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BERICHT VON Michael Hock über den 8. Stuttgart-Lauf
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zu Testberichten anderer
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Zunächst einmal muss ich sagen, dass ich
fast schon geschockt bin über die negative Resonanz der vielen E-Mails
auf der Homepage des Stuttgart-Laufs. Ich wollte eigenltich eine Beurteilung
des 8. Halbmarathons in Stuttgart abgebe, die voll des Lobes ist. Meine
Eindrücke waren nämlich überwiegend positiv:
Im Vorfeld wurde im Internet (inkl. Newsletter)
und in den Startunterlagen ziemlich aktuell und recht ausführlich
über die Veranstaltung informiert. Dafür gebührt den Organisatoren
schon einmal ein Lob, vergleicht man es mit den z.T. sehr dürftigen
und veralteten Hompages und Startunterlagen, die andere arivierte Läufe
so präsentieren. Lediglich die Anfahrt (v.a. mit den öffentl.
Verkehrsmitteln) wurde etwas stiefmütterlich behandelt, so dass es
nicht erstaunte, dass viele Teilnehmer auf den offiziell ausgeschielderten
Anfahrtswegen mit dem Auto im Stau steckenblieben. Die Verkehrsregelung
hätte, v.a. mit Hilfe der Polizei auch nach den sich andeutenden
Problemen im letzten Jahr (allerdings in wesentlich kleinerem Umfang)
anders geregelt werden können. Positiv ist allerdings zu bemerken,
dass man sich daraufhin spontan entschied den HM-Start um 10 Minuten nach
hinten zu verlegen. Auch wenn das nicht für alle gereicht haben dürfte,
finde ich derart flexibles Handeln echt gut. Allerdings ist der Start
des Hauplaufs mit 10 Uhr 20 sehr spät am Vormittag angesetzt. Im
Sommer sollte künftig eine deutlich frühere Startzeit wählen
(Vorschlag: spätesten 9 Uhr 30).
Im Bereich der Ausgabe der Startunterlagen in der Schleyer-Halle war auch
trotz weiterhin eingehender Nachmeldungen rund eine Stunde vor dem Start
keine übertriebene Hektik geschweige den Chaos zu erkennen. Die vorhandene
großzügige Infrastruktur der Schleyerhalle wurde in diesem
Jahr erstmals genutzt und ist für die Zukunft hoffentlich weiterhin
verfügbar. So lassen sich wetterunabhängig große Läuferscharen
sowohl vor dem Start als auch nach dem Start bei der Urkundenerstellung,
Siegerehrung oder "gemütlichen Hocketse" betreuen. Die
Umkleideräume und sanitären Anlagen der Halle reichen sicherlich
nicht für alle aus, sollten allerdings trotzdem weiterhin genutzt
werden. Gleiches gilt für die Möglichkeiten die sich im Daimler-Stadion
(welches dieses Mal aufgrund der Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften
nur eingeschränkt zur Verfügung stand) und Umgebung (Tennisanlagen,
kleinere Sporthallen) bieten. Diese Infrasturktur dürfte bei kaum
einem anderen Lauf im Start- und Zielbereich derart zur Verfügung
stehen und bietet auch für ein weiter wachsendes Teilnehmerfeld sehr
viele Möglichkeiten. Die Frage der finanziellen Machbarkeit steht
hierbei sicherlich auf einem anderen Blatt. Überrascht war ich dann,
als ich im Startbereich an den aufgestellten Toilettenhäuschen keinerlei
Schlagen vorfand und dies auch bis zum Inline-Start (20 Minuten vor dem
offiziellen HM-Start) so blieb. Beschwerden diesbezüglich kann ich
also nicht nachvollziehen, schließlich muss man ja nicht unbedingt
auf die "Komfort-"Toiletten in der Schleyer-Halle.
Die Stimmung vor dem eigentlichen Hauptlauf war
wirklich prächtig, man wurde mit Musik in Stimmung gebracht und die
Rollis und Skater mit großem Applaus auf die Strecke geschickt.
Ungewöhnlich war dann jedoch, dass sich sofort nach den Inlinern
der Startbereich rapide mit Läufern füllte und schnelle Läufer,
die sich später, d.h. 5-10 Minuten vor dem Start, möglichst
nahe an der
eigentlichen Stratlinie aufstellen wollten, kaum noch Chancen hatten eine
ihrem Leistungsvermögen adäquate Startposition zu bekommen.
Für künftige Läufe ist es deshalb dringend erforderlich,
dass - wie bei Veranstaltungen dieser Größenordnung üblich
- mit einer Einteilung der Läufer in Start-/Leistungssektoren operiert
wird und auch die seitlichen Zugänge beser kontrolliert/abgesperrt
werden. Insgesamt blieb die Laune der Meisten jedoch trotz der Enge bestens
und man hielt sich mit La-Ola bei Laune. Die Straße, die dieses
Mal für den Start gewählt wurde, war ausreichend breit und lang,
dennoch wäre es in Zukunft besser wieder auf die Mercedesstraße
auszuweichen (in welcher dieses Mal das Ziel war), da diese ein weiteres
Starterwachstum besser verkraften kann.
Nach dem Start der über 6.500 gemeldeten Läufer durch den Stuttgarter
OB bei Sonnenschein und Temperaturen von bereits mehr als 20 Grad konnten
die Läufer im Vorderfeld sehr schnell ihr angestrebtes Tempo aufnehmen,
da sich das Feld schnell auf der breiten Straße auseinanderzog.
