Testläufer berichten vom Ingolstädter Halbmarathon am 12. 5. 2001

Premiere Ingolstadt Halbmarathon 2001

Für running-pur waren Testläufer bei dieser Veranstaltung unterwegs. Sie sammelten Eindrücke, blickten hinter die Kulissen, um Ihnen, lieber Leser, ein Bild von der Qualität, dem Ambiente und der Stimmung zu verschaffen.
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BERICHT VON ALOIS PORTZ über Premiere des Ingolstädter Halbmarathons
][ zu Testberichten anderer Veranstaltungen ][
][ Alois Portz ][ Wolfgang Köster ][ Martin Bauer ][ Robert Kowalik ][ Martin Schöll ][


Hallo running-pur Team,
zuerst einmal bedanke ich mich dafür, dass ich als Testläufer für den 1. Ingolstädter Halbmarathon ausgewählt wurde. Hier gab es dann einige Kommunikationsprobleme, da bei mir die entsprechende email nicht eingetroffen ist. Aber letztlich hat dann doch alles geklappt.

Ganz am Anfang meines Testberichtes möchte ich gleich festhalten: Im nächsten Jahr bin ich in Ingolstadt wieder dabei. Denn wenn man bei einem Halbmarathon von einem Laufevent oder einem Laufereignis sprechen kann, dann bei dieser Erstauflage des Ingolstädter Halbmarathons. Ich selber habe eine in seiner Atmosphäre und seinem Ambiente vergleichbaren Lauf noch micht erlebt.
Dazu trugen viele Faktoren bei: das äußerst schöne Wetter, dass viele Famielien dazu anregte die laufenden Familienmitglieder zu diesem Lauf zu begleiten, die äußerst kurzweilige und abwechslungsreiche Strecke, aber insbesondere der überall zu spürende Enthusiasmus der Veranstalter und Zuschauer im Vorfeld und während des Laufes. Überall wo man hinschaute spürte man förmlich, wie sich die Veranstalter bemühten ein Laufereignis durchzuführen, bei dem jeder auf seine Kosten kommt. Und das hat sich gelohnt. Die gegenüber meinen bisherigen Läufen ganz besondere Atmosphäre wurde durch die Zuschauer geschaffen. An der gesamten Laufstrecke, die über 3. Runden durch die Ingolstädter Altstadt und Parkanlagen verlief, flankierten begeisterte und zu begeisternde Zuschauer die Strecke.
Da war eine Trommelgruppe, Cheer-Girls oder ganz einfach einzelne Zuschauer, die jung und alt, egal wie schnell tatkräftig anfeuerten. Und die Laufstrecke selbst, ca. 1/3 auf innerstädtischen Straßen, in der Fußgängerzone und 2/3 in iden Ingolstädter Parkanlagen war äußerst attraktiv. Viele Kurven mit abrupten Richtungswechseln, kurze oder auch längere kleine Steigungen, Flußquerungen Unterführungen etc. ließen beim Läufer keine Langeweile aufkommen. Der Läufer wurde einfach mit einer Vielzahl von Eindrücken konfrontiert, die einen gar nicht an die vielen Kilometer denken ließen, die da vor einem Lagen. Man schleppte sich nicht von einem Kilometer zu anderen, man wurde von der abwechslungsreichen Kulisse getragen. Für einen Halbmarathon in einer Stadt war das für mich äußerst überraschend, da ich eigentlich nicht ein allzu großer Freund von Stadtläufen bin. Und das ganze führte dazu, dass ich am Schluß erst einmal am Ziel vorbei lief, wobei dafür aber auch mein Laufstil beitrug. Denn ich fordere die Zuschauer auch immer wieder auf die Läufer zu unterstützen. Und da die Zuschauer im Zielbereich dieser Aufforderung keine
Absage erteilten, sondern bereitwillig aufnahmen, habe ich meine Zieleinlauf verpaßt und mußte nochmal 100 Meter zurücklaufen. Doch da aufgrund der äußeren Bedingungen sowies keine Bestzeit für mich möglich war, war dieser kleine Lapsus nicht tragisch. Es war für mich ein bisher noch nicht dagewesenes Laufereignis.

