Testläufer berichten vom 8. Stuttgart-Lauf am 1. Juli 2001
(Halbmarathon ca 7000 Teilnehmer, 7,5 km, Kids und Inline ca. 2500 Teilnehmer)

8. Stuttgart-Lauf 2001, ca 15.000 Teilnehmer

Für running-pur waren Testläufer bei dieser Veranstaltung unterwegs. Sie sammelten Eindrücke, blickten hinter die Kulissen, um Ihnen, lieber Leser, ein Bild von der Qualität, dem Ambiente und der Stimmung zu verschaffen.
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BERICHT VON Michael Hock über den 8. Stuttgart-Lauf
][ zu Testberichten anderer Veranstaltungen ][
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Zunächst einmal muss ich sagen, dass ich fast schon geschockt bin über die negative Resonanz der vielen E-Mails auf der Homepage des Stuttgart-Laufs. Ich wollte eigenltich eine Beurteilung des 8. Halbmarathons in Stuttgart abgebe, die voll des Lobes ist. Meine Eindrücke waren nämlich überwiegend positiv:

Im Vorfeld wurde im Internet (inkl. Newsletter) und in den Startunterlagen ziemlich aktuell und recht ausführlich über die Veranstaltung informiert. Dafür gebührt den Organisatoren schon einmal ein Lob, vergleicht man es mit den z.T. sehr dürftigen und veralteten Hompages und Startunterlagen, die andere arivierte Läufe so präsentieren. Lediglich die Anfahrt (v.a. mit den öffentl. Verkehrsmitteln) wurde etwas stiefmütterlich behandelt, so dass es nicht erstaunte, dass viele Teilnehmer auf den offiziell ausgeschielderten Anfahrtswegen mit dem Auto im Stau steckenblieben. Die Verkehrsregelung
hätte, v.a. mit Hilfe der Polizei auch nach den sich andeutenden Problemen im letzten Jahr (allerdings in wesentlich kleinerem Umfang) anders geregelt werden können. Positiv ist allerdings zu bemerken, dass man sich daraufhin spontan entschied den HM-Start um 10 Minuten nach hinten zu verlegen. Auch wenn das nicht für alle gereicht haben dürfte, finde ich derart flexibles Handeln echt gut. Allerdings ist der Start des Hauplaufs mit 10 Uhr 20 sehr spät am Vormittag angesetzt. Im Sommer sollte künftig eine deutlich frühere Startzeit wählen (Vorschlag: spätesten 9 Uhr 30).
Im Bereich der Ausgabe der Startunterlagen in der Schleyer-Halle war auch trotz weiterhin eingehender Nachmeldungen rund eine Stunde vor dem Start keine übertriebene Hektik geschweige den Chaos zu erkennen. Die vorhandene großzügige Infrastruktur der Schleyerhalle wurde in diesem Jahr erstmals genutzt und ist für die Zukunft hoffentlich weiterhin verfügbar. So lassen sich wetterunabhängig große Läuferscharen sowohl vor dem Start als auch nach dem Start bei der Urkundenerstellung, Siegerehrung oder "gemütlichen Hocketse" betreuen. Die Umkleideräume und sanitären Anlagen der Halle reichen sicherlich nicht für alle aus, sollten allerdings trotzdem weiterhin genutzt werden. Gleiches gilt für die Möglichkeiten die sich im Daimler-Stadion (welches dieses Mal aufgrund der Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften nur eingeschränkt zur Verfügung stand) und Umgebung (Tennisanlagen, kleinere Sporthallen) bieten. Diese Infrasturktur dürfte bei kaum einem anderen Lauf im Start- und Zielbereich derart zur Verfügung stehen und bietet auch für ein weiter wachsendes Teilnehmerfeld sehr viele Möglichkeiten. Die Frage der finanziellen Machbarkeit steht
hierbei sicherlich auf einem anderen Blatt. Überrascht war ich dann, als ich im Startbereich an den aufgestellten Toilettenhäuschen keinerlei Schlagen vorfand und dies auch bis zum Inline-Start (20 Minuten vor dem offiziellen HM-Start) so blieb. Beschwerden diesbezüglich kann ich also nicht nachvollziehen, schließlich muss man ja nicht unbedingt auf die "Komfort-"Toiletten in der Schleyer-Halle.

Die Stimmung vor dem eigentlichen Hauptlauf war wirklich prächtig, man wurde mit Musik in Stimmung gebracht und die Rollis und Skater mit großem Applaus auf die Strecke geschickt. Ungewöhnlich war dann jedoch, dass sich sofort nach den Inlinern der Startbereich rapide mit Läufern füllte und schnelle Läufer, die sich später, d.h. 5-10 Minuten vor dem Start, möglichst nahe an der
eigentlichen Stratlinie aufstellen wollten, kaum noch Chancen hatten eine ihrem Leistungsvermögen adäquate Startposition zu bekommen. Für künftige Läufe ist es deshalb dringend erforderlich, dass - wie bei Veranstaltungen dieser Größenordnung üblich - mit einer Einteilung der Läufer in Start-/Leistungssektoren operiert wird und auch die seitlichen Zugänge beser kontrolliert/abgesperrt werden. Insgesamt blieb die Laune der Meisten jedoch trotz der Enge bestens und man hielt sich mit La-Ola bei Laune. Die Straße, die dieses Mal für den Start gewählt wurde, war ausreichend breit und lang, dennoch wäre es in Zukunft besser wieder auf die Mercedesstraße auszuweichen (in welcher dieses Mal das Ziel war), da diese ein weiteres Starterwachstum besser verkraften kann.
Nach dem Start der über 6.500 gemeldeten Läufer durch den Stuttgarter OB bei Sonnenschein und Temperaturen von bereits mehr als 20 Grad konnten die Läufer im Vorderfeld sehr schnell ihr angestrebtes Tempo aufnehmen, da sich das Feld schnell auf der breiten Straße auseinanderzog. Nach dem Start wurden die Zuschauer am Rand schnell weniger und die Strecke führte über
einen leichten Anstieg (der die Gefahr eines zu schnellen Anfangstempos stark einschränkte) Richtung Untertürkheim, wo nach 2 km der erste "Wendepunkt" zurück nach Cannstatt (auf einer Parallelstraße) war. Nun spürte man den bei dem Wetter zwar angenehmen aber nicht gerade einem schnellen Tempo dienende Wind von vorn/der Seite, der einen bis zum eigentlichen Wendepunkt bei KM 9,5 begleitete. Die Strecke auf den breiten Straßen führte nun durch Gewerbe- und später Wohngebiete und war - wie übrigens während des gesamten Laufs - asphaltiert. Dabei kamen einem immer
wieder kürzere aber ziemlich anspruchsvolle und den Rhythmus störende Anstiege "in die Quere". Bei Kilometer 4 (die Kilometermarkierungen waren auch in diesem Jahr wieder gut sichtbar angebracht und vor allem "realistisch" was die tatsächlich gelaufene Distanz anbetrifft) war wie in den Unterlagen angekündigt, die erste Verpflegungstelle aufgebaut, die uns
Wasser zum Trinken und für die im Vorfeld verteilten Schwämme boten. Überhaupt muss festgestellt werden, dass die "Verpflegungsstellen" verlässlich alle 2,5 km kamen, was für eine vernünftige Renneinteilung unverzichtbare Voraussetzung, aber leider nicht selbstverständlich ist (abschreckendes Beispiel: Regensburg-Marathon) . Hierfür ein dickes Lob an die Planer. Die Helfer stellten sich - soweit ich das mitbekommen habe - auch gar nicht ungschickt an, d.h. sie liefen den Läufern nicht übereifrig entgegen, sondern versuchten vielmehr ruhig stehen zu bleiben oder liefen
vereinzelt sogar kurz mit. Das Wasser wurde in großen Pappbechern gereicht, so dass man auch bei zügigem Tempo noch ausreichend Wasser im Becher hatte wenn man sich einen geschnappt hatte. Wenn der Veranstalter den Luxus mit verschlossenen und teuren Flaschen nicht bieten kann, so ist dies die optimale Variante, zumindest wesentlich besser als kleine 0,2Liter-Becher
aus Plastik, die leicht kaputt gehen und vom Inhalt nicht viel übrig lassen. Generell muss ich sagen, dass die Verpflegung wirklich gut organisiert und qualitativ für einen Halbmarathon auch ausreichend war (bei km 11,5 gab es zusätzlich noch Iso-Getränke). Schießlich muss man auf dieser Distanz ja in erster Linie seinen Flüssigkeitsverlust und nicht unebdigt einen drohenden
Hungerast oder übermäßigen Minaralstoffverbrauch kompensieren . Überrascht war ich, wie gut die Straßen von den Bechern der über 2500 Inlinern gereinigt waren, so dass man auf keinerlei Hindernisse zu achten hatte. Einschränkend muss ich allerdings hinzufügen, dass ich dies alles aus der Sicht des Vorderfeldes beschreibe. Dass sich später zum Teil "dramatische" Szenen an den Ständen abgespielt haben sollen, kann ich nicht bestätigen oder beurteilen.

Zwischen KM 6 und 9 führte die abwechslungsreiche Strecke auf der einen Seite am Neckar und der anderen Seite an Weinbergen entlang. Hier war die Zuschauerunterstützung im Gegensatz zu den Wohngegenden wieder etwas dürftig, aber dafür war die Landschaft schön (und die Strecke flach)... Im Bereich der "Wende" kam man zunächst wieder durch ein Wohngebiet mit guter Stimmung und der 10km-Marke, ehe es zwischen Eyth-See und Kleingärten zurück Richtung Cannstatt ging. Ab ca. KM 15 wurden die Zuschauerreihen wieder dichter. Ich vermisste im weiteren Verlauf jedoch die tolle Stimmung der letzten Jahre in der Cannstatter Innenstadt, aber hier hatte bei der Streckenführung in diesem Jahr wohl der Verstand über das Herz gesiegt, weil man durch die leichte Änderung nicht über die Kopfsteinpflasterpassagen der Fussgängerzone musste. Dies kam v.a. den Rollis und Skatern entgegen, war aber auch für uns Läufer angenehm. Insgesamt hatte ich das Gefühl, das im
Vergleich zu den letzten Jahren (ich war das vierte Mal in Folge in Stuttgart dabei) trotz (oder wegen) des sommerlichen Wetters eher weniger Zuschauer an der Strecke standen, und die Musikgruppen der Vorjahre vermisste ich ganz. Trotzdem gab es immer wieder Passagen, wo einem auch die Stimmung der sonst eher zurückhaltenden Schwaben einen Schauer über den Rücken jagte. Nachdem noch die letzten zwei knackigen Anstiege bewältigt waren verlies man ab KM 18 wieder das Cannstatter Zentrum und näherte sich wieder auf der gewohnten Strecke von hinten dem Daimler-Stadion. Leider
fehlte wegen der Deutschen Meisterschaften nun das absolute High-Light der Vorjahre: Der Einlauf ins Stadion vor gut gefüllten Rängen, begeisterten Angehörigen und Freunden und dem Bild des eigenen Zieldurchlaufs auf der riesigen Leinwand. Aber vielleicht wird einem im nächsten Jahr ja wieder dieses in Deutschland wohl einmalige Erlebnis am Ende des Kampfes gegen sich selbst geboten. Die Zielgerade auf der breiten Mercedesstraße mit den ziemlich vielen und auch begeisterten Zuschauern war aber auch ein würdiges Ersatz-Ziel.

Ins Ziel kam ich als Gesamtelfter nach etwas weniger als 1h14 und konnte von den Vorzügen, die ein "schneller" Lauf mit sich bringt profitieren: Ein großzügiger Verpflegungsbereich bot ausreichend Getränke (Leitungs- und Mineralwasser, Iso-Getränke, Apfelschorle und ich meine auch Cola gesehen zu haben) und zur nun wohlverdienten und auch sinnvollen Stärkung Bananen in Hülle und Fülle, die einem von freundlichen und gutgelaunten Helfern im angenehmen Schatten der Bäume angeboten wurden. Aus Sicht der vorne plazierten Läufer war also alles optimal und toll organisiert. Dass dies
später nicht mehr so gewesen sein soll, will ich nicht kommentieren. Überrascht war ich allerdings, dass der Verpflegungsbereich im Ziel praktisch nicht abgesperrt war, so dass sich jeder (v.a. auch Zuschauer) nach Lust und Laune bedienen konnte. War der später offenbar aufgetretene Verpflegungsmangel also vielleicht nicht nur auf eine Fehlkalkulation der Veranstalter sonden vielleicht auch auf die Habgier einiger Zuschauer zurückzuführen? Dass es im Ziel keine Medaille oder etwas Ähnliches für die Finisher gab finde ich nicht schimm, schließlich ist der Organisationbeitrag
mit 30 DM bei rechtzeitiger Anmeldung wirklich konkurrenzlos günstig für derartige Veranstaltungen ist. Das "Incentive" mit dem im Vorfeld verteilten Erinnerungs-T-Shirt für jeden (rechtzeitig gemeldeten) Starter ist wesentlich sinnvoller und eher unüblich. Auch die Alternative, dass man bei 15 DM Zuzahlung ein Funktions-Shirt bekommt finde ich sehr gut. Weiter so bitte.

Von den Duschzelten im erweiterten Zielbereich war ich nun allerdings enttäuscht, da ich nur sehr wenige entdecken konnte und diese bald überfüllt und zu waren Badewannen (allerdings mit warmem Wasser) wurden. Auch mehr Umkleidezelte wären v.a. bei schlechtem Wetter künftig wünschenswert. Der zuverlässige Service mit den Vorab-Urkunden nur kurze Zeit nach dem Zieldurchlauf (dank der üblichen Chip-Zeitnahme) war ebenso wieder geboten wie das ziemlich schnelle Aushängen der Ergebnislisten aller Läufe/Rennen mit immerhin mehr als 15.000 gemeldeten Teilnehmern. Von daher waren die Organisatoren dem unerwartet starken Anwachsen der Teilnehmer-Zahlen (von ca. 8.000 auf über 15.000) in dieser Hinsicht durchaus gewachsen. Leider konnte mir auf Anfrage niemand über das Mannschaftsergebnis Auskunft geben, aber das konnte ich verschmerzen. Als besondere "Belohnung durfte" dann jeder Teilnehmer noch kostenlos zu den Leichathletik-Meisterachften ins Stadion, so dass sich eine tolle Veranstaltung an einem (leider sehr warmen) Sommertag wunderbar abrunden lies.

Zusammenfassend nochmals einige besondere Highlights des Laufs und einige Verbesserungsvorschläge:
Positiv:
-sehr günstiges Startgeld inkl. T-Shirt bzw. Funktions-Shirt
-sehr gut abgesperrte und relativ schnelle Asphalt-Strecke auf breiten Straßen
-optimale Infrastruktur mit Schleyer-Halle und Daimler-Stadion (hoffentlich bald wieder als Zielort)
-gute Verpflegung auf der Strecke und im Ziel (zumindest für die erste Hälfte der Finisher)
-reibungslose Organisation und Service vor und nach dem Lauf (Startunterlagen, Urkunden)
-realisitische KM-Markierungen und Wasserstellen alle 2,5 km an der Strecke
-Siegerehrung auch in den einzelnen Altersklassen nach dem Lauf Verbesserungsvorschläge:
-Pasta-Party am Sonntag nach dem Lauf (lieber 5 DM mehr Startgeld) um den schönen Lauf zu einem Läuferfest zu machen
-mehr Dusch-/Umkleidezelte
-Start- und Zielbereich konsequent absperren und Läufer in Startblöcke (leistungsbezogen) einteilen
-frühere Startzeit des Hauptlaufes
-zusammen mit der Stadt/Polizei ein Konzept für die Anfahrt der Starter aufstellen um Staus zu vermeiden


BERICHT VON SVEN KADLEC über den 8. Stuttgart-Lauf
][ zu Testberichten anderer Veranstaltungen ][
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Zuerst möchte ich mich für den Freistart bedanken. Die Veranstalter des Stuttgart-Lauf haben sich sehr viel Mühe gegeben um alles gut zu organisieren, aber es gibt auch ein paar Sachen aus meiner Sicht die man im nächsten Jahr sicher besser machen kann.Im Internet auf der Hompageseite des Stuttgart-Lauf war man stehts gut informiert. Wer allerdings kein Internet hatte der musste lange auf seine Anmelde- bestätigung bzw. Information zum Lauf warten, denn die wurden erst eine Woche vor dem Lauf abgeschickt.Da mein Weg nach Stuttgart nicht so weit ist, habe ich meine Startunterlagen schon einen Tag früher abgeholt.Es war eine gute Idee die Schleyerhalle für die Ausgabe der Startunterlagen zu benutzen, denn die ist gross genug und somit ging alles sehr schnell bis man seine Unterlagen zusammen hatte. Gut fand ich auch die Idee mit dem Funktions-Shirt,dass man sich gegen einen geringen Aufpreis von DM 15,- bestellen konnte.Von der Nudelparty war ich enttäuscht.Für einen Teller Nudeln (wenn wenigstens eine ordentliche Portion darauf gewesen wäre) auch noch 7,-DM zu verlangen war etwas unverschämt.

So und nun zum Tag des Laufes.Gut in Stuttgart (mit der Bahn) angekommen machten wir uns auf den Weg zum Start.Die Minis und die Walker waren gerade unterwegs und am Start sind es immer mehr Leute geworden.In aller Ruhe konnte ich mir noch die Start's der 7KM Läufer, der Rollis und der Inliner anschauen.Nun wa-ren die Halbmarathonis an der Reihe und der Startbereich hat sich sehr schnell gefüllt.Die Stimmung war sehr gut und mit etwas Verspätung , da einige Läufer noch im Stau standen ,ging es nun los.Über 6000 Läufer und Läuferinnen machten sich auf den Weg die eine oder andere Bestzeit zu laufen,auch ich.Es ging zügig voran,sicherlich auch ein Dank der Zeitblöcke an denen sich die Läufer orientieren konnten, nur hätten die Schilder etwas größer ausfallen können.Die Strecke war komplett asphaltiert und nicht zu schwierig,somit konnte man eine gute Zeit laufen.

Es ging durch mehrere Stadtteile und an Weinbergen entlang .Die Zuschauer an der Strecke hätten etwas mehr sein können, aber die die an der Strecke standen haben gute Stimmung verbreitet.An der Strecke war jeder KM angezeigt und bei Km 5,10 und 15 gab es sogar eine Zeitanzeige.Die Wasser bzw. Getränkestellen waren gut verteilt.Sieben "Haltestellen" für die Getränkeaufnahme auf 21km ist doch nicht schlecht,waren aber bei über 20°Grad auch nötig.Hier muß ich aber auch Kritik an-bringen.Ich bin mit 1:38 h und Platz 1207 ins Ziel gekommen,man kann also sagen im vorderen Drittel von allen Läufern.An manchen Getränkestellen wo ich schon vor- bei kam,hatten die Betreuer alle Hände zu tun um die Becher zu füllen und da kann ich mir gut vorstellen ,dass es nach mir zu Engpässen mit der Getränkeversorgung kam. Die Strassen waren breit genug um an beiden Strassenseiten die Läufer mit Ge-tränke und Wasser zu versorgen.Vielleicht nächstes Jahr,ich würde mir es jedenfalls wünschen.Zurück zum Lauf.Je näher man zum Ziel kam um so mehr kam wieder Stimmung auf und auf der Zielgeraden war die Hölle los.Gerne hätte ich noch einen Gang zu gelegt ,aber es ging nichts mehr und ich war froh im Ziel zu sein.

Nachdem Zieleinlauf gab es noch eine kleine Stärkung(Banane,Iso-Getränk...),also bei mir gab es noch was,alles andere kann ich nicht nach vollziehen.Nach einer kleinen Ruhepause gings zur hipabgabe und zur Abholung der Urkunde.Auch hier ging alles recht zügig voran. Alles in allem war es für mich ein gelungener Lauf.Sicher kann man da und dort noch einiges besser machen z.b. reckenversorgung oder vielleicht die Startgebühr etwas erhöhen und die Nudelparty und VVS mit einzubeziehen(um eventuell einen Stau zu vermeiden),denn im nächsten Jahr sind es vielleicht noch mehr Läufer. Auf jeden fall bin ich nächstes Jahr wieder dabei und wer weiß vielleicht gibt es dann auch einen Marathon.


BERICHT VONJENS HAMANN über den 8. Stuttgart-Lauf
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ZuHallo liebes running-pur-Team,
hier kommt mein Testbericht über den 8. Stuttgart-Lauf am 1.07.2001, der mit über 15000 angemeldeten Teilnehmern, davon allein über 7000 beim Halbmarathon, einen neuen Teilnehmerrekord verbuchen konnte. Sieger im Halbmarathon bei den Männern wurde Hartwig Pothin (LC Rothaus-Breisgau) in 1:08:21 Std.. Bei den Frauen gewann zum vierten Mal Gudrun de Pay (TSV Trochtelfingen) in 1:20:16 Stunden.
Anfahrt:
Die Anfahrt nach Stuttgart und zum Gottlieb-Daimler-Stadion bzw. der Schleyerhalle war sehr gut ausgeschildert und auch für auswärtige Teilnehmer problemlos zu finden. Allerdings bildeten sich bereits ab 8 Uhr Staus auf den Anfahrtswegen zum Stadion, so daß es sich empfiehlt, wenn man nicht wie ich ewig im Stau stehen will, entweder sehr früh anzureisen oder öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen. Dabei stellt sich die Frage, ob es nicht sinnvoll wäre, wie bei anderen Großveranstaltungen ein kostenloses ÖPNV-Ticket für die Teilnehmer anzubieten, um das Verkehrschaos in Grenzen zu halten.

Anmeldung / Abholung der Startnummer: Die Ausgabe der Startunterlagen erfolgte in der Schleyer-Halle und war sehr weiträumig und großzügig angelegt, so daß auch nach 9 Uhr noch kein Gedränge oder Chaos herrschte. Da bei der Anmeldung über das Internet bzw. running-pur etwas schief gegangen war, hatte ich am Mittwoch vor dem Lauf noch einmal persönlich beim Veranstalter bzw. Herrn Rose vom WLV angerufen, um sicher zu gehen, daß es mit der Anmeldung klappt. Dies war jedoch leider nicht der Fall, da ich auf der ausgehängten Starterliste leider nicht zu finden war und folglich auch keine Startunterlagen vorhanden waren. Also auf zum Trouble-Desk, an dem sich bereits Schlangen gebildet hatten. Nach etlichen Nachfragen hieß es dann jedoch Nachmelden, da ich in der EDV nicht vorhanden war. Am Nachmeldeschalter bekam ich dann, obwohl ich einen eigenen Real-Time-Champion-Chip angegeben hatte, Unterlagen mit Inline-Start-Nr. und Chip, und das, obwohl ich gar kein Chip-Pfand hinterlegt hatte. Ehrlich wie ich bin also wieder zurück und gesagt, daß ich einen eigenen Cip habe, Chip und Nummer zurückgegeben, neue Start-Nummer erhalten, etc.....
Mit einem unguten Gefühl war ich schließlich kurz vor 10:00 Uhr endlich wieder am Auto, was dazu führte, daß Warmlaufen und Stretching fast nicht mehr möglich waren. Zur Rechtfertigung der Veranstalter muß ich jedoch sagen, daß bei meinen Freunden und Bekannten, die auch in Stuttgart waren, die Ausgabe der Startnummern schnell und problemlos ablief, und die Helfer sehr freundlich
und entgegenkommend waren. Die Pläne der Hallen waren auch gut, aber einige Hinweisschilder mehr wären noch besser gewesen.
Die Zeit vor dem Start:
Auf dem Weg zum Start sah ich viele Läufer auf der verzweifelten Suche nach einer Toilette. Vor denen in der Schleyer-Halle hatten sich, wie bei solchen Großveranstaltungen leider üblich und wohl unvermeidbar, bereits lange Warteschlangen gebildet. Überrascht war ich, als ich dann sah, daß sich der Andrang bei den Dixi-Toiletten im Startbereich in Grenzen hielt. Aber vielleicht haben viele diese erst entdeckt, als sie ihr Gück schon in der Halle oder anderswo versucht hatten. :-) Die Startaufstellung erfolgte in Startblöcken in der Benzstraße hinter dem Gottlieb-Daimler-Stadion. Der Start des HM wurde, vermutlich wegen des großen Andrangs und der Staus kurzfristig um 10 Min. auf 10:30 Uhr verschoben, was ich erst im Startblock erfuhr. Bei den Ansprachen, u.a durch OB Wolfgang Schuster, der auch den Startschuß vornahm, erfuhr man, daß bis zum 10. Stuttgart-Lauf auch ein Marathon angeboten werden soll. Bei dem Termin und den sommerlichen Temperaturen im Juli frage ich mich allerdings, nicht nur im Hinblick auf den geplanten Marathon, ob es nicht sinnvoll wäre, den Start früher zu machen oder den Lauf auf Anfang Juni vorzuverlegen. Apropos sommerliche Temperaturen, das Wetter war super und die Sonne lachte. Aber Temperaturen von über 25°C sind einfach nicht für Bestzeiten geschaffen. Kurzum es war richtiges Freibadwetter! Die Stimmung am Start war dem Wetter entsprechend auch spitze, und die Teilnehmer wurden mit viel Applaus auf die Strecke geschickt.

Start:
Im Startbereich in der Benzstr. stand man aufgrund der Läufermassen dicht gedrängt. Da sich jedoch viele nicht an die aufgehängten Schilder mit der Einteilung der Läufer in Startblöcke nach Bestzeit hielten und diese Einteilung auch nicht kontrolliert wurde, kam es beim Start zu Behinderungen durch langsamere Läufer, die möglichst weit vorne starten wollten. Aber dies läßt sicht wohl nur vermeiden, wenn die einzelnen Startblöcke besser voneinander abgetrennt und kontrolliert werden. Aber insgesamt fand ich den Platz dennoch ausreichend, und das Starterfeld zog sich auf der breiten
Benzstraße schnell auseinander.

Strecke:
Die Strecke des Halbmarathons führte vom Start in der Benzstr. hinter dem Gottlieb-Daimler-Stadion aus zunächst nach Untertürkheim, dann durch Bad Cannstadt, weiter Neckar abwärts zum Stadtteil Hofen. Dort ging es über die Neckarbrücke nach S-Mühlhausen. Von hier aus ging es dann auf der anderen Seite des Neckar wieder zurück Richtung Stadion. Dies war für mich der schönste Teil der Strecke, da man überwiegend zwischen Neckar zur linken Seite und Weinbergen zur rechten Seite entlang lief. Wo hat man bei einem Lauf in einer Großstadt sonst ein Panorama mit Weinbergen?;-) Vorbei am Max-Eyth-See (habe leider nur das Schild und keinen See gesehen) ging es dann nach S-Münster, und von dort aus über den Neckar zurück nach Bad Cannstadt und zurück zum Gottlieb-Daimler-Stadion, vor dem der Zieleinlauf war.
Die Strecke fand ich wirklich gut. Sie ist durchgehend asphaltiert, verkehrsfrei und flach. Größere Steigungen gibt es keine und die maximale Höhendifferenz beträgt, wie ich nachgelesen habe, 17 Meter. Alles bestens. Die Stimmung an der Strecke war auch prima, an einigen Stellen gab es sogar La Ola-Wellen. Auch den Zieleinlauf durch ein langes Spalier begeisterter Zuschauer fand ich gut. Allerdings fehlten im Zielbereich meiner Ansicht nach Absperrungen für die Zuschauer, da es dort sehr eng zuging.


Verpflegung:
Auf der Strecke gab es ab KM 5 alle 2,5 KM Verpflegungsstellen mit Wasser und Wannen für die Schwämme. Als Läufer, der im vorderen Drittel des Feldes lief, muß ich sagen, daß es immer genügend Becher und Wannen gab. Alles ohne großes Gedränge und reibungslos. Allerdings hätte ich mich auf dem 2. Streckenabschnitt sehr über ein Mineralgetränk oder ein Stück Obst gefreut. Bei KM 12,5 hätte es wohl auch Ultra Buffer geben sollen, aber außer den Werbebannern der Fa. Ultra Sports und dem obligatorischen Wasser habe ich leider nichts gesehen. Im Zielbereich gab es, als ich einlief noch ausreichend Wasser, Mineralgetränk aus Brausetabletten und Obst (Bananen und Äpfel), und das Gedränge hielt sich in Grenzen. Dabei hatte ich allerdings den Eindruck, daß aufgrund der fehlenden Absperrungen auch einige Zuschauer zugriffen. Jetzt kommt jedoch das große ABER: Viele langsamere Läufer, die ich später traf, beschwerten sich, daß es sowohl auf der Strecke, als auch im
Zielbereich nicht genügend Wasserbecher gab und sie teilweise gebrauchte Becher aufheben und sich aus den Wannen für die Schwämme (mit Beilage) bedienen mußten. Dies darf natürlich bei einem Lauf dieser Größenordnung und gerade bei dieser Hitze nicht passieren. Daran muß bis zum nächsten Mal gearbeitet werden.

Nach dem Lauf:
Wie o.a. war bei meinem Zieleinlauf alles bestens, auch wenn man meiner Einschätzung nach Läufer und Zuschauer besser trennen sollte. Bei langsameren Läufern gab es die bereits erwähnten Probleme, wobei es nicht passieren darf, daß bei einem solchen Hitze-Lauf jemand Durst leiden muß. Duschmöglichkeiten gab es um das Stadion und die Halle herum genügend, und es war, trotz der Massen, sogar noch warmes Wasser vorhanden, obwohl ich nicht sofort zum Duschen bin. Die Zeitmessung erfolgte wie o. a. über den Champion-Chip, und die Auswertung war recht schnell. Man konnte sich in der Schleyer-Halle kostenlos Voraburkunden ausdrucken lassen, und dort wurden auch die Ergebnislisten ausgehängt. Leider bestätigten sich hier meine Befürchtungen bezüglich des
Chips, der offensichtlich vertauscht oder die Nummer falsch übertragen wurde. Auf der Ergebnisliste habe ich mich gar nicht wiedergefunden, und als ich mir unter Angabe meiner Startnummer eine Voraburkunde ausdrucken ließ, kam eine Zeit von weit über 2 Stunden heraus, die einem Gesamtplatz im hinteren Drittel des Feldes entsprach, aber laut Voraburkunde belegte ich in der Klasse MHK den Rang 2 (!). Also ging ich wieder zum Trouble-Desk (war ja nicht das erste Mal an diesem Tag), wo man mich noch kannte und ich meine handgestoppte Zeit von 1:40:05 Std. hinterlegte. Dort vertröstete man mich auf die Kameraauswertung des Zieleinlaufs und die endgültige Ergebnisliste am Mittwoch im Internet oder der Stuttgarter Zeitung. An der Siegerehrung habe ich dann trotz meiner Fabelzeit und meines Podestplatzes (grins!!!) nicht teilgenommen, aber sie fand wohl in den Katakomben der Schleyer-Halle nahezu unter Ausschluß der Öffentlichkeit statt. Dies hätte man ruhig im Stadion im Rahmen der DM vornehmen können. Apropos DM, als besonderes Bonbon hatten die Teilnehmer des S-Laufs freien Eintritt zu den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften am selben Tag im
Gottlieb-Daimler-Stadion. Diese Idee fand ich wirklich gut und fand es

schade, daß nicht mehr davon Gebrauch gemacht haben.
Fazit:
Daß Quantität (Teilnehmerrekord) nicht immer gleich Qualität ist, bewahrheitete sich für mich beim 8. Stuttgart-Lauf, wobei man aus Fehlern schließlich lernen kann und auch muß. Daß ich bei dieser Hitze keine Bestzeit laufen kann, war mir schon vor dem Lauf klar, und daher habe ich versucht mit möglichst offenen Augen durch Stuttgart zu laufe. Außer einem Sonnenbrand habe ich noch einige neue Eindrücke von Stuttgart gewonnen, und der Lauf hat mir trotz der o.a. Pannen gut gefallen. Jedenfalls versuche ich nächstes Jahr wieder dabei sein, um zu sehen, ob die Veranstalter sich die Kritik zu Herzen genommen haben und v.a. die langsameren Läufer besser versorgt werden (mein Hauptkritikpunkt, auch wenn es mich nicht direkt betraf).
Allen Lesern und dem running-pur-Team wünsche ich weiterhin viel Spaß am
Laufen!

Jens Hamann


BERICHT VON VAN ANTONIUS HOOF über den 8. Stuttgart-Lauf
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Der 8. Stuttgartlauf ist mein persönlicher zweiter. Das war im letzten Jahr ein rundum beglückendes Ereignis: ein perfekt organisierter Lauf mit für mich persönlicher Bestzeit. Mit Vorfreude bin ich daher an den Start dieses Laufes gegangen.

Zum ganzen Vorfeld des Laufes ist festzuhalten, dass die Information im Internet sowie in der lokale Presse vorbildlich war (Gleiches Lob auch für die Ergebnislisten nach dem Lauf). Die Verbindung mit den Deutschen Leichtathletikmeisterschaften (freie Zugang zum Stadion für die Teilnehmer des Laufes) fand ich persönlich sehr gelungen und habe sie entsprechend auch ausgiebig genutzt.

Am Samstagnachmittag hatte ich mir die Startunterlagen abgeholt. Das dies neuerdings in der Schleyerhalle organisiert war ist eine deutliche Verbesserung relativ zum letzten Jahr. Alles konnte so ohne Raumnot und Gedränge sehr entspannt geregelt werden. Die Weitläufigkeit der Halle führte allerdings nun dazu, dass nicht auf Anhieb klar war, wo das versprochene T-Shirt abzuholen war. Das kleine Hinweisschild war mir nicht aufgefallen und erst auf Nachfrage beim Trouble Desk fand ich meinen Weg in die Katakomben der Halle, wo außer die Shirt-Ausgabe auch eine kleine Hocketse mit Getränken und Nudeln war. Die Bezeichnung "Nudelparty" war allerdings wohl übertrieben. Nur wenige waren bereit für eine sehr "überschaubare" Nudelportion eine doch recht üppige Preis zu zahlen. Das angekündigte Sponsoring eines lokalen Nudelherstellers ist somit wohl arg karg (oder sollte man sagen: "Schwäbisch"?) ausgefallen. Insgesamt gab es dann dort mehr Sitzgelegenheit als Besucher. Ein gut besuchtes Internetkaffee rundete das Angebot in der Halle ab.

Als leidenschaftlicher ÖPNV-fahrer habe ich meine Anreise zum Lauf am Sonntag mit der U-Bahn nicht bereut. Das Automobilchaos rundum der Schleyerhalle war groß und ich habe von vielen anderen Läufern gehört, dass sie nur durch Sprung aus dem Wagen im Stau (Glücklich die, die einen Fahrer dabei hatten) den Start noch rechtzeitig erreicht hatten. Hier hätte Organisation und vor allem Polizei was besseres tun können. Da ich bereits umgekleidet war, brauchte ich nur noch zur Kleidungaufbewahrung. Die war bestens organisiert. Reibungslos ist für mich sowohl die Abgabe als Rückgabe später erfolgt. Die Startaufstellung zum Halbmarathon bot genug Platz für allen, die Stimmung war prima. OB Schuster schickte uns alle um 10.30 (10 Min. Verspätung) auf die Strecke.

Die Streckenführung hat sich im Vergleich zum letzen Jahr leicht geändert. Nach der obligatorische öde Türkheim-Schleife ist es immer wieder schön am Neckar laufen zu können. Leider vermisste ich dann die anschließende Führung duch das Ortsinnere (Fußgängerzone) von Canstatt. Stattdessen wurden wir etwas aussen herumgeführt. Leider musste in diesem Jahr auch der Einlauf in das Daimlerstadion durch das Marathontor entfallen. Zu hoffen ist, dass dies im nächsten Jahr wieder im Programm ist, ist es doch ein absoluter Höhepunkt des Laufes. Zieleinlauf war diesmal auf der breiten Straße vor dem Stadion. Leider hat die Organisation hier kein gutes Konzept gehabt. Als ich nach 1:46:43 einlief, war das Chaos dort perfekt. Ein komplettes Durcheinander von Läufern und Zuschauern. Auf Anhieb war die Verplegung nicht zu finden. Und als ich wusste wo, war die Frage, wie dorthin gelangen? Nur Drängelei und Durcheinander auf kleinstem Raum bei größter Hitze. Hier hätte m.E. ein Konzept mit Absperrungen (wie z.B. in Berlin) erarbeitet werden müssen. Wenn aber im nächsten Jahr wieder das Ziel im Stadion ist, kann sich das Problem so nicht mehr ergeben. Das Durcheinander hatte wenigstens für mich noch was gutes. Die meisten haben den Weg zu Ruhe in einem unterbelegten Umkleideraum mich frisch machen. Eine bessere Auslastung dieses knappen Gutes müsste man allerdings doch organisatorisch im Griff kriegen können.

Zur Verpflegung auf der Strecke ist zu sagen, dass sie nur mit einigem Wohlwollen die Note "bestanden" erreichte. An einigen Stellen war der Andrang so groß, dass nicht immer allen Läufern zügig bedient werden konnten. Hier kamen wohl zwei Faktore zusammen: die große Anzahl der Teilnehmer und die große Hitze. Ich habe mich während des Laufes schon gewundert, dass erstens bei der Hitze keine weitere Wasserstellen eingerichtet wurden bzw. zweitens die Versorgung immer nur auf einer Straßenseite organisiert war. Die Publikumsbeteiligung auf der Strecke ist in diesem Jahr recht bescheiden geblieben. Ob es wegen des zu schönen Wetters war? Das Wetter machte übrigens nicht nur mir in Punkto gute Endzeit einen Strich durch die Rechnung. Einigen Läufern hat es auch richtig "von den Beinen gehauen". Hier mal ein Lob für die Ersthelfer, die ich vorbeilaufend bei der Arbeit zuschauen konnte.

OB Schuster kündigte kurz vor dem Start an, dass man in zwei Jahren einen Marathon plane. Schön und gut, aber Anfang Juli werde ich den bei solchen Temperaturen nicht laufen. Erst recht nicht wenn die Organisation uns erst dann losschickt, wenn das Thermometer schon recht kräftig hochschießt und man in der größten Tageshitze laufen muß. Auch das Publikum muß bein einem Marathon wohl besser mobilisiert werden. Fazit. Trotz einiger punktuellen Kritikpunkten war es auch diesmal ein schöner Lauf. Die Meisterschaften waren einen schönen Ersatz für den Stadioneinlauf. Die Schleyerhallelösung ist gut und ausbaufähig (Bessere Beschilderung, Nudelparty). Die Streckenverplegung kann sich noch steigern. Zum Halbmarathon möchte ich auch im nächsten Jahr wieder gerne dabei sein.


BERICHT VON BERND GRIESINGER über den 8. Stuttgart-Lauf
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Liebes Running-Pur-Team,
mit etwas Abstand hat mir der 8. Stuttgart-Lauf sehr gut gefallen. Ich werde im nächsten Jahr auf alle Fälle wieder teilnehmen. Ich denke, dass Volker Rose (Projektleiter Stuttgart-Lauf) die 3 Hauptkritikpunkte (Verkehrsstau, Wasser-versorgung, fehlende Startblöcke) im nächsten Jahr im Griff hat. Dann steht einem Super-Lauferlebnis nichts mehr im Wege. Auf der Homepage des Stutt-gart-Lauf hagelte es nur so von Kritik. Kurz nach dem Lauf war das negative auch viel intensiver vorhanden als die wirklich toll organisierten Dinge. Daher folgt der Bericht auch erst heute. Die Information im Vorfeld waren optimal. Sowohl die Homepage, als auch der Newsletter haben mich sehr gut informiert. Klasse war auch der Infobrief (hat jeder Teilnehmer in der Woche vor dem Lauf erhalten), mit dem man auf dem Cannstatter Wasen kostenlos parken konnte. Allerdings sollten die öffentlichen Verkehrsmittel im nächsten Jahr besser vorgehoben werden. Vielleicht ist sogar eine kostenlose Nutzung der U-Bahn machbar. Ich nutzte am Samstag auch die Gelegenheit um bei den Deutschen Leichtathle-tikmeisterschaften (kostenlos !!) zuzuschauen. Die Ausgabe der Startunterlagen erfolgte äußerst übersichtlich in der Hans-Martin-Schleyer-Halle. Die Orientie-rung war problemlos. Die Unterlagen enthielten auch wirklich alle Informationen, die die über 15.000 Teilnehmer des Stuttgart-Laufs benötigten. Toll. Auch auf der "Hocketse" gab es genügend Platz.

Der Sonntag begann dann weniger gut. Wollte eigentlich bereits 1,5 Stunden vor dem Start in Stuttgart sein, aber die Laufstrecke war bereits ab ca. 8 Uhr ge-sperrt. Hier fehlte leider die Info in den Startunterlagen. Zum Glück kannte ich mich aus und war auch schon gegen 9 Uhr in der Nähe des Parkplatzes. Da die Zufahrt nur über die B10 möglich war (die andere Straße war ja schon gesperrt), gab es ein Riesenchaos. Einzelne Läufer sind bereits
aus dem Auto ausgestiegen, um zum Start zu joggen. Die haben wohl am Volkslauf teilgenommen. Ich habe dann einen anderen Parkplatz gewählt, der zwar 3 KM vom Start entfernt war, aber so kam ich immerhin schon 20 Minuten vor dem Start an. Leider konnte ich so nichts mehr von den anderen Läufen mitbekommen. Für das nächste Jahr soll-te die Strecke vielleicht so modifiziert werden, dass die Läufer den riesigen Parkplatz problemlos anfahren können. Außerdem könnte sich die Polizei mal ein paar Gedanken hinsichtlich der Verkehrsführung machen. So wie ich hörte deu-tete sich das Chaos im letzten Jahr schon an. Erfahrungen sollte eigentlich vor-handen sein (Gottlieb-Daimler-Stadion !). Die Zeit hat trotzdem noch gut gereicht. Außerdem reagierte der Veranstalter sehr schnell und verschob den Start um 10 Minuten. Die Kleiderabgabe funktio-nierte reibungslos. Für das wichtigste "Bedürfnis" vor dem Lauf musste kaum gewartet werden. Auch die letzten Minuten vor dem Start war an den WC-Häuschen kaum eine Schlange. Toll organisiert! Dann ging‚s endlich los. Entlang der Startgeraden waren Schilder mit Zielzeiten. Die Läufer/innen sollte das als Orientierung für den Startplatz dienen. Sollte.... Denn obwohl die Echtzeit gemessen wurde, waren sehr viel langsame Läufer ganz weit vorne. Für mich war das ärgerlich, da ich das erste Drittel nur mit Überho-len beschäftigt war. Sogar einen Walker durfte ich überholen !!! Ich hatte mir eine Zeit von unter 1h35 vorgenommen. Das war nach 5 KM schon passé. Danach konnte ich endlich meinen Laufrhythmus finden. Einführung von richtigen Start-blöcken inkl. einer konsequenten Kontrolle. Die Anzahl der Verpflegungsstationen war optimal. Aufgrund der Läufermasse macht es im nächsten Jahr Sinn, die ersten 2 Stationen auf beiden Seiten der Laufstrecke einzurichten. Toll waren die stabilen, großen Pappbecher. Vielleicht dennoch nur zur Hälfte füllen, dann geht weniger
daneben. Ein riesen Dank an die Helfer, die die Läufer super unter-stützten und sogar zur Getränkeübergabe mitliefen.

Die tolle, flache Strecke war mit 4 kurzen knackigen Anstiegen gespickt. Aller-dings konzentrierte sich das Zuschauerinteresse doch nur auf bestimmte Streckepunkte. Vielleicht auch durch die frühzeitige Streckensperrung begründet. Kurz vor dem Ziel dann Gänsehautfeeling, denn die letzten 100 Meter führten durch eine łTour-de-France-Gasse„. Für mich war das Ergebnis zu diesem Zeit-punkt nur noch zweitrangig. Ca. 1 KM vor dem Ziel torkelte mir ein Läufer mit starrem Blick entgegen. Sofort hielt ich nach Sanitätern Ausschau, denen ich Bescheid gab. Kompliment also auch an die vielen Sanis, die bei diesem Wetter bestimmt viel zu tun hatten. Weiter ging es nach dem Ziel mit der Verpflegung. Das besondere waren diesmal die kleinen Becher und die vielen Nichtläufer. Auch fehlte etwas die Übersicht (Wo gibt es was?). Da gibt es noch Verbesserungspotential.
Die Rückgabe der Kleiderbeutel dauerte etwas länger. Das habe ich im hohen Norden schon besser erlebt. Eine bessere Sortierung der Beutel vereinfacht das Auffinden. Die Duschmöglichkeiten waren ausreichend. Keine Wartezeiten und vor allem auch warmes Wasser.

Alles in allem ein tolles Lauferlebnis. Wenn man bedenkt, dass man für den ei-gentlich Organisationsbeitrag von 30 DM (!!!) auch noch ein Erinnerungs-Shirt erhält ist schon bemerkenswert. Etwas mehr Startgeld und dafür die kostenlose Nutzung der U-Bahn und eine Nudelparty.
Ich bin mir sicher, dass die Veranstalter die Mängel im nächsten Jahr im Griff haben. Daher freue ich mich schon auf meine Teilnahme beim 9. Stuttgart-Lauf 2002.
Bernd Griesinger