Nach dem Start wurden die Zuschauer am Rand schnell weniger und die Strecke
führte über
einen leichten Anstieg (der die Gefahr eines zu schnellen Anfangstempos
stark einschränkte) Richtung Untertürkheim, wo nach 2 km der
erste "Wendepunkt" zurück nach Cannstatt (auf einer Parallelstraße)
war. Nun spürte man den bei dem Wetter zwar angenehmen aber nicht
gerade einem schnellen Tempo dienende Wind von vorn/der Seite, der einen
bis zum eigentlichen Wendepunkt bei KM 9,5 begleitete. Die Strecke auf
den breiten Straßen führte nun durch Gewerbe- und später
Wohngebiete und war - wie übrigens während des gesamten Laufs
- asphaltiert. Dabei kamen einem immer
wieder kürzere aber ziemlich anspruchsvolle und den Rhythmus störende
Anstiege "in die Quere". Bei Kilometer 4 (die Kilometermarkierungen
waren auch in diesem Jahr wieder gut sichtbar angebracht und vor allem
"realistisch" was die tatsächlich gelaufene Distanz anbetrifft)
war wie in den Unterlagen angekündigt, die erste Verpflegungstelle
aufgebaut, die uns
Wasser zum Trinken und für die im Vorfeld verteilten Schwämme
boten. Überhaupt muss festgestellt werden, dass die "Verpflegungsstellen"
verlässlich alle 2,5 km kamen, was für eine vernünftige
Renneinteilung unverzichtbare Voraussetzung, aber leider nicht selbstverständlich
ist (abschreckendes Beispiel: Regensburg-Marathon) . Hierfür ein
dickes Lob an die Planer. Die Helfer stellten sich - soweit ich das mitbekommen
habe - auch gar nicht ungschickt an, d.h. sie liefen den Läufern
nicht übereifrig entgegen, sondern versuchten vielmehr ruhig stehen
zu bleiben oder liefen
vereinzelt sogar kurz mit. Das Wasser wurde in großen Pappbechern
gereicht, so dass man auch bei zügigem Tempo noch ausreichend Wasser
im Becher hatte wenn man sich einen geschnappt hatte. Wenn der Veranstalter
den Luxus mit verschlossenen und teuren Flaschen nicht bieten kann, so
ist dies die optimale Variante, zumindest wesentlich besser als kleine
0,2Liter-Becher
aus Plastik, die leicht kaputt gehen und vom Inhalt nicht viel übrig
lassen. Generell muss ich sagen, dass die Verpflegung wirklich gut organisiert
und qualitativ für einen Halbmarathon auch ausreichend war (bei km
11,5 gab es zusätzlich noch Iso-Getränke). Schießlich
muss man auf dieser Distanz ja in erster Linie seinen Flüssigkeitsverlust
und nicht unebdigt einen drohenden
Hungerast oder übermäßigen Minaralstoffverbrauch kompensieren
. Überrascht war ich, wie gut die Straßen von den Bechern der
über 2500 Inlinern gereinigt waren, so dass man auf keinerlei Hindernisse
zu achten hatte. Einschränkend muss ich allerdings hinzufügen,
dass ich dies alles aus der Sicht des Vorderfeldes beschreibe. Dass sich
später zum Teil "dramatische" Szenen an den Ständen
abgespielt haben sollen, kann ich nicht bestätigen oder beurteilen.
Zwischen KM 6 und 9 führte die abwechslungsreiche
Strecke auf der einen Seite am Neckar und der anderen Seite an Weinbergen
entlang. Hier war die Zuschauerunterstützung im Gegensatz zu den
Wohngegenden wieder etwas dürftig, aber dafür war die Landschaft
schön (und die Strecke flach)... Im Bereich der "Wende"
kam man zunächst wieder durch ein Wohngebiet mit guter Stimmung und
der 10km-Marke, ehe es zwischen Eyth-See und Kleingärten zurück
Richtung Cannstatt ging. Ab ca. KM 15 wurden die Zuschauerreihen wieder
dichter. Ich vermisste im weiteren Verlauf jedoch die tolle Stimmung der
letzten Jahre in der Cannstatter Innenstadt, aber hier hatte bei der Streckenführung
in diesem Jahr wohl der Verstand über das Herz gesiegt, weil man
durch die leichte Änderung nicht über die Kopfsteinpflasterpassagen
der Fussgängerzone musste. Dies kam v.a. den Rollis und Skatern entgegen,
war aber auch für uns Läufer angenehm. Insgesamt hatte ich das
Gefühl, das im
Vergleich zu den letzten Jahren (ich war das vierte Mal in Folge in Stuttgart
dabei) trotz (oder wegen) des sommerlichen Wetters eher weniger Zuschauer
an der Strecke standen, und die Musikgruppen der Vorjahre vermisste ich
ganz. Trotzdem gab es immer wieder Passagen, wo einem auch die Stimmung
der sonst eher zurückhaltenden Schwaben einen Schauer über den
Rücken jagte. Nachdem noch die letzten zwei knackigen Anstiege bewältigt
waren verlies man ab KM 18 wieder das Cannstatter Zentrum und näherte
sich wieder auf der gewohnten Strecke von hinten dem Daimler-Stadion.
Leider
fehlte wegen der Deutschen Meisterschaften nun das absolute High-Light
der Vorjahre: Der Einlauf ins Stadion vor gut gefüllten Rängen,
begeisterten Angehörigen und Freunden und dem Bild des eigenen Zieldurchlaufs
auf der riesigen Leinwand. Aber vielleicht wird einem im nächsten
Jahr ja wieder dieses in Deutschland wohl einmalige Erlebnis am Ende des
Kampfes gegen sich selbst geboten. Die Zielgerade auf der breiten Mercedesstraße
mit den ziemlich vielen und auch begeisterten Zuschauern war aber auch
ein würdiges Ersatz-Ziel.
Ins Ziel kam ich als Gesamtelfter nach etwas weniger
als 1h14 und konnte von den Vorzügen, die ein "schneller"
Lauf mit sich bringt profitieren: Ein großzügiger Verpflegungsbereich
bot ausreichend Getränke (Leitungs- und Mineralwasser, Iso-Getränke,
Apfelschorle und ich meine auch Cola gesehen zu haben) und zur nun wohlverdienten
und auch sinnvollen Stärkung Bananen in Hülle und Fülle,
die einem von freundlichen und gutgelaunten Helfern im angenehmen Schatten
der Bäume angeboten wurden. Aus Sicht der vorne plazierten Läufer
war also alles optimal und toll organisiert. Dass dies
später nicht mehr so gewesen sein soll, will ich nicht kommentieren.