Nun aber sicherlich wollt Ihr nun auch ein paar Worte zur Organisation des Laufes hören. Ich möchte vorausschicken, dass dies der 1. Ingolstädter Halbmarathon, d.h. eine Premier war. Wer sich hier anmeldet und erwartet, dass alles ohne kleine Pannen abläuft, der ist sicherlich fehl am Platz und sollte siene Anmeldung vergessen. Hier soll und muß ein jeder Verständnis aufbringen, insbesonder wenn sich die Veranstalter durch die überaus günstigen Voraussetzungen mit Nachmeldungen überhäuft sieht. Ich glaube, es sollen letztlich um die 2000 Läufer gewesen sein. Und die
Veranstalter selber haben auch mit allen Mitteln versucht auftretende und mögliche zu erwartende Mängel oder Probleme zu beseitigen. Aufrufe über Lautsprecher forderten die Läufer auch dazu auf diesbezüglich Verständnis zu zeigen. Und so viel ich mitbekommen habe, wurde dies auch allgemein getan. Ich selber bin durch eine Doppelanmeldung ebenfalls Opfer einer kleinen Panne geworden, doch die wurde vom Veranstalter wie gesagt, unverzüglich und schnell aus der Welt geschafft. Der Start- und Zielbereich des Halbmarathons lagen ca. 500 m auseinander, Das war aber auch notwendig, weil im Zielbereich der Start einer derartgen Veranstaltung nicht möglich gewesen wäre. Der Zielbereich lag in einem Parkgelände und ist aufgrund der infrastrukturellen Bedingungen (2 große Hallen) dafür sicherlich sehr gut geeignet. Doch für die Läufer, wenigstens aus meiner Sicht, ist der Zielberich nicht ganz so optimal. Die letzten 500 m sind durch viele Richtungsänderungen und Untergrundwechsel geprägt, dazu ist die Zielgerade äußerst kurz. das kommt mir nicht so entgegen. Da sollte man sich meines Erachtens noch was überlegen.
Und noch ein zweites. Im Beriech der Zielgeraden hätte man durch ein Trennband (o.ä.) die eigentliche Rundentrasse von der Zielgeradentrasse rechtzeitig abtrennen sollen. Das war, neben meiner bereits geschilderten Begeisterung, auch ein Grund dafür, dass ich das Ziel erst einmal verpasst habe, Im übrigen kam es im Zielbereich selber durch die relativ beengten Verhältnisse aufgrund der zwei Hallen, zu einem leichten Gedränge. Da sollte man etwas mehr Platz schaffen. Zum Abschluß möchte ich jetzt noch ein paar kurze positive und kritische Anmerkungen loswerden. Positiv: viel Obst an den Verpflegungsstellen und im Zielbereich; kostenlose Nudelmahlzeit nach dem Lauf für die Läufer; Enthusiasmus der Veranstalter und Zuschauer; abwechslungsreiche, zu großem Teil schattige Laufstrecke, ausreichende Verpflegungsstellen( auch wenn diese durch die Witterung überlastet waren); Kurzweil vor dem Start durch Gymnastikanimation (etwas zu laut); sehr gute Absperrungen entlang der Strecke; kein Gedränge am Start; Abstimmung der Hilfskräfte machte sehr guten Eindruck,; Massagezelte im Zielbereich; Umkleide- und Aufbewahrungsmöglichkeiten im

Zielbereich; keine Parkplatzprobleme; sehr gute Moderation des Laufes; kostenloser Pendelbusverkehr zu den Duschen; insgesmt sehr gute Atmosphäre, die geradezu zu einer Neuauflage im nächsten Jahr schreit. Negativ: doch relativ beengte Verhältnisse im Zielbereich; Startnummernausgabe sollte etwas entzerrt werden; Kilometer-Schilder sollten auf Augenhöhe statt auf Bodenhöhe angebracht werden; sehr weiter Weg zu den Duschen; der Lauf findet nur einmal im Jahr statt.


Also zusammenfassen kann ich nur noch einmal wiederholen. Der 1. Ingolstädter Halbmarathon war ein Lauferlebnis, das seinesgleichen sucht. Lob und Respekt den Veranstaltern. Es hat sehr viel Spaß gemacht und im nächsten Jahr bi ich bestimmt wieder dabei, wenn es heißt: Start frei zum 2. Ingolstädter Halbmarathon.

Euch allen alles Gute
Mit freundlichem Gruß, Alois Portz.


BERICHT VON WOLFGANG KÖSTER über Premiere des Ingolstädter Halbmarathons
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Um Eines gleich vorweg zu nehmen, der Ingolstädter Halbmarathon war eine der besten Laufveranstaltungen an denen ich teilgenommen habe. Das ich erst seit zwei Jahren laufe und dabei hauptsächlich an Jedermannsläufen "in der Provinz" mitgemacht habe soll das Lob nicht schmälern. Allerdings gab es auch ein paar negative Punkte, doch erst ein mal der Reihe nach.
Anmeldung, Anfahrts- und Streckenskizze, alles auf der aufgeräumten Homepage zu finden. Gut gerüstet fahren wir also nach Ingolstadt, die äußeren Bedingungen sind optimal, fahren ins Parhaus und befinden uns nach wenigen Metern Gehweg mitten im Trubel der Startzone. Das Abholen der Startunterlagen klappt ohne großen Zeitaufwand. Umkleidemöglichkeit, Toiletten, Verpflegungsstände, alles befindet sich in nächster Nähe.

Langsam steigt die Nervosität. Um 17.00 Uhr der ertse Wettkampf. Nach dem Startschuß preschen die jüngsten Teilnehmer los als gelte es eine olympische Medaille zu gewinnen. Nicht mehr lange und die von uns heute Beklatschten laufen uns auf der Langstrecke um die Ohren. Der Nachwuchs scheint jedenfalls, trotz sogenannter Modesportarten, gesichert. Langsam wird es Zeit, sich warm zu laufen und die Startplätze einzunehmen. Am Start auf der gesperrten Straße gibts noch eine Aerobic-Aufwärmshow, kurz darauf gehts los. Zunächst über die Donau hinein in die Innenstad wo die Zuschauer das Laufen zum Erlebnis machen. Tausende stehen an der Laufstrecke, winken aus den Straßencafes zu und feuern uns an. Mit brasilianischen Rhythmen, den Anfeuerungsrufen der Chearleader und der allgemeinen Begeisterung im Publikum werden wir förmlich über die ersten Kilometer getragen.
An der ersten Verpflegungsstation gibts etwas Gedränge nach den Getränken. Versorgt mit Wasser, Obst und Iso-Getränken biegen wir dann in den Park ein, wo uns eine ruhige, schattige Laufstrecke empfängt die sich sehr wohltuend von den vorhergehenden Kilometern absetzt. Wir finden jetzt unseren Rhythmus und der Puls pendelt sich auf ein vernünftiges Maß ein. Dann gehts am Start vorbei zum Zielbereich und wir habe die ersten sieben Kilometer hinter uns gebracht.
Wieder geht es durch die Innenstadt, und wieder ist die Stimmung einfach wunderbar. Fast meint man, von der Stimmung getragen zu werden. Wieder empfägt uns die Kühle des Parks und wieder geht es zu Start und Ziel. Die letzte Runde durch die Stadt macht besonders Spaß. Das Feld der ca. 1800 Läufer hat sich auseinander gezogen und so könnte man meinen, jeder Läufer wird von den Zuschauern einzeln angefeuert. Ein Junge erfrischt mit einem Wasserschlauch und eine ältere Dame ruft bei Kiometer 18 "Ihr seht gut aus".
Die letzten Kilometer durch den Park, die letzte Verpflegung und dann das ersehnte Ziel. Gute Stimmung im Einlaufbereich, jede Frau bekommt eine Rose, und dann geht das Gedränge an der Getränkeausgabe los. Was vorher für kurze Wege bei der Anmeldung sorgte wird nun zum Pferdefuß. Mit dem Shutttle-Bus geht es zu Freibad. Dort stehen Duschen in ausreichender Menge zur Verfügung, allerdings haben die später kommenden nur noch kaltes Wasser.
Anschließend geht es zur Pasta-Party im Zielbereich. Die Halle ist überfüllt und die Rockband heizt schon mächtig ein. Leider ist man auch hier auf den Ansturm der Läuferinnen und Läufer nicht optimal vorbereitet und so muß man doch recht lange für seine Portion Spaghetti oder Lasagne anstehen. Wenigstens geht hier die Getränkeausgabe etwas schneller.


Fazit: Der Halbmarathon in Ingolstadt ist eine gelungene Veranstaltung. Die Organisation des Laufes, die Strecke und das Publikum sind spitze. Wenn es der Veranstalter noch schafft, kleinere Mängel im Detail abzustellen gibts die volle Punktzahl.
Wolfgang Köster


BERICHT VON MARTIN BAUER über Premiere des Ingolstädter Halbmarathons
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Hallo running-pur, als erstes muß gesagt werden das es der erste Ingolstädter Halbmarathon auf jeden Fall Wert war mitzulaufen, aber eins nach dem anderen. Samstag der 12. Mai 2001 knapp 14 Tage nach dem Madridmarathon den ich mitgelaufen bin, fand der erste Ingolstädter Halbmarathon bei traumhaften Wetter statt (zumindestens zum Sonnen). Schon die fahrt von Augsburg nach Ingolstadt mit dem Auto brachte Laune, da wir zu viert waren. Die Parkplätze waren leicht und schnell zu finden (leider waren es zu wenige Parkplätze), da sie gut beschildert waren. Nur der Weg von den Parkplätzen zum Zielbereich, an dem es die Startnummern gab, war leider nicht ausgeschildert. Dadurch kam man aber schnell in Kontakt mit den Eingeborenen da man ja nach den Weg fragen mußte. Im Zielbereich wurde man, ohne das man weiternachfragen mußte, von vielen freundlichen Helfern, zur Startnummernausgabe weitergeleitet. Dort erhielt man nach Vorlage seiner Startnummer (wurde einem per Post mitgeteilt) sein Startpaket (eine Tüte mit Startnummer, einem T-Shirt und einigem Informationsmaterial). Was sehr wichtiges, was jeder Läufer weis sind die Umkleiden und Toiletten. Auch diese waren ohne Makel und in ausreichender Zahl vorhanden.

Da der Zielbereich in einem Park (Krenzelpark) gelegen hatte, konnte man sich vor dem Start noch gemütlich in die Sonne (oder Schatten) legen und ein bisschen entspannen und den ebenfalls stattfindenden Kids-Lauf zuschauen. Nachdem es Zeit wurde zum Startbereich für den Halbmarathon zu gehen, mußte man einen kleinen Spaziergang von ca. 300m in Angriff nehmen. Von einem Sponsor, einem Fitnessstudio, waren eine paar Trainerinnen da, die auf einem LKW einige Übungen zum aufwärmen vormachten (schön anzuschauen), leider waren die Lautsprecher so weite aufgedreht, das man beinahe einen Hörsturz bekam. Der Lauf selber war von der Streckenführung her richtig gut. Es waren drei Runden, ohne große Höhenunterschiede, zu jeweils ca. 7KM zu absolvieren. Die Strecke führte durch die Ingolstädter Innenstadt mit vielen Geschäften und Strassencafes und dementsprechend vielen (für Ingolstadt) Zuschauern. Sogar Bands und Cheerleader waren an der Strecke. Danach ging es über eine kurze Ausfallsstrasse ab in einen Park. Im Zielbereich an dem man zweimal vorbeilief und erst beim dritten mal einlaufen durfte (gemein), standen
ebenfalls viel Zuschauer, die einen mächtig anfeuerten.

Eine Besonderheit der Strecke darf auf keinen Fall (meiner Meinung) nach verschwiegen werden. Die Strecke führte über eine Hängebrücke, und diese hatte und hat noch immer, die Eigenschaft zu schwingen, was einen ungewohnte Sache ist, den welcher Boden ist mal da und mal nicht? Durch die Zeit des Startes um 18.00 Uhr war es ziemlich warm (geschätzt ca.22-23°C), was aber halb so schlimm war, da es viel Schatten auf der gesamten Strecke gab. Zu den Verpflegungsstationen kann eigenlicht nur gesagt werden optimal. Es gab auf der Strecke selber und im Zielbereich Wasser, Iso-Getränke, Banane, Äpfel und sogar Melonenstücke. Dieser Halbmarathon hat richtig viel Laune gemacht und von der Organisation her können sich einige Ausrichter von Volksläufen ähnlicher größe ein dicke Scheibe abschneiden. Mein Fazit über den erste Ingolstädter Halbmarathon: auf jeden Fall war er es Wert gelaufen zu werden und beim nächtsen bin ich wieder dabei. Ach, ja meine Zeit 1:48 persönliche Bestzeit, das sagt doch einiges aus trotz der Temperaturen, oder...?


BERICHT VON ROBERT KOWALIK über Premiere des Ingolstädter Halbmarathons
][ zu Testberichten anderer Veranstaltungen ][
][ Alois Portz ][ Wolfgang Köster ][ Martin Bauer ][ Robert Kowalik ][ Martin Schöll ][


Liebes running-pur-Team,
ich danke euch für die Aufnahme als Testläufer des Ingolstädter Halbmarathons und sende nachfolgend den Testbericht.
Am 12.05.2001 wurde der neu ins Leben gerufene Ingolstädter Halbmarathon zum ersten mal ausgetragen. Die amtlich vermessene Strecke bestand aus einem Rundkurs durch die Ingolstädter Altstadt und eine angrenzende Parkanlage. Der Rundkurs war drei mal zu durchlaufen. Der Start war in etwa. 500m vom Zielgeläde entfernt. Dort tummelten sich zum Startzeitpunkt die 6,5km-Fitnessläufer und die Kinder, welche am 1,5km-Lauf teilnahmen. Die Strecke an sich war, einem Altstadtkurs entsprechend kurvenreich, mit zahlreichen leichten Steigungen und einigen Pflasterpassagen (ca. 25 % der Strecke). Ein kleiner Teil der Strecke (ca. 5 %) ging noch über einen tieferen und daher schwerer zu laufenden Kiesweg, der Rest verlief auf Asphalt. Jeder Kilometer war gut sichtbar markiert und auch exakt plaziert. Enorm war dabei das Interesse und Engagement der Zuschauer, die beinahe die ganze Strecke säumten.
Möglicherweise lag es auch ein bißchen daran, dass die meisten Läufer i.d.R. Begleitpersonen, Bekannte usw. dabei haben. Und da allein beim Halbmarathon ca. 1800 Läufer am Start waren, wäre entsprechendes zu erwarten. Die unerwarteten Läufermassen (lt. Veranstalter hatten sich bis 3 Tage vorm Wettkampf erst 1100 angemeldet) stießen jedoch mehrfach auf Probleme. Bereits vor dem Start musste man länger nach einem Parkplatz suchen, da das hierfür vorgesehene Angebot nicht ausreichte. Den nächsten Kollaps gab's bei der Startnummernausgabe. Beinahe 30 Minuten musste man um seine Startnummer anstehen. Man könnte also eher von Verhältnissen wie bei einem großen Marathon sprechen. Zