigt). Es mein erster Lauf in kurzer Hose. Ich genieße
die neu gewonnene Freiheit. Die Extols leisten ihren mittlerweile gewohnten
soliden Dienst.
Sonntag 25.3. Temperatur über 11 Grad, also kurze Hose wieder an.
30 km stehen auf dem Programm. Aufgrund der Zeitumstellung und der Trainingseinheit
von gestern lässt sich das Ganze nicht sonderlich toll an. Nach einer
Stunde im ruhigen Lauf fühle ich mich jedoch besser und beschließe,
den vom Trainingsplan vorgeschriebenen schnellen Abschnitt tatsächlich
einzulegen. Mit 170 Puls renne ich jetzt über die Strecke. Nach einer
halben Stunde und bestimmt mehr als 7km weiter lasse ich es wieder ruhig
angehen. Auch hier haben die Extols mit ihrem guten Abrollverhalten schnelle
Dienste bewiesen. Viele Kilometer weiter und doch wohl ziemlich erschöpft
schlüpfe ich zufrieden aus den Schuhen.
Antonius
van Hoof: Bewerbungsschreiben (5. 3. 2001)
Hallo Running-Pur,
als begeisteter (Abonnent-)Leser (seit '99) und gelegentlicher
Websitebesucher Ihres Blattes möchte ich jetzt versuchen mal was
mit
beizutragen.
Läufer seit Herbst 1997
Momentan lauf ich in folgenden Schuhen: Nike Crosstrainer, Adidas Supernova,
Asics G120, New Balance 140
Schuhgroesse: EURO 44, US 10-10,5.
Gewicht: 76 kg (bei 183 cm),
Plattfüße: nein, Normalfußläufer
Knieprobleme: leichte X-Beinstellung, gelegentlich Probleme mit
Illiotibialband L-Knie
Laufumfang: ca. 50-70 km/Woche,
Geschwindigkeit: 4-6 Min./km
Länge der einzelnen Läufe: 1 - 3 h (10-35km)
Habe letzte Woche das Training für den Hamburg-Marathon in April
(Angestrebte Zeit 3:35) angefangen. Werde daher 4x pro Woche laufen
(Dauerlauf, Tempodauerlauf, Interval und REKOM).
Mit freundlichen Grüßen
Antonius van Hoof
|