Überrascht war ich allerdings, dass der Verpflegungsbereich im Ziel
praktisch nicht abgesperrt war, so dass sich jeder (v.a. auch Zuschauer)
nach Lust und Laune bedienen konnte. War der später offenbar aufgetretene
Verpflegungsmangel also vielleicht nicht nur auf eine Fehlkalkulation
der Veranstalter sonden vielleicht auch auf die Habgier einiger Zuschauer
zurückzuführen? Dass es im Ziel keine Medaille oder etwas Ähnliches
für die Finisher gab finde ich nicht schimm, schließlich ist
der Organisationbeitrag
mit 30 DM bei rechtzeitiger Anmeldung wirklich konkurrenzlos günstig
für derartige Veranstaltungen ist. Das "Incentive" mit
dem im Vorfeld verteilten Erinnerungs-T-Shirt für jeden (rechtzeitig
gemeldeten) Starter ist wesentlich sinnvoller und eher unüblich.
Auch die Alternative, dass man bei 15 DM Zuzahlung ein Funktions-Shirt
bekommt finde ich sehr gut. Weiter so bitte.
Von den Duschzelten im erweiterten Zielbereich
war ich nun allerdings enttäuscht, da ich nur sehr wenige entdecken
konnte und diese bald überfüllt und zu waren Badewannen (allerdings
mit warmem Wasser) wurden. Auch mehr Umkleidezelte wären v.a. bei
schlechtem Wetter künftig wünschenswert. Der zuverlässige
Service mit den Vorab-Urkunden nur kurze Zeit nach dem Zieldurchlauf (dank
der üblichen Chip-Zeitnahme) war ebenso wieder geboten wie das ziemlich
schnelle Aushängen der Ergebnislisten aller Läufe/Rennen mit
immerhin mehr als 15.000 gemeldeten Teilnehmern. Von daher waren die Organisatoren
dem unerwartet starken Anwachsen der Teilnehmer-Zahlen (von ca. 8.000
auf über 15.000) in dieser Hinsicht durchaus gewachsen. Leider konnte
mir auf Anfrage niemand über das Mannschaftsergebnis Auskunft geben,
aber das konnte ich verschmerzen. Als besondere "Belohnung durfte"
dann jeder Teilnehmer noch kostenlos zu den Leichathletik-Meisterachften
ins Stadion, so dass sich eine tolle Veranstaltung an einem (leider sehr
warmen) Sommertag wunderbar abrunden lies.
Zusammenfassend nochmals einige besondere Highlights
des Laufs und einige Verbesserungsvorschläge:
Positiv:
-sehr günstiges Startgeld inkl. T-Shirt bzw. Funktions-Shirt
-sehr gut abgesperrte und relativ schnelle Asphalt-Strecke auf breiten
Straßen
-optimale Infrastruktur mit Schleyer-Halle und Daimler-Stadion (hoffentlich
bald wieder als Zielort)
-gute Verpflegung auf der Strecke und im Ziel (zumindest für die
erste Hälfte der Finisher)
-reibungslose Organisation und Service vor und nach dem Lauf (Startunterlagen,
Urkunden)
-realisitische KM-Markierungen und Wasserstellen alle 2,5 km an der Strecke
-Siegerehrung auch in den einzelnen Altersklassen nach dem Lauf Verbesserungsvorschläge:
-Pasta-Party am Sonntag nach dem Lauf (lieber 5 DM mehr Startgeld) um
den schönen Lauf zu einem Läuferfest zu machen
-mehr Dusch-/Umkleidezelte
-Start- und Zielbereich konsequent absperren und Läufer in Startblöcke
(leistungsbezogen) einteilen
-frühere Startzeit des Hauptlaufes
-zusammen mit der Stadt/Polizei ein Konzept für die Anfahrt der Starter
aufstellen um Staus zu vermeiden
BERICHT VON SVEN KADLEC über den 8. Stuttgart-Lauf
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Zuerst möchte ich mich für den Freistart
bedanken. Die Veranstalter des Stuttgart-Lauf haben sich sehr viel Mühe
gegeben um alles gut zu organisieren, aber es gibt auch ein paar Sachen
aus meiner Sicht die man im nächsten Jahr sicher besser machen kann.Im
Internet auf der Hompageseite des Stuttgart-Lauf war man stehts gut informiert.
Wer allerdings kein Internet hatte der musste lange auf seine Anmelde-
bestätigung bzw. Information zum Lauf warten, denn die wurden erst
eine Woche vor dem Lauf abgeschickt.Da mein Weg nach Stuttgart nicht so
weit ist, habe ich meine Startunterlagen schon einen Tag früher abgeholt.Es
war eine gute Idee die Schleyerhalle für die Ausgabe der Startunterlagen
zu benutzen, denn die ist gross genug und somit ging alles sehr schnell
bis man seine Unterlagen zusammen hatte. Gut fand ich auch die Idee mit
dem Funktions-Shirt,dass man sich gegen einen geringen Aufpreis von DM
15,- bestellen konnte.Von der Nudelparty war ich enttäuscht.Für
einen Teller Nudeln (wenn wenigstens eine ordentliche Portion darauf gewesen
wäre) auch noch 7,-DM zu verlangen war etwas unverschämt.
So und nun zum Tag des Laufes.Gut in Stuttgart
(mit der Bahn) angekommen machten wir uns auf den Weg zum Start.Die Minis
und die Walker waren gerade unterwegs und am Start sind es immer mehr
Leute geworden.In aller Ruhe konnte ich mir noch die Start's der 7KM Läufer,
der Rollis und der Inliner anschauen.Nun wa-ren die Halbmarathonis an
der Reihe und der Startbereich hat sich sehr schnell gefüllt.Die
Stimmung war sehr gut und mit etwas Verspätung , da einige Läufer
noch im Stau standen ,ging es nun los.Über 6000 Läufer und Läuferinnen
machten sich auf den Weg die eine oder andere Bestzeit zu laufen,auch
ich.Es ging zügig voran,sicherlich auch ein Dank der Zeitblöcke
an denen sich die Läufer orientieren konnten, nur hätten die
Schilder etwas größer ausfallen können.Die Strecke war
komplett asphaltiert und nicht zu schwierig,somit konnte man eine gute
Zeit laufen.
Es ging durch mehrere Stadtteile und an Weinbergen
entlang .Die Zuschauer an der Strecke hätten etwas mehr sein können,
aber die die an der Strecke standen haben gute Stimmung verbreitet.An
der Strecke war jeder KM angezeigt und bei Km 5,10 und 15 gab es sogar
eine Zeitanzeige.Die Wasser bzw. Getränkestellen waren gut verteilt.Sieben
"Haltestellen" für die Getränkeaufnahme auf 21km ist
doch nicht schlecht,waren aber bei über 20°Grad auch nötig.Hier
muß ich aber auch Kritik an-bringen.Ich bin mit 1:38 h und Platz
1207 ins Ziel gekommen,man kann also sagen im vorderen Drittel von allen
Läufern.An manchen Getränkestellen wo ich schon vor- bei kam,hatten
die Betreuer alle Hände zu tun um die Becher zu füllen und da
kann ich mir gut vorstellen ,dass es nach mir zu Engpässen mit der
Getränkeversorgung kam. Die Strassen waren breit genug um an beiden
Strassenseiten die Läufer mit Ge-tränke und Wasser zu versorgen.Vielleicht
nächstes Jahr,ich würde mir es jedenfalls wünschen.Zurück
zum Lauf.Je näher man zum Ziel kam um so mehr kam wieder Stimmung
auf und auf der Zielgeraden war die Hölle los.Gerne hätte ich
noch einen Gang zu gelegt ,aber es ging nichts mehr und ich war froh im
Ziel zu sein.
Nachdem Zieleinlauf gab es noch eine kleine Stärkung(Banane,Iso-Getränk...),also
bei mir gab es noch was,alles andere kann ich nicht nach vollziehen.Nach
einer kleinen Ruhepause gings zur hipabgabe und zur Abholung der Urkunde.Auch
hier ging alles recht zügig voran. Alles in allem war es für
mich ein gelungener Lauf.Sicher kann man da und dort noch einiges besser
machen z.b. reckenversorgung oder vielleicht die Startgebühr etwas
erhöhen und die Nudelparty und VVS mit einzubeziehen(um eventuell
einen Stau zu vermeiden),denn im nächsten Jahr sind es vielleicht
noch mehr Läufer. Auf jeden fall bin ich nächstes Jahr wieder
dabei und wer weiß vielleicht gibt es dann auch einen Marathon.
BERICHT VONJENS HAMANN über den 8. Stuttgart-Lauf
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ZuHallo liebes running-pur-Team,
hier kommt mein Testbericht über den 8. Stuttgart-Lauf am 1.07.2001,
der mit über 15000 angemeldeten Teilnehmern, davon allein über
7000 beim Halbmarathon, einen neuen Teilnehmerrekord verbuchen konnte.
Sieger im Halbmarathon bei den Männern wurde Hartwig Pothin (LC Rothaus-Breisgau)
in 1:08:21 Std.. Bei den Frauen gewann zum vierten Mal Gudrun de Pay (TSV
Trochtelfingen) in 1:20:16 Stunden.
Anfahrt:
Die Anfahrt nach Stuttgart und zum Gottlieb-Daimler-Stadion bzw. der Schleyerhalle
war sehr gut ausgeschildert und auch für auswärtige Teilnehmer
problemlos zu finden. Allerdings bildeten sich bereits ab 8 Uhr Staus
auf den Anfahrtswegen zum Stadion, so daß es sich empfiehlt, wenn
man nicht wie ich ewig im Stau stehen will, entweder sehr früh anzureisen
oder öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen. Dabei stellt sich die
Frage, ob es nicht sinnvoll wäre, wie bei anderen Großveranstaltungen
ein kostenloses ÖPNV-Ticket für die Teilnehmer anzubieten, um
das Verkehrschaos in Grenzen zu halten.
Anmeldung / Abholung der Startnummer: Die Ausgabe
der Startunterlagen erfolgte in der Schleyer-Halle und war sehr weiträumig
und großzügig angelegt, so daß auch nach 9 Uhr noch kein
Gedränge oder Chaos herrschte. Da bei der Anmeldung über das
Internet bzw. running-pur etwas schief gegangen war, hatte ich am Mittwoch
vor dem Lauf noch einmal persönlich beim Veranstalter bzw. Herrn
Rose vom WLV angerufen, um sicher zu gehen, daß es mit der Anmeldung
klappt. Dies war jedoch leider nicht der Fall, da ich auf der ausgehängten
Starterliste leider nicht zu finden war und folglich auch keine Startunterlagen
vorhanden waren. Also auf zum Trouble-Desk, an dem sich bereits Schlangen
gebildet hatten. Nach etlichen Nachfragen hieß es dann jedoch Nachmelden,
da ich in der EDV nicht vorhanden war. Am Nachmeldeschalter bekam ich
dann, obwohl ich einen eigenen Real-Time-Champion-Chip angegeben hatte,
Unterlagen mit Inline-Start-Nr. und Chip, und das, obwohl ich gar kein
Chip-Pfand hinterlegt hatte. Ehrlich wie ich bin also wieder zurück
und gesagt, daß ich einen eigenen Cip habe, Chip und Nummer zurückgegeben,
neue Start-Nummer erhalten, etc.....
Mit einem unguten Gefühl war ich schließlich kurz vor 10:00
Uhr endlich wieder am Auto, was dazu führte, daß Warmlaufen
und Stretching fast nicht mehr möglich waren. Zur Rechtfertigung
der Veranstalter muß ich jedoch sagen, daß bei meinen Freunden
und Bekannten, die auch in Stuttgart waren, die Ausgabe der Startnummern
schnell und problemlos ablief, und die Helfer sehr freundlich
und entgegenkommend waren. Die Pläne der Hallen waren auch gut, aber
einige Hinweisschilder mehr wären noch besser gewesen.
Die Zeit vor dem Start:
Auf dem Weg zum Start sah ich viele Läufer auf der verzweifelten
Suche nach einer Toilette. Vor denen in der Schleyer-Halle hatten sich,
wie bei solchen Großveranstaltungen leider üblich und wohl
unvermeidbar, bereits lange Warteschlangen gebildet. Überrascht war
ich, als ich dann sah, daß sich der Andrang bei den Dixi-Toiletten
im Startbereich in Grenzen hielt. Aber vielleicht haben viele diese erst
entdeckt, als sie ihr Gück schon in der Halle oder anderswo versucht
hatten. :-) Die Startaufstellung erfolgte in Startblöcken in der
Benzstraße hinter dem Gottlieb-Daimler-Stadion. Der Start des HM
wurde, vermutlich wegen des großen Andrangs und der Staus kurzfristig
um 10 Min. auf 10:30 Uhr verschoben, was ich erst im Startblock erfuhr.
Bei den Ansprachen, u.a durch OB Wolfgang Schuster, der auch den Startschuß
vornahm, erfuhr man, daß bis zum 10. Stuttgart-Lauf auch ein Marathon
angeboten werden soll. Bei dem Termin und den sommerlichen Temperaturen
im Juli frage ich mich allerdings, nicht nur im Hinblick auf den geplanten
Marathon, ob es nicht sinnvoll wäre, den Start früher zu machen
oder den Lauf auf Anfang Juni vorzuverlegen. Apropos sommerliche Temperaturen,
das Wetter war super und die Sonne lachte. Aber Temperaturen von über
25°C sind einfach nicht für Bestzeiten geschaffen. Kurzum es
war richtiges Freibadwetter! Die Stimmung am Start war dem Wetter entsprechend
auch spitze, und die Teilnehmer wurden mit viel Applaus auf die Strecke
geschickt.
Start:
Im Startbereich in der Benzstr. stand man aufgrund der Läufermassen
dicht gedrängt. Da sich jedoch viele nicht an die aufgehängten
Schilder mit der Einteilung der Läufer in Startblöcke nach Bestzeit
hielten und diese Einteilung auch nicht kontrolliert wurde, kam es beim
Start zu Behinderungen durch langsamere Läufer, die möglichst
weit vorne starten wollten. Aber dies läßt sicht wohl nur vermeiden,
wenn die einzelnen Startblöcke besser voneinander abgetrennt und
kontrolliert werden. Aber insgesamt fand ich den Platz dennoch ausreichend,
und das Starterfeld zog sich auf der breiten
Benzstraße schnell auseinander.
Strecke:
Die Strecke des Halbmarathons führte vom Start in der Benzstr. hinter
dem Gottlieb-Daimler-Stadion aus zunächst nach Untertürkheim,
dann durch Bad Cannstadt, weiter Neckar abwärts zum Stadtteil Hofen.
Dort ging es über die Neckarbrücke nach S-Mühlhausen. Von
hier aus ging es dann auf der anderen Seite des Neckar wieder zurück
Richtung Stadion. Dies war für mich der schönste Teil der Strecke,
da man überwiegend zwischen Neckar zur linken Seite und Weinbergen
zur rechten Seite entlang lief. Wo hat man bei einem Lauf in einer Großstadt
sonst ein Panorama mit Weinbergen?;-) Vorbei am Max-Eyth-See (habe leider
nur das Schild und keinen See gesehen) ging es dann nach S-Münster,
und von dort aus über den Neckar zurück nach Bad Cannstadt und
zurück zum Gottlieb-Daimler-Stadion, vor dem der Zieleinlauf war.
Die Strecke fand ich wirklich gut. Sie ist durchgehend asphaltiert, verkehrsfrei
und flach. Größere Steigungen gibt es keine und die maximale
Höhendifferenz beträgt, wie ich nachgelesen habe, 17 Meter.
Alles bestens. Die Stimmung an der Strecke war auch prima, an einigen
Stellen gab es sogar La Ola-Wellen. Auch den Zieleinlauf durch ein langes
Spalier begeisterter Zuschauer fand ich gut. Allerdings fehlten im Zielbereich
meiner Ansicht nach Absperrungen für die Zuschauer, da es dort sehr
eng zuging.
Verpflegung:
Auf der Strecke gab es ab KM 5 alle 2,5 KM Verpflegungsstellen mit Wasser
und Wannen für die Schwämme. Als Läufer, der im vorderen
Drittel des Feldes lief, muß ich sagen, daß es immer genügend
Becher und Wannen gab. Alles ohne großes Gedränge und reibungslos.
Allerdings hätte ich mich auf dem 2. Streckenabschnitt sehr über
ein Mineralgetränk oder ein Stück Obst gefreut. Bei KM 12,5
hätte es wohl auch Ultra Buffer geben sollen, aber außer den
Werbebannern der Fa. Ultra Sports und dem obligatorischen Wasser habe
ich leider nichts gesehen. Im Zielbereich gab es, als ich einlief noch
ausreichend Wasser, Mineralgetränk aus Brausetabletten und Obst (Bananen
und Äpfel), und das Gedränge hielt sich in Grenzen. Dabei hatte
ich allerdings den Eindruck, daß aufgrund der fehlenden Absperrungen
auch einige Zuschauer zugriffen. Jetzt kommt jedoch das große ABER:
Viele langsamere Läufer, die ich später traf, beschwerten sich,
daß es sowohl auf der Strecke, als auch im
Zielbereich nicht genügend Wasserbecher gab und sie teilweise gebrauchte
Becher aufheben und sich aus den Wannen für die Schwämme (mit
Beilage) bedienen mußten. Dies darf natürlich bei einem Lauf
dieser Größenordnung und gerade bei dieser Hitze nicht passieren.
Daran muß bis zum nächsten Mal gearbeitet werden.
Nach dem Lauf:
Wie o.a. war bei meinem Zieleinlauf alles bestens, auch wenn man meiner
Einschätzung nach Läufer und Zuschauer besser trennen sollte.
Bei langsameren Läufern gab es die bereits erwähnten Probleme,
wobei es nicht passieren darf, daß bei einem solchen Hitze-Lauf
jemand Durst leiden muß. Duschmöglichkeiten gab es um das Stadion
und die Halle herum genügend, und es war, trotz der Massen, sogar
noch warmes Wasser vorhanden, obwohl ich nicht sofort zum Duschen bin.
Die Zeitmessung erfolgte wie o. a. über den Champion-Chip, und die
Auswertung war recht schnell. Man konnte sich in der Schleyer-Halle kostenlos
Voraburkunden ausdrucken lassen, und dort wurden auch die Ergebnislisten
ausgehängt. Leider bestätigten sich hier meine Befürchtungen
bezüglich des
Chips, der offensichtlich vertauscht oder die Nummer falsch übertragen
wurde. Auf der Ergebnisliste habe ich mich gar nicht wiedergefunden, und
als ich mir unter Angabe meiner Startnummer eine Voraburkunde ausdrucken
ließ, kam eine Zeit von weit über 2 Stunden heraus, die einem
Gesamtplatz im hinteren Drittel des Feldes entsprach, aber laut Voraburkunde
belegte ich in der Klasse MHK den Rang 2 (!). Also ging ich wieder zum
Trouble-Desk (war ja nicht das erste Mal an diesem Tag), wo man mich noch
kannte und ich meine handgestoppte Zeit von 1:40:05 Std. hinterlegte.
Dort vertröstete man mich auf die Kameraauswertung des Zieleinlaufs
und die endgültige Ergebnisliste am Mittwoch im Internet oder der
Stuttgarter Zeitung. An der Siegerehrung habe ich dann trotz meiner Fabelzeit
und meines Podestplatzes (grins!!!) nicht teilgenommen, aber sie fand
wohl in den Katakomben der Schleyer-Halle nahezu unter Ausschluß
der Öffentlichkeit statt. Dies hätte man ruhig im Stadion im
Rahmen der DM vornehmen können. Apropos DM, als besonderes Bonbon
hatten die Teilnehmer des S-Laufs freien Eintritt zu den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften
am selben Tag im
Gottlieb-Daimler-Stadion. Diese Idee fand ich wirklich gut und fand es
schade, daß nicht mehr davon Gebrauch gemacht
haben.
Fazit:
Daß Quantität (Teilnehmerrekord) nicht immer gleich Qualität
ist, bewahrheitete sich für mich beim 8. Stuttgart-Lauf, wobei man
aus Fehlern schließlich lernen kann und auch muß. Daß
ich bei dieser Hitze keine Bestzeit laufen kann, war mir schon vor dem
Lauf klar, und daher habe ich versucht mit möglichst offenen Augen
durch Stuttgart zu laufe. Außer einem Sonnenbrand habe ich noch
einige neue Eindrücke von Stuttgart gewonnen, und der Lauf hat mir
trotz der o.a. Pannen gut gefallen. Jedenfalls versuche ich nächstes
Jahr wieder dabei sein, um zu sehen, ob die Veranstalter sich die Kritik
zu Herzen genommen haben und v.a. die langsameren Läufer besser versorgt
werden (mein Hauptkritikpunkt, auch wenn es mich nicht direkt betraf).
Allen Lesern und dem running-pur-Team wünsche ich weiterhin viel
Spaß am
Laufen!
Jens Hamann
BERICHT VON VAN ANTONIUS HOOF über den 8.
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Der 8. Stuttgartlauf ist mein persönlicher
zweiter. Das war im letzten Jahr ein rundum beglückendes Ereignis:
ein perfekt organisierter Lauf mit für mich persönlicher Bestzeit.
Mit Vorfreude bin ich daher an den Start dieses Laufes gegangen.
Zum ganzen Vorfeld des Laufes ist festzuhalten, dass die Information im
Internet sowie in der lokale Presse vorbildlich war (Gleiches Lob auch
für die Ergebnislisten nach dem Lauf). Die Verbindung mit den Deutschen
Leichtathletikmeisterschaften (freie Zugang zum Stadion für die Teilnehmer
des Laufes) fand ich persönlich sehr gelungen und habe sie entsprechend
auch ausgiebig genutzt.
Am Samstagnachmittag hatte ich mir die Startunterlagen abgeholt. Das dies
neuerdings in der Schleyerhalle organisiert war ist eine deutliche Verbesserung
relativ zum letzten Jahr. Alles konnte so ohne Raumnot und Gedränge
sehr entspannt geregelt werden. Die Weitläufigkeit der Halle führte
allerdings nun dazu, dass nicht auf Anhieb klar war, wo das versprochene
T-Shirt abzuholen war. Das kleine Hinweisschild war mir nicht aufgefallen
und erst auf Nachfrage beim Trouble Desk fand ich meinen Weg in die Katakomben
der Halle, wo außer die Shirt-Ausgabe auch eine kleine Hocketse
mit Getränken und Nudeln war. Die Bezeichnung "Nudelparty"
war allerdings wohl übertrieben. Nur wenige waren bereit für
eine sehr "überschaubare" Nudelportion eine doch recht
üppige Preis zu zahlen. Das angekündigte Sponsoring eines lokalen
Nudelherstellers ist somit wohl arg karg (oder sollte man sagen: "Schwäbisch"?)
ausgefallen. Insgesamt gab es dann dort mehr Sitzgelegenheit als Besucher.
Ein gut besuchtes Internetkaffee rundete das Angebot in der Halle ab.
Als leidenschaftlicher ÖPNV-fahrer habe ich meine Anreise zum Lauf
am Sonntag mit der U-Bahn nicht bereut. Das Automobilchaos rundum der
Schleyerhalle war groß und ich habe von vielen anderen Läufern
gehört, dass sie nur durch Sprung aus dem Wagen im Stau (Glücklich
die, die einen Fahrer dabei hatten) den Start noch rechtzeitig erreicht
hatten. Hier hätte Organisation und vor allem Polizei was besseres
tun können. Da ich bereits umgekleidet war, brauchte ich nur noch
zur Kleidungaufbewahrung. Die war bestens organisiert. Reibungslos ist
für mich sowohl die Abgabe als Rückgabe später erfolgt.
Die Startaufstellung zum Halbmarathon bot genug Platz für allen,
die Stimmung war prima. OB Schuster schickte uns alle um 10.30 (10 Min.
Verspätung) auf die Strecke.
Die Streckenführung hat sich im Vergleich zum letzen Jahr leicht
geändert. Nach der obligatorische öde Türkheim-Schleife
ist es immer wieder schön am Neckar laufen zu können. Leider
vermisste ich dann die anschließende Führung duch das Ortsinnere
(Fußgängerzone) von Canstatt. Stattdessen wurden wir etwas
aussen herumgeführt. Leider musste in diesem Jahr auch der Einlauf
in das Daimlerstadion durch das Marathontor entfallen. Zu hoffen ist,
dass dies im nächsten Jahr wieder im Programm ist, ist es doch ein
absoluter Höhepunkt des Laufes. Zieleinlauf war diesmal auf der breiten
Straße vor dem Stadion. Leider hat die Organisation hier kein gutes
Konzept gehabt. Als ich nach 1:46:43 einlief, war das Chaos dort perfekt.
Ein komplettes Durcheinander von Läufern und Zuschauern. Auf Anhieb
war die Verplegung nicht zu finden. Und als ich wusste wo, war die Frage,
wie dorthin gelangen? Nur Drängelei und Durcheinander auf kleinstem
Raum bei größter Hitze. Hier hätte m.E. ein Konzept mit
Absperrungen (wie z.B. in Berlin) erarbeitet werden müssen. Wenn
aber im nächsten Jahr wieder das Ziel im Stadion ist, kann sich das
Problem so nicht mehr ergeben. Das Durcheinander hatte wenigstens für
mich noch was gutes. Die meisten haben den Weg zu Ruhe in einem unterbelegten
Umkleideraum mich frisch machen. Eine bessere Auslastung dieses knappen
Gutes müsste man allerdings doch organisatorisch im Griff kriegen
können.
Zur Verpflegung auf der Strecke ist zu sagen, dass sie nur mit einigem
Wohlwollen die Note "bestanden" erreichte. An einigen Stellen
war der Andrang so groß, dass nicht immer allen Läufern zügig
bedient werden konnten. Hier kamen wohl zwei Faktore zusammen: die große
Anzahl der Teilnehmer und die große Hitze. Ich habe mich während
des Laufes schon gewundert, dass erstens bei der Hitze keine weitere Wasserstellen
eingerichtet wurden bzw. zweitens die Versorgung immer nur auf einer Straßenseite
organisiert war. Die Publikumsbeteiligung auf der Strecke ist in diesem
Jahr recht bescheiden geblieben. Ob es wegen des zu schönen Wetters
war? Das Wetter machte übrigens nicht nur mir in Punkto gute Endzeit
einen Strich durch die Rechnung. Einigen Läufern hat es auch richtig
"von den Beinen gehauen". Hier mal ein Lob für die Ersthelfer,
die ich vorbeilaufend bei der Arbeit zuschauen konnte.
OB Schuster kündigte kurz vor dem Start an, dass man in zwei Jahren
einen Marathon plane. Schön und gut, aber Anfang Juli werde ich den
bei solchen Temperaturen nicht laufen. Erst recht nicht wenn die Organisation
uns erst dann losschickt, wenn das Thermometer schon recht kräftig
hochschießt und man in der größten Tageshitze laufen
muß. Auch das Publikum muß bein einem Marathon wohl besser
mobilisiert werden. Fazit. Trotz einiger punktuellen Kritikpunkten war
es auch diesmal ein schöner Lauf. Die Meisterschaften waren einen
schönen Ersatz für den Stadioneinlauf. Die Schleyerhallelösung
ist gut und ausbaufähig (Bessere Beschilderung, Nudelparty). Die
Streckenverplegung kann sich noch steigern. Zum Halbmarathon möchte
ich auch im nächsten Jahr wieder gerne dabei sein.
BERICHT VON BERND GRIESINGER über den 8.
Stuttgart-Lauf
][
zu Testberichten anderer
Veranstaltungen ][
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Hamann ][ van Antonius
Hoof ][ Berd Griesinger
][
Liebes Running-Pur-Team,
mit etwas Abstand hat mir der 8. Stuttgart-Lauf sehr gut gefallen. Ich
werde im nächsten Jahr auf alle Fälle wieder teilnehmen. Ich
denke, dass Volker Rose (Projektleiter Stuttgart-Lauf) die 3 Hauptkritikpunkte
(Verkehrsstau, Wasser-versorgung, fehlende Startblöcke) im nächsten
Jahr im Griff hat. Dann steht einem Super-Lauferlebnis nichts mehr im
Wege. Auf der Homepage des Stutt-gart-Lauf hagelte es nur so von Kritik.
Kurz nach dem Lauf war das negative auch viel intensiver vorhanden als
die wirklich toll organisierten Dinge. Daher folgt der Bericht auch erst
heute. Die Information im Vorfeld waren optimal. Sowohl die Homepage,
als auch der Newsletter haben mich sehr gut informiert. Klasse war auch
der Infobrief (hat jeder Teilnehmer in der Woche vor dem Lauf erhalten),
mit dem man auf dem Cannstatter Wasen kostenlos parken konnte. Allerdings
sollten die öffentlichen Verkehrsmittel im nächsten Jahr besser
vorgehoben werden. Vielleicht ist sogar eine kostenlose Nutzung der U-Bahn
machbar. Ich nutzte am Samstag auch die Gelegenheit um bei den Deutschen
Leichtathle-tikmeisterschaften (kostenlos !!) zuzuschauen. Die Ausgabe
der Startunterlagen erfolgte äußerst übersichtlich in
der Hans-Martin-Schleyer-Halle. Die Orientie-rung war problemlos. Die
Unterlagen enthielten auch wirklich alle Informationen, die die über
15.000 Teilnehmer des Stuttgart-Laufs benötigten. Toll. Auch auf
der "Hocketse" gab es genügend Platz.
Der Sonntag begann dann weniger gut. Wollte eigentlich
bereits 1,5 Stunden vor dem Start in Stuttgart sein, aber die Laufstrecke
war bereits ab ca. 8 Uhr ge-sperrt. Hier fehlte leider die Info in den
Startunterlagen. Zum Glück kannte ich mich aus und war auch schon
gegen 9 Uhr in der Nähe des Parkplatzes. Da die Zufahrt nur über
die B10 möglich war (die andere Straße war ja schon gesperrt),
gab es ein Riesenchaos. Einzelne Läufer sind bereits
aus dem Auto ausgestiegen, um zum Start zu joggen. Die haben wohl am Volkslauf
teilgenommen. Ich habe dann einen anderen Parkplatz gewählt, der
zwar 3 KM vom Start entfernt war, aber so kam ich immerhin schon 20 Minuten
vor dem Start an. Leider konnte ich so nichts mehr von den anderen Läufen
mitbekommen. Für das nächste Jahr soll-te die Strecke vielleicht
so modifiziert werden, dass die Läufer den riesigen Parkplatz problemlos
anfahren können. Außerdem könnte sich die Polizei mal
ein paar Gedanken hinsichtlich der Verkehrsführung machen. So wie
ich hörte deu-tete sich das Chaos im letzten Jahr schon an. Erfahrungen
sollte eigentlich vor-handen sein (Gottlieb-Daimler-Stadion !). Die Zeit
hat trotzdem noch gut gereicht. Außerdem reagierte der Veranstalter
sehr schnell und verschob den Start um 10 Minuten. Die Kleiderabgabe funktio-nierte
reibungslos. Für das wichtigste "Bedürfnis" vor dem
Lauf musste kaum gewartet werden. Auch die letzten Minuten vor dem Start
war an den WC-Häuschen kaum eine Schlange. Toll organisiert! Dann
gings endlich los. Entlang der Startgeraden waren Schilder mit Zielzeiten.
Die Läufer/innen sollte das als Orientierung für den Startplatz
dienen. Sollte.... Denn obwohl die Echtzeit gemessen wurde, waren sehr
viel langsame Läufer ganz weit vorne. Für mich war das ärgerlich,
da ich das erste Drittel nur mit Überho-len beschäftigt war.
Sogar einen Walker durfte ich überholen !!! Ich hatte mir eine Zeit
von unter 1h35 vorgenommen. Das war nach 5 KM schon passé. Danach
konnte ich endlich meinen Laufrhythmus finden. Einführung von richtigen
Start-blöcken inkl. einer konsequenten Kontrolle. Die Anzahl der
Verpflegungsstationen war optimal. Aufgrund der Läufermasse macht
es im nächsten Jahr Sinn, die ersten 2 Stationen auf beiden Seiten
der Laufstrecke einzurichten. Toll waren die stabilen, großen Pappbecher.
Vielleicht dennoch nur zur Hälfte füllen, dann geht weniger
daneben. Ein riesen Dank an die Helfer, die die Läufer super unter-stützten
und sogar zur Getränkeübergabe mitliefen.
Die tolle, flache Strecke war mit 4 kurzen knackigen
Anstiegen gespickt. Aller-dings konzentrierte sich das Zuschauerinteresse
doch nur auf bestimmte Streckepunkte. Vielleicht auch durch die frühzeitige
Streckensperrung begründet. Kurz vor dem Ziel dann Gänsehautfeeling,
denn die letzten 100 Meter führten durch eine łTour-de-France-Gasse.
Für mich war das Ergebnis zu diesem Zeit-punkt nur noch zweitrangig.
Ca. 1 KM vor dem Ziel torkelte mir ein Läufer mit starrem Blick entgegen.
Sofort hielt ich nach Sanitätern Ausschau, denen ich Bescheid gab.
Kompliment also auch an die vielen Sanis, die bei diesem Wetter bestimmt
viel zu tun hatten. Weiter ging es nach dem Ziel mit der Verpflegung.
Das besondere waren diesmal die kleinen Becher und die vielen Nichtläufer.
Auch fehlte etwas die Übersicht (Wo gibt es was?). Da gibt es noch
Verbesserungspotential.
Die Rückgabe der Kleiderbeutel dauerte etwas länger. Das habe
ich im hohen Norden schon besser erlebt. Eine bessere Sortierung der Beutel
vereinfacht das Auffinden. Die Duschmöglichkeiten waren ausreichend.
Keine Wartezeiten und vor allem auch warmes Wasser.
Alles in allem ein tolles Lauferlebnis. Wenn man
bedenkt, dass man für den ei-gentlich Organisationsbeitrag von 30
DM (!!!) auch noch ein Erinnerungs-Shirt erhält ist schon bemerkenswert.
Etwas mehr Startgeld und dafür die kostenlose Nutzung der U-Bahn
und eine Nudelparty.
Ich bin mir sicher, dass die Veranstalter die Mängel im nächsten
Jahr im Griff haben. Daher freue ich mich schon auf meine Teilnahme beim
9. Stuttgart-Lauf 2002.
Bernd Griesinger
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