Testläufer berichten vom Kernberglauf am 20. 10. 2001

Kernberglauf 2001

Für running-pur waren Testläufer bei dieser Veranstaltung unterwegs. Sie sammelten Eindrücke, blickten hinter die Kulissen, um Ihnen, lieber Leser, ein Bild von der Qualität, dem Ambiente und der Stimmung zu verschaffen.
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BERICHT VON ANDREAS BIDMON über den Kernberglauf
][ zu Testberichten anderer Veranstaltungen ][
][ Andreas Bidmon ][ Claudia Müller ][ Arno Ritter][Ulrich Boddien][


25. Kernberglauf in Jena, 20.10.2001
Verdammt, der Wecker klingelt. Wieder mal zu früh. In drei Stunden geht es los. Erst mal einen Blick aus dem Fenster riskieren. Auch das noch. Nebel! Hoffentlich gestaltet sich das bis 11:00 Uhr noch freundlicher. Was zieh ich dann am besten an? Na ja, erst mal aus den Federn, Frühstück. Die letzten Kohlenhydratreserven auffüllen. Ob es jetzt noch was bringt? Die Laufbücher sagen es jedenfalls. Und trinken, trinken. Dann der letzte Check-up: die richtigen Socken, Schirmmütze, Brille, Uhr. Alles perfekt. Noch mal in den Körper reinhorchen. Bis jetzt auch noch alles im grünen Bereich. Und das Ganze eigentlich im Doppelpack. Meine Lebensgefährtin Carola läuft auch mit. Die Aufregung schlägt bei ihr auf den Magen. Die Tochter versucht zu beruhigen. Hilft aber nicht viel. Die Zeit wird knapp. Also, dann los.
Im Startbereich ist schon die Hölle los. Sind zum Glück aber noch 90 Minuten bis zum Start. Unterlagen holen. Der Gang zur Toilette gestaltet sich zur unendlichen Geschichte. Noch ein bisschen Traubenzucker, ein Isogetränk. Meine Entscheidung fällt auf kurze Laufkleidung, wie sich später herausstellt - eine gute Wahl. In 10 Minuten geht's los. Ab in den Startgarten. Dort tummeln sich schon über 1200 Läuferinnen und Läufer. Der Älteste: 80 Jahre. Große Klasse! Diese Mutigen werden 4,2, 15 oder 27 km in den Jenaer Kernbergen unter ihre Füße nehmen. Alle warten auf den Startschuss!? Die Polizei schafft es nicht, den ersten Kreuzungsbereich abzusperren. Das kann jetzt dauern! Und plötzlich geht es los. Schnell noch die Uhr drücken. Und ab.
Die ersten Kilometer wollte ich eigentlich ganz ruhig angehen? Ehrlich gesagt eigentlich nicht. Aber die riesige Läufermasse lässt jetzt meinen ursprünglichen Plan Wirklichkeit werden. Es geht nur schwer vorwärts. Die erste Steigung - wenn man schon davon reden kann - verschafft mir dann doch ein bisschen Luft. Jetzt aber trotzdem nicht überpowern. In Wöllnitz, bei km 2, wird es dann richtig schwer. Fühle mich noch wohl. Genieße es, hier zu laufen. Wöllnitz. Ab hier kracht es dann so richtig. Bis km 6,1 nur noch bergauf. Jetzt wird es zeigen, ob das Training der letzten Wochen "berggerecht" war. Immer schön ruhig. Warum geht es so leicht, so schnell? Die anderen sind doch auch nicht schlecht. So langsam komme ich offensichtlich in den Bereich der Läufer, die mit mir in einer "Leistungsklasse" laufen. Das Überholen geht nicht mehr so leicht. Die Oberschenkel? o.k. Die Knie? o.k. Blasen gelaufen? Fehlanzeige. Noch. Jetzt kommt mein Hammeranstieg. Noch 1 km bis zur Verpflegungsstelle. Bis zum höchsten Punkt. Es tut weh. Komm, reiß dich zusammen. Den anderen geht's auch nicht anders. Gleich geschafft. Viel höher darf es jetzt aber nicht mehr gehen. Das rettende Schild: 200 m bis zur Verpflegungsstelle. Geschafft. Soll ich was trinken? Ach was. Wieder einmal denke ich an Carola, wo sie wohl jetzt ist? Hoffentlich trinkt sie hier ein paar Schluck. Die Sonne meint es ja inzwischen auch sehr gut mit uns. Aber auch sie hat gut trainiert. Traut sich nur manchmal ein bisschen zu wenig zu. Vielleicht wird es nach dem heutigen Lauf anders. - Ab jetzt geht es fast nur noch bergab. 8,9 km bis zum Ziel. Also weiter. Den richtigen Rhythmus bergab finden. Die Knie halten hoffentlich! Hinter mir ist kein Schnaufen zu hören. Das bleibt so? Und vor mir ein ganzer Schwarm von Läufern. Prima. Wenn ich nach dem Abstieg in Wöllnitz ö bis zum Ziel noch 2,5 km ö noch Kraft habe, kann ich bestimmt den einen oder anderen noch schnappen. Denn hier auf der sogenannten Horizontalen kann ich bei dem irrsinnigen Tempo bestimmt keinen überholen ö so geht es mir durch den Kopf. Das leicht abschüssige, manchmal wellige Terrain bietet jetzt auch mehr Gelegenheit, die wunderbare Aussicht auf bzw. über Jena zu betrachten. Von genießen zu reden, wäre wohl aber leicht übertrieben. Irgend etwas komisches passiert hier. Ich komme langsam aber stetig an die vor mir laufenden Kollegen heran. Und ich hole den ersten, den zweiten. Nur nicht übermütig werden. Denk an die letzten 2 km - flaches Gelände. Da können mich die anderen wieder holen, wenn ich keine Kraft mehr habe. Was ist das? Da stoppt plötzlich einer und hält sich mit Mühe an einem Baum fest und den Inhalt seines Magens nicht mehr bei sich. Oh, oh. Ich habe in der Vorbereitung auch an so was gedacht. Aber ich bin gut trainiert. Die Erfahrung von vielen Marathon- und Triathlonwettkämpfen lässt mich dies sicher vermeiden. Kurz vor Wöllnitz noch so ein gemeiner, kurzer Anstieg. Jetzt tut es so richtig weh. Den anderen aber zum Glück auch, oder? Auf jeden Fall.
..Wöllnitz. Nur noch flach. So langsam registriere ich auch die Anfeuerungsrufe und das Klatschen der vielen Zuschauer. Ist schon Klasse, wie die einen noch mal nach vorn peitschen können. Ich rede mir zu: komm, lauf locker, lange Schritte, gleichmäßig atmen. Ich lass einfach nicht zu, dass die Beine schwer werden. Noch ein paar Kurven und das Zielband ist zu sehen. Schnell noch die Magnetkarte und das war‚s auch schon. Geschafft. 1:05:00. Bin ganz zufrieden. Jenny, die Tochter, ist da und reicht mir schon ein Getränk. Danke. Mit dieser Zeit in der AK 40 Platz 3 und Gesamt 54-ter. Nach 1:24 Std. kommt auch Carola ins Ziel. Eine schmerzende Hüfte hat sie sicher ein paar Minuten gekostet. Aber wir sind beide zufrieden und uns einig: ein klasse Lauf. Gut organisiert. Nur zu empfehlen. Vor allem für den oder die, die es auch bergig mögen. Aber so richtig bergig! Also dann bis zum nächsten Jahr wieder in Jena.
Andreas Bidmon
TSV Blau-Weiß Torgau


BERICHT VON CLAUDIA MÜLLER über den Kernberglauf
][ zu Testberichten anderer Veranstaltungen ][
][ Andreas Bidmon ][ Claudia Müller ][ Arno Ritter][Ulrich Boddien][


Kernberglauf ö Alle Jahre wieder?
Als ich im vergangenen Jahr zum ersten Mal im Ziel des Kernberglaufes war, stand für mich schon fest, dass ich auch im nächsten Jahr dabei sein wollte. Warum auch nicht, denn so schlimm war es ja nicht...10 Tage vor dem Lauf in diesem Jahr fragte ich einen Kollegen, der erst vor Kurzem seinen ersten Marathon (in Berlin) hinter sich gebracht hatte, ob wir uns denn zum Kernberglauf sehen würden, worauf er scherzhaft meinte, da liefen doch nur die Härtesten...Wenn man betrachtet, dass meine Vorbereitung bis dato nicht die beste war, mag ein Fünkchen Wahrheit dahinter stecken. Unmittelbar vor dem Lauf plante ich jedoch eine Woche Urlaub! Bei strahlendem Sonnenschein liefen und radelten wir und konnten auch die Strecke testen Zu meiner Überraschung war sie ganz anders, als ich sie ursprünglich in Erinnerung hatte. Es ging die ersten Kilometer stetig bergan, und dann der Anstieg vor dem Verpflegungspunkt war doch der Hammer und für mich im Training nicht zu überwinden. So war ich also kurz vor dem Lauf gar nicht mehr so optimistisch.
Und dann war Samstag. Bei 8°C und Nebel fuhren wir zum Start. Für auswärtige Läufer gab es gar kein Hinweisschild, dachte ich. Aber das Stadion, in dessen unmittelbarer Nähe sich der Start am Universitätssportzentrum befindet, würde wohl jeder finden. Das Gerangel in den Umkleideräumen war ätzend und die langen Schlangen vor den Damentoiletten nervenaufreibend. Wir schafften es eben noch so, uns einen einigermaßen vernünftigen Startplatz zu sichern, denn immerhin wollten sich mehr als 1100 Läufer über 4,3km, 15 und 27km auf den Weg machen. Inzwischen schien die Sonne und ich hegte leichte Zweifel an meiner langen Beinbekleidung. Und dann plötzlich ging es los, eine zähe Masse von Läufern setzte sich in Bewegung. Einige konnten wohl anfangs nur gehen, andere suchten sich mühsam ihren Weg durch das Gewühl...und ich mittendrin, etwas abgeschreckt von der für mich riesigen Menge. Irgend ein sinnvolles Ziel hatte ich schon nicht mehr, ich wollte bloß noch ankommen und das nicht als Letzte, alles andere war unwichtig. Und wie schon im vergangenen Jahr wurde ich anfangs häufig überholt. Sollen sie doch, dachte ich, der entscheidende Anstieg kommt noch und da werden wir ja sehen. Nachdem ich die ersten Kilometer bis Wöllnitz eher mit der großen Menge mitgetrottet war, gab es erste Läufer, die am Anstieg zum Fürstenbrunnen im Pennikental ins Gehen verfielen. Na bitte, dachte ich, das machŒste nicht! Nun kam für die 15km-Läufer die Gabelung nach links und damit der von mir gefürchtete Anstieg. In kleinen Schritten aber immer noch laufend erklomm ich den Berg, der auf 1km noch mal etwa 100m Höhenunterschied aufweist. Sozusagen über Stock und Stein muß man sich hier regelrecht den Weg bahnen, vorbei an gemütlich gehenden Läufern, die munter schwatzend zusätzlich hinderlich für die noch Laufenden waren. Nicht aufgeben, dachte ich, da oben (nach etwa 360m Höhenunterschied insgesamt) wartet die Verpflegungsstelle auf dich. Und dann war es endlich geschafft. Unter dem Beifall von freundlichen Wanderern, die uns Läufern übrigens auch an anderen Wegkreuzungen Mut machten, erreichte ich die Lichtung und griff zu einem Becher ³Power bar„. Für all die ausreichende und vielfältige Verpflegung wie Banane, Apfel usw. nahm ich mir keine Zeit. Ich rannte weiter, denn jetzt hatte ich, so dachte ich wenigstens, das Schlimmste überstanden. Am Hinweisschild ³noch 8,9 km„ schaute ich auf die Uhr und wusste, es ist eine bessere Zeit als im vergangenen Jahr drin. Da packte mich der Ehrgeiz wieder! Es ging nun überwiegend leicht bergab durch schattigen Wald und ich ließ mich nicht nur trudeln, ich rannte kräftig mit, zum Teil auf der Überholspur, was bei den etwas engen Wegen nicht immer einfach war. Da blieb keine Zeit, um den herrlichen Blick bei schönstem Wetter von hoch oben in das Jenaer Saaletal zu genießen, geschweige denn daran zu denken, was wohl passieren würde, wenn man hier auf schmalen Pfad daneben tritt...Selbst die Warnung bezüglich Rutschgefahr auf nassen Laub, obwohl das stellenweise beiseite geräumt war, hielt mich nicht davon ab, sozusagen die Beine in die Hand zu nehmen...und dass es wirklich gefährlich war, merkte ich daran, dass vor und hinter mir Läufer stürzten, offensichtlich aber ohne größere Folgen. Inzwischen hatten wir das Schild ³6 km bis zum Ziel„ passiert. Ein Blick auf meine Uhr verriet mir, dass ich noch auf ³Bestzeitkurs„ war. Links am nun wieder befestigten Wegrand stand ein Krankenwagen und ich rief meinem ärztlichen Kollegen fröhlich zu, er solle lieber mitlaufen, anstatt hier am Wegrand rumzustehen*, was meinen umgebenen Mitläufern zu etwas Heiterkeit verhalf. Aber die verging zumindest mir rasch, als der letzte, zwar nicht überraschende und wenn auch nur kleine Anstieg mir scheinbar die restlichen Kräfte raubte ö das warŒs dann wohl, ade Bestzeit, ging es mir durch den Kopf ! Nach dem Trab über die Brücke waren es noch etwa 2 flache Kilometer bis ins Ziel, die schienen unendlich. Obwohl ich mich noch einmal zusammenriss, war es mir am Ende ³Wurscht„, von diesem oder jenen so kurz vor dem Ziel überholt zu werden, eine Frau Ak 35 war jedenfalls nicht mehr dabei...und schließlich war es doch eine bessere Zeit als im vergangenen Jahr über die ich mich als 433ste freuen konnte und mit mir mein Freund, der schon 20 min eher im Ziel war, und meine Tochter, die ganz erstaunt war, denn sie hatte noch gar nicht mit mir gerechnet. Und nun steht schon fest, auch im nächsten Jahr möchte ich dabei sein und noch besser laufen, vielleicht unter 1h20min? Während ich mir das so überlegte, saßen wir auf der Wiese in der Sonne, ließen uns Suppe, Bratwurst, Kuchen, Kaffee usw. schmecken und staunten über die Siegerzeiten, zollten dem ältesten Teilnehmer mit über 80 Jahren Beifall als er nach 15km munter das Ziel erreichte und den ersten Läufern und Läuferinnen, die die 27km bezwungen hatten ... und mit uns viele andere auch!
*Wie ich später erfuhr, musste er dort einem Läufer erste Hilfe leisten, was aber unproblematisch möglich war.
Mit freundlichen Grüßen
Carola Müller


BERICHT VON ARNO RITTER über den Kernberglauf
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Es war ein wunderschönes Rennen. Hier mein Bericht.

Für den 25. Kernberglauf scheute ich als ehemaliger "Jenenser" die weite Anreise von Karlsruhe aus nicht. Für dieses Großereignis gab es eine gewaltig Resonanz, aus dem In- und Ausland kamen die Startmeldungen. Die Informationen und Anmeldung liefen über Internet einwandfrei. In der Ausschreibung lagen auch Informationen über Anfahrt und Laufstrecke bei. Der Anfahrweg war in Jena nicht ausgeschildert und in der Stadt sah man keine Plakate, das fand ich nicht gut. Genügend Parkplätze hatte es etwas abseits. Zur Startnummer gab es die gleiche Nummer für die Gepäckaufbewahrung und eine Magnetkarte für den Zieleinlauf. Nachmeldungen waren gut möglich. Neben dem Schülerlauf und der Wanderung war es ein richtiges, kleines Volksfest und eine tolle Stimmung. Schlagartig verzog sich um 11 Uhr zum Start der Nebel und bei Sonnenschein (etwa 13°C) gingen 1100 Läufer/innen am 20.Oktober 2001 unter Beifall der Zuschauer auf die Strecke. Schnell zog sich das Feld auf dem kurzen, ebenen Teil (2 km) auseinander, danach stieg der Waldweg an. Am Fürstenbrunnen zweigte die große Strecke (27 km) ab - ich hatte mich für die 15 Kilometer entschieden. Auf nur wenige Kilometer war der gesamte Aufstieg von 240 Höhenmeter zu meistern. Die starke Steigung zwang uns zum Gehen. Am Gipfel befand sich am Steinkreuz eine Verpflegungsstelle mit Früchtetee, Elektrolyt- und Erfrischungsgetränke. Nun wurden auch die Kilometer angezeigt, welche vorher fehlten. Im Gänsemarsch liefen wir auf schmalem Bergpfad durch den bunten Herbstwald. Von der Horizontale hatten wir einen phantastischen Fernblick. Die 240 Höhenmeter (große Strecke 2 x 240 m) sind für einen Berglauf nicht viel, aber die Aussicht auf das Saaletal und Jena waren einmalig. Hier oben auf der Horizontale war ich vor knapp 50 Jahren als Junge gewandert, doch heute liefen wir schneller. Der schmale, ausgesetzte Steig erforderte Konzentration. Beim Abstieg war wegen Rutschgefahr höchste Vorsicht geboten. Doch diese Erschwernisse machen die Würze eines Geländelaufes aus. In einem Hohlweg war sogar der Wald gefegt. Wir näherten uns dem Tal und liefen an der Saale unter Beifall dem Ziel entgegen. Im Ziel bekam jeder eine Jubiläumsmedaille und bald wurden die Ergebnislisten ausgehängt. Auch jetzt gab es reichlich zu trinken und gratis eine Suppe. In den Umkleideräumen im Sportzentrum ging es sehr eng zu. Der
Minisportmarkt bot nicht viel, um so mehr fanden die echten Thüringer Bratwürste Absatz.
Fazit: Eine großartige Veranstaltung, die weit über Jenas Grenzen beliebt ist!
Siehe auch: www.kernberglauf.de
Mit sportlichen Grüßen
Arno Ritter


BERICHT VON Ulrich Boddien über den Kernberglauf
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Für mich als Läufer aus dem Norden,aber nicht ohne Erfahrungen im Berglauf,war dieser Lauf eine erneute Herausforderung um meine Form zu testen.Der Streckenplan löste bei mir großen Respekt vor diesem Lauf aus.
Mit erfolgtem Startschuss verschwand der Nebel und die Kernberge zeigten sobald,für alle Läufer sichtbar,ihr wahres Gesicht.Eine Läufertraube,es war eine Rekordbeteiligung,setzte sich in Bewegung um den Anstieg unter die Füße
zu nehmen.Auf den ersten Kilometern ging es gleich zur Sache.Den ersten Schreck bekam ich nach dem sich die 15 km Läufer am Fürstenbrunnen im Pennickental von den 27 km Läufern verabschiedeten und wir im steilen Anstieg das Südplateau der Wöllnisse erreichten.Die Entschädigung für diese Strapazen folgte nach etwa 10 min.Lauf auf kurvenreichen Waldwegen.
Mir und allen anderen Läufern bot sich bei herrlichstem Herbstwetter ein toller Blick auf das Landschaftsschutzgebiet"Mittleres Saaletal". Kurz danach ging es steil bergab nach Drackendorf.Lange Pause ist aber nicht, denn der nächste Anstieg stand bevor.Da ich aus dem Streckenplan wusste,das die ersten 15 km die härtesten sind,teilte ich mir die Kräfte bis dahin dementsprechend ein. Ab da ging es im allgemeinen nur noch bergab.Ich musste bei hohem Tempo höllisch aufpassen,dass ich nicht über Wurzeln oder Steine stürze.Nachdem ich die Fußgängerbrücke überquerte,war das Ziel nicht mehr weit.
Im Ziel(Universitätssportzentrum)herrschte eine tolle Atmosphäre und ich wurde mit viel Beifall ins Ziel getragen.Dort kam ich als Gesamtfünfter der 27 km-Konkurenz an. Für mich "Nordländer"ist das Ergebniss Super.Trotz oder
gerade wegen der anspruchsvollen Strecke und der guten Organisation (Anmeldung,Gepäckaufbewahrung,Versorgung,zügige Siegerehrung)werde ich auf jeden Fall wieder kommen.