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Ralf
Becker: 3. Bericht (25. 1. 2002)
Lesertestbericht 3:
Im 4 Kapitel widmet sich der Autor ausschließlich Seiten,die für
den Marathoni interessant sein sollen. Hier ist jedoch eine solchethematische
Begrenzung eigentlich nicht von Nöten, den wo es um die klassische
Marathondistanz geht, sind benachbarte Distanzen auch immer ein Thema.
Diewenigen Seiten, die dem Leser angeboten werden, sind umfassend und
vor alle international. Dies ist lobenswert, denn bekannterweise sind
vieleMarathonläufer/innen schon zu Weltenbummlern in Sachen Laufen
geworden.
Einige private und mit viel Engagement gemachte deutsche Seiten hätte
man aber schon noch nennen können.
Das Kapitel 5 mit Thema Ultralauf bietet eine schöne
Auswahl an informativen Seiten. Richtigerweise wurde hier die Seite www.ultrastep.de
<http://www.ultrastep.de/> als Tipp hervorgehoben. AnInformationsgehalt
kaum zu toppen, lässt sie jedoch an Übersichtlichkeit einiges
vermissen. Auch ein spezielles Forum für Ultraläufer ist im
Angebot.
Was hier fehlt, ist die Auflistung einiger Seiten über Laufklassiker,
wie z.B. Biel oder Comrades.
Gespannt sein darf man, wie sich das Angebot der DUV und des Paares Lohrengel/Lennartz
nach der Trennung entwickelt, bzw. auf dem Markt behauptet. Hier ist der
Konkurrenzkampf in vollem Gange.
Zum Thema Crosslauf (Kap.6) hätte der Autor möglicherweisemehr
an Information aufgeboten, aber das Angebot ist hier noch sehr beschränkt,wie
er richtig anmerkt. Es ist so schon sonderbar, wenn im Kapitel Crosslauf
dem Orientierungslauf mehr Platz eingeräumt wird, als dem eigentlichen
Thema.
Zum Kapitel 7, den Sportinformationsdiensten, fällt mir nur ein,
dass man sich dies hätte sparen können. Die großen Portale,
die zu allenSportarten mehr oder wenig große Informationsfülle
bieten, haben hier beim speziellgewählten Thema Laufen nur eine zu
vernachlässigende Rolle. Einzig auf die Ergebnisdienste sollte man
hinweisen. Das könnte auch in einem anderen Kapitelgeschehen. Die
Seiten hätte man sparen und dafür andere Themen ausführlicher
behandeln sollen.
Thema 8 Ernährung für Läufer bíetet
wiederum durch dieVerknüpfung mit anderen Themenbereichen, wie Fitness
oder Medizin ein breites Spektrum an Internetseiten und Informationsgehalt.
Im Buch sind dies nur 3 Seiten, was im Verhältnis zum tatsächlichen
Angebot etwas wenig erscheint. Einevorbildliche Seite ist der ausgewiesene
Tipp der Berlin-Marathon-Seite. Der aufmerksame Beobachte merkt schnell,
dass Horst Milde & Co sich Mühe geben, zu allen, den Läufer
berührenden Bereichen, einen großen Service zu bieten.
Warum allerdings der Firma Powerbar mit seiner Internetpräsens hier
Zeilen gewidmet werden, ist mir schleierhaft. Warum dannnicht andere Anbieter
auch. Am besten doch einfach im Sinne der Neutralität weglassen.
Mag sein, dass die Seite einige über die Werbung hinausreichende
Informationen bietet. Die Produktbezogenheit auf die eigenen Riegel, Gels,
etc.ist jedoch unverkennbar. Oder fließt da etwas Euro?
Kapitel 10 zeigt ein Angebot an Foren, in denen sich dieLaufbegeisterten
gegenseitig austauschen können.
Herausragende Seite zu diesem Thema ist das Forum auf derSeite www.lauftreff.de
<http://www.lauftreff.de/> Herausragend deshalb, weil sich dort
die größte Anzahl von Teilnehmern tummelt. Leider, wie schon
im Testbericht 1 erwähnt, auch sehr viele Selbstdarsteller undProvokanten,
denen es eigentlich nicht ums Laufen geht.
Die anderen Foren, die hier teilweise gar nicht genanntwerden, fallen
doch, was die Anzahl der Einträge anbelangt, deutlich ab.
Crosstraining (Kapitel 10) hat nichts mit dem Crosslauf zutun,
wie man vorschnell denken könnte. Es handelt sich um einen Blick
über denTellerrand hinaus zu anderen Sportarten, die man eigentlich
dann und wann alsAusgleich oder Ergänzung in sein Trainingsprogramm
mit aufnehmen sollte. Auseigener, leidvoller Erfahrung kann ich hier nur
eindringlich auf die Bedeutunghinweisen und dieses Kapitel nur begrüßen.
Als Überschrift hätte ich allerdingseher Ausgleichssport
gewählt, um nicht in die Irre zu führen.
Leicht zusammenfassbar wären die Kapitel 11 (Sportmedizin)12 (Orthopädie)
8 (Ernährung) und 10 (Crosstraining) gewesen. Eine strickteTrennung
ist hier gar nicht möglich, da Verstrickungen latent vorhanden sind.
Anerkennung verdient das Bemühen des Verlages gerade hier umfassend
das Angebotan Informationsmöglichkeiten darzustellen. Vor allem wird
auch auf spezielleThemen, wie z.B. Laüferknie, eingegangen. Aber
bei allen gut gemeintenRatschlägen in Schriftform ersetzt dies doch
in den wenigsten Fällen den Gang zum Arzt. Per Email bekommt man
dann doch noch keine Einlagen verschrieben. Soweit ist auch das www noch
nicht.
Wer nicht in der Lage oder nicht gewillt ist, sich seine Laufreise selbst
zu organisieren, ist im Kapitel 13 (Sportreisen) gut bedient. Hier werden
nahezu alle Anbieter genannt, die komplette Laufsportreisen weltweit anbieten.
Einige kleinere Anbieter haben sich auch auf spezielleThemen (z.B. Sport-Otto
mit Afrika) spezialisiert. Es ist auf jeden Fall für jeden etwas
dabei. Man muss aber auch bemerken, dass bis auf London und New York zu
jedem Ziel eine Laufreiseproblemlos selbst und vor allem billiger organisiert
werden kann. Mal sehen, welche Anbieter bei dem großen Konkurrenzkampf
nach einiger Zeit auf der Strecke bleibt. Wie man hört, soll Inter-Air
Insolvenz beantragt haben, was wiederum ein Beitrag zum Thema Aktualität
des Buches wäre.
Kapitel 14 (Internet-Laufshops) hinterlässt bei mir wieder keinen
so guten Eindruck. Berechtigt finde ich die Darstellung von speziellen
Online-Laufshops, die sich wirklich dem speziellen Thema Laufen verschriebenhaben,
wie z.B. Sportteam Augath, Greif oder Lex. Für Läufer mit begrenzter
Shoppingzeit in der City oder die weit ab vom Schuß wohnen, sind
diese Shops diebeste Gelegenheit, sich mit laufspezifischer Ware einzudecken.
Die meistenbieten auch ein kostenfreies Rückgaberecht, so dass ein
Risiko nicht vorhandenist.
Über die Erforderlichkeit der Auflistung der Seiten derLaufschuhhersteller
oder speziellen Laufbekleidungshersteller (hier fehleneinige, z.B. Maxtreme),
kann man geteilter Meinung sein. Weshalb jedoch Asics hier noch einmal
speziell hervorgehoben wird, ist nicht erklärbar.
Thema 15 (Trainingssoftware und Buchtipps) hätte man auch in2 verschiedene
Kapitel splitten können. Sehr interessant für den PC-Läufer
sind die Programme zur Verwaltung der Laufdaten. Nachdem mein Lieblingslaufprogramm
von Andreas Baumann leider den Jahrhundertwechsel nicht überstand
und auch ein Update wegen des bedauerlichen Todes des Herausgebers nicht
möglich war, wäre ich froh gewesen, wenn ich die Möglichkeiten
dieses Guides zu diesem Thema im Jahr 2000 zu Hand gehabt hätte.
Seitdem habe ich 2 Programme ausprobiert, wobeimich beide nicht gänzlich
zufrieden stellen. Vielleicht finde ich nun mit Hilfe der Vorschläge
ein maßgeschneidertes für mich.
Nicht unbedeutend und deshalb absolut zweckmäßig ist Kapitel16
über Wetterseiten im Netz. Wer sich auf einen Lauf vorbereitet, gerade
wenn er nicht in heimischen Gefilden stattfindet, ist froh, wenn er einige
Tagevorher die spezielle Wettervorhersage abrufen kann. Auch für
Allergiker einabsolutes Muss. Deshalb eine gute Wahl,dies hier gesondert
als Kapitel anzubieten.
Als kleines Schmankerl zum Abschluss, zeigt der Verlegereinige verrückte
Laufevents auf. Zu diesem Thema gibt es ein immer mehrzunehmendes Angebot,
da der erfahrene Läufer immer mehr zu extremeren und nichtalltäglichen
Veranstaltungen neigt. Bald gibt es nichts, was es nicht gibt.Aber warum
ist der Zugspitzhalbmarathon, ein Lauf der Kategorie Berglauf, unterdieser
Kategorie eingeordnet? Bei einer Neuauflage des Buches sollte dieserBereich
doch einige Seiten mehr umfassen.
Abschlussbeurteilung:
Auch wenn ich bei meiner Beurteilung mit Kritik, ich hoffe,sie wird als
konstruktiv empfunden, nicht gegeizt habe, so fällt mein Gesamturteil
doch positiv aus.
Für den gemeinen Durchschnittsläufer und Internetnutzer,sowie
die Neulinge auf den Gebieten Laufen und www ist das Buch ein hervorragendes
Informationsmedium, um die Seiten zu finden, die zu dem gewünschten
Themenbereich passen. Es verschafft auch Anregungen, sich beiThemen umzusehen,
die sonst nicht unbedingt zum Repertoire gehören, die aber durchaus
nützlich sein können.
Was bis zu einer möglichen Neuauflage überarbeitet werden sollte,
ist die Einteilung der Kapitel. Hier gibt es zu oft Überschneidungen
oder Doppeltbelegungen. Das Thema Berglauf sollte mit aufgenommen werden.
Etwasmehr Mühe könnte man sich mit der Neutralität geben
und die teilweise etwassubjektive Auswahl der dargestellten Seiten einschränken.
Dass die Aktualität in dem schnelllebigen Medium schnell verloren
geht, weiß man beim Verlag selbst, ob sich eine häufige Neuauflage
auswirtschaftlicher Sicht rechnet, darf ich jedoch bezweifeln.
Mit was ich mich nun als Tester mehrere Wochen beschäftigt habe,
ist abschließend gesagt, ein handlicher, preiswerter Ratgeber, den
ich Laufanfängern uneingeschränkt empfehlen kann. Bei den erfahrenen
Laufhasen jedoch sind Abstriche angebracht. Wer schon jahrelang
zu diesem Thema im Netzu nterwegs war, der wird die entsprechenden Seiten
kennen oder anhand einer Suchmaschine finden.
Nun, da der Schnee geschmolzen und das Eis getaut ist, gehen wir wieder
hinaus auf die Laufpiste und die Umsätze der Provider zurück.
Aber vom Laufen abhalten wollte uns der Verleger des Buches ja auf gar
keinem Fall, wie er ausdrücklich betont...............................
Viele Grüße
RunningRalf
Ralf
Becker: 2. Bericht (3. 1. 2002)
Nach den allgemeinen Beurteilungen im 1. Teil geht¢s jetzt
ran an den Inhalt.
Kapitel 1 ¡Organisationen und Verbände (national und
international).
Es sind zwar nur 7 Seiten, doch hätte man hier gut und gerne auch
auf 2 Seiten kürzen können. Vor allem das ausführliche
Auflisten aller Leichtathletik-Landesverbände hätte man sich
in dieser Breite sparen können und lediglich in kurzer Tabellenform
die Internetadresse und die Emailadresse angeben können. Bei den
internationalen Seiten frage ich mich, warum hier schweizer und österreichische
Seiten erwähnt sind, belgische, holländischedänische, usw.
nicht. Ein Hinweis darauf, dass man bei vielen Landesverbänden einen
sehr guten Ergebnisdienst in die Seite integriert hat, vermisse ich ebenso.
Kapitel 2 ¡Portale und Linksammlungen
Die Portale stehen sicher im Mittelpunkt eines jeden surfenden Läufers
und jeder hat hier sicher schon seinen Favoriten gefunden. In der hier
aufgeführten Auswahl sind auch so ziemlich die besten enthalten.
AlsTipp ausgewiesen und auch meine Nr. 1 ist www.lauftreff.de <http://www.lauftreff.de/>
. Hier findet man wirklich (fast) alles und die Foren sind stark frequentiert.
Allerdings tummeln sich dort auch manche Genossen, die diese Plattform
für ihre geistigen Ergüsse nutzen und die haben oft wenig mit
dem Laufen zu tun. Als Laufportal de luxe wird vom Autor die Seite www.laufen-in-mainz.de
<http://www.laufen-in mainz.de/> . betitelt.Sicher wird diese Seite
regionalen Aspekten gerecht, doch im Forum sind oft wochenlang keine Einträge
zu finden. Nur einmal im Jahr ist dort kurz vor und nach dem Mainzmarathon
was los. Die Auswahl der Portale ist gelungen, jedoch ist auch hier eine
schweiz-österreich-Lastigkeit zu erkennen, die dem europäischen
Gedanken nicht ganz gerecht wird.
Kapitel 3 Laufen als Volkssport°ß
Diese 54 Seiten sind das Kernstück des Buches. Unterteilt in11 Unterabschnitte
findet man hier alles jede Menge interessante Seiten . Es beginnt mit
den Einsteigertipps. Angesprochen werden hier die Leute, die wirklich
noch ganz jungfräulich an das Laufen heran geführt werden sollen.Erklärt
werden grundlegende Dinge. Den alten Hasen langweilen diese Seiten eher,
was aber nichts daran ändert, dass bei dem zur Zeit anhaltenden Laufboom
besonders die Ratschläge für die Anfänger zur Gesundheit
und medizinischen Vorkontrolle enorm wichtig sind. Hier gibt das Buch
einige interessante Seiten an, die diesem Aspekt Rechnung tragen. Allerdings
sind für diesen PersonenkreisTrainingspläne für HM oder
Marathon, wie auf der Seite www.ausdauersport.com <http://www.ausdauersport.com/>
, fehl am Platz. Dies widerspricht ja geradezu dem Grundgedanken des sinnvollen
Anfängerlaufens. Die dargestellten Seiten im kurze Abschnitt ¡PowerspenderJogging
hätten auch gut und gerne in anderen Rubriken untergebracht werdenkönnen.
Ganz originell, aber in der Praxis unbrauchbar finde ich die Seite, bei
der man seinen Kalorienverbrauch ausrechnen kann.
Im Abschnitt ¡Walking wendet sich das Buch auch mit Vorschlägen
an die laufverwandten Sportler der langsameren Gangart. Eine gelungene
Auswahl, bei der die Seite www.walking.de <http://www.walking.de/>
zurecht als Tipp hervorgehoben ist. Aber auch die Seite vom SCC Berlin
und der Walkingtrainingsplan von Spiridon Frankfurt sind einen Besuch
wert.
Nächste Rubrik sind ¡spezielle Lauftipps undTrainingspläne.
Hier wird zurecht die Seite www.lauftipps.de <http://www.lauftipps.de/>
als Tipp ausgewiesen, bietet sie doch wirklich umfassend zu den verschiedenenThemenbereichen
nützliche Hilfen. Nur die Terminliste bietet eine zu geringeAuswahl
an und im Forum tummeln sich zuwenig Läufer. Die Seite von Peter
Greif als Tipp auszuweisen halte ich für etwas unglücklich.
Sicher bietet Greif seh rgute Trainingspläne (habe ich auch schon
erfolgreich getestet). Allerdings ist die Seite kommerziell und hierzu
fehlt ein eindeutiger Hinweis!!
Besser ist da schon die Seite von Huenerberg-running. Dort sind auch Dehnübungen
anschaulich dargestellt und viele Hilfestellungen für Anfänger
vorhanden.
Die Seite www.netdoktor.at <http://www.netdoktor.at/> konnte ich
nicht öffnen. Trifft hier schon das vermutete Aktualitätsproblem
zu? Wer sich in aller Ruhe die angegebenen Seiten ansieht, wird feststellen,
dass eine gro©¨e Auswahl an Trainingsplänen angeboten wird.
Oft sind sie sehr ähnlich (da wird doch nicht der eine von dem anderen
abschreiben??) und der Unterschied liegt manchmal nur in der Darstellung
der Seite.
Im nächsten Abschnitt geht es auf 5 Seiten um Weiterbildung in Form
von Seminaren und Laufschulen. Da mich dieses Thema noch nie interessiert
hat, möchte ich es hier auch ausklammern. Nur eine Anmerkung dazu:
Es handelt sich ja auch hier um kommerzielle Anbieter, die mit ihrem Angebot
Geld verdienen wollen. Schnell hat man da mal eine Seite gelobt und eine
andere ganz vergessen. Eine Beeinflussungsmöglichkeit des Lesers
ist auf jeden Fall möglich.
Das nächste Kapitel dreht sich um die Lauftreffs, die ja zu Tausenden
in Deutschland die Basis für die Läuferschar bilden. Hierfür
sind auf nur 5 Seiten einige LTs ausgewählt. Nur gibt es halt viel
mehr als diese und der Vorabvermerk, dass weitere auf der Seite www.lauftreff.de
<http://www.lauftreff.de/> aufgelistet sind, ist hier wenig nützlich.
Besser fände ich, wenn man Erklärungen zu den einzelnen LT weglässt
und dafür auf vielleicht ein paarSeiten mehr in tabellarischer Form
alle LTs mit Webseite und Email auflistet. Die Seite von Spiridon Frankfurt
z.B., wahrscheinlich dem grö©¨ten Lauftreff Deutschlands,
fehlt.
Das gleiche Problem findet sich auch im nächsten Abschnitt über
die Laufevents im deutschsprachigen Raum wieder. Auf 12 Seiten wird dem
Leser eine Auswahl an Laufveranstaltern mit Webseite geboten, die sicher
sehr schöneVeranstaltungen beinhaltet, aber genauso eben auch sehr
schöne Veranstaltungen vermissen lässt. Die Läufe sind
nach Bundesländern getrennt aufgeführt. Ich mu©¨ mich
bei der Auswahl schon ernsthaft fragen, wie diese subjektive Auswahl des
Autors zustande kam. Begründet wird die Auswahl damit, dass man interessante,
landschaftlich reizvolle Läufe ausgewählt habe und andere Läufe
auf der Seitedes DLV nachgelesen werden könnten. Nichts für
ungut, aber ich kenne einige sehr reizvolle Läufe, die ich in dem
Buch nicht finde, wohingegen einige 08/15-Läufe aufgeführt sind.
Alles subjektiv eben. Au©¨erdem sind wieder Schweiz und Österreich
vertreten. Holland, Belgien....fehlen wiederum gänzlich.
Ob die Tipps auf den nächsten 4 Seiten zum Thema Frauenlaufen gut
sind, mag ich als andersgeschlechtlicher Läufer nicht beurteilen.
Dass das Frauenlaufen als Thema gesondert behandelt wird, ist auf jeden
Fall zu begrü©¨en.
Auch bei den Seiten der Laufmagazine ist die Aufzählung nicht abschlie©¨end.
Die wichtigsten und auflagestärksten Magazine mit eigener Webside
sind aufgeführt. Es fehlen einige regionale Herausgeber, z.B. dieZeitschrift
¡Banane (www.banane.info). Hier ist jedoch auch zu Beginn
ein Hinweis enthalten, wo man weitere Onlinemagazine finden kann.
Besonders empfohlen wird die Seite von Running-Pur und das zurecht. Nur
könnte im Begleittext ruhig auf die vielfältigen Testserien
hingewiesen werden.
Weitere 3 Seiten werden den privaten Laufpages gewidmet. Dass es derer
noch viel mehr gibt, steht au©¨er Frage. Auch hier gibt es einen
Hinweis, wo man weitere aufgelistet finden kann. Doch wie kommt der Autor
zu der getroffenen Auswahl? Bei der Beschreibung der Seite von Uli Sauer
fehlt eindeutig der Hinweis, dass Uli ein gro©¨er Experte für
Läufe in Gro©¨britannien ist und hier mit Rat und Tat zur
Seite steht (weiter so). Aber es ist ja halt Gro©¨britannien
und nicht Schweiz oder Österreich!!
Zum Abschluss dieses sehr umfangreichen 3. Kapitels werden noch 3 Seiten
mit Homepages berühmter Leichtathleten gefüllt. Es gibt derzeit
schon einige Topathleten mit eigener Seite, doch wieso hier die Auswahl
auf Baumann, Franke und Pippig fiel, ist mir ein Rätsel. Sicher will
das Buch nicht in die Dopingdebatte eingreifen, aber wieso diese 3? Au©¨erdem
gibt der Autor an, dass er sich bei der Auswahl insbesondere an deutschsprachigen
Athleten orientiert hat. Warum dann Khannouchi?
So, mit dem Abschluss des 3. Kapitels soll nun auch der 2 Testbericht
beendet sein. Der 3. folgt in Kürze. Sollte der Eindruck entstanden
sein, dass mir das Buch nicht gefällt, so ist dieser falsch. Mir
gefällt es bislang ganz gut. Ich sage halt nur geradeheraus, was
mir daran nicht gefällt und das ist doch leider einiges.
Ralf
Becker: 1. Bericht (28. 12. 2001)
Die Frage, die ich
mir nun zu Beginn meines Testes stellen soll, lautet ja: Ist das Buch
gut?. Vielleicht sollte sie eher lauten:Brauchen wir Läufer
eigentlich dieses Buch? Denn zweifellos ist dieses156-seitige Werk
nur für die Zielgruppe der Läufer und nicht für die anderen
sportlichen oder auch unsportlichen Zeitgenossen geschrieben worden.
Bei der Beantwortung der Frage werden natürlich zwangsläufig
die qualitativen Aspekte aus verschiedenen Blickwinkeln behandelt werden.
Das Buch ist handlich und der Einband von guter Qualität.Der Titel
macht klar worum es geht, wobei man nun natürlich wieder in die Diskussion
einsteigen könnte, ob die Amerikanisierung der Sprache nicht auch
einmal unterbleiben könnte. Der Titel ¡Internet-Handbuch
oder¡Internet-Führer Laufen wären genauso treffend
gewesen. In seiner Einleitung erklärt der Verleger etwas umständlich,
aber humorvoll gemeint, was er mit dem Buch bezweckt. Er will den Läufern
Service bieten, ohne sie jedoch dazu zu verleiten, des Surfens wegen auf
das Laufen zu verzichten.
Und Herr Stascheit spricht auch das größte Problem dieses Buches
an. Die Schnelllebigkeit des Internets. Wie oft ist es uns schon passiert,
dass wir eine Internetadresse angeklickt oder im Browser eingestellt habe,
die dann gar nicht mehr vorhanden, unbekannt verzogen war oder so verlinkt
wurde, dass man auf einer anrüchigen Seite gelandet ist?
Was beim Schreiben des Buches aktuell war, kann einige Tage später
schon überholt sein. Dies wird natürlich zunächst wenige
Einzelfälle betreffen. Doch je länger das Buch auf dem Markt
ist, desto öfter wird der Nutzer eine beschriebene Seite nicht mehr
finden. Dies ist keine Kritik am Buch, sondern eine einfache Gesetzmäßigkeit
im Internet. Es wir also zwangsläufig so sein, dass derjenige, der
das Buch in einem Jahr erwirbt, eine gewisse Unzufriedenheit entwickeln
muss, wenn mein beschriebenes Szenario denn auch so eintritt.
Eine Lösung könnte nur das ¡Updaten im Jahresrhythmus
sein. Bei einem Buch ist dies jedoch ein unwirtschaftliches Unterfangen.
Es bleibt abzuwarten, ob und in welchem Abstand eine Neuauflage erscheinen
wird.
Der Verleger gibt auch weiter an, dass das Buch für alle Läufer,
vom Anfänger bis hin zum Profi gedacht ist. Und tatsächlich
bietet der virtuelle Führer eine große Auswahl für alle
an. Natürlich wird der Anfänger in der Laufszene von diesem
Werk am meisten profitieren. Den alten Hasen, die das Net schon lange
nutzen, sind die guten Adressen eh schon geläufig und ein Klick dorthin
gehört dazu, sobald man ¡drin ist. Für diesen Kreis
dient das Buch wohl eher als Ergänzung und zusätzliche Anregung.
Das Inhaltsverzeichnis bietet einen raschen Überblick. Sicher hätte
man auch eine andere Einteilung der Kapitel wählen können. Im
großen und ganzen ist sie jedoch in Ordnung. Ob ein Themenbereich
zu kurz kam oder zu ausführlich behandelt wurde, dazu komme ich im
2. Testbericht, wenn es um den Inhalt geht. Was aber mir als ¡Bergziege
gleich aufgefallen ist: Es fehlt das Kapitel Berglauf. Diese Disziplin
erfreut sich regen Zuspruchs in der Läuferschar und hätte bei
der Vielzahl der bereits vorhandenen Veranstaltungen mit eigener Homepage
ein Kapitel verdient gehabt.
Die in Laufbüchern sonst üblichen Bilder von Massenstarts,erschöpften
Läufern, Verpflegungsstellen oder Landschaftsbildern fehlen hier.Sie
wären auch sicher fehl am Platz. Zur Auflockerung des sehr gelungenenTextbildes
wurde das Eindrucken verschiedener Internetseiten gewählt. Dies hat
zwar eher keinen Informationswert, bringt aber etwas Abwechslung ins Layout
und der wirkliche Laie kann sich so das Aussehen einer Homepage besser
vorstellen.
Ralf
Becker: Bewerbungsschreiben (30. 11. 2001)
Hallo,
ich würde gerne für Euch den INTERNET-GUIDE testen.
Ich bin täglich im Internet und besuche dort unzählige Laufseiten,
so dass ich denke, ein gutes Urteil über die Qualität des Buches
abgeben zu können.
Aktiv bin ich als 58-facher Marathonläufer, usw. usw. usw.
Mit freundlichen
Grüßen
Ralf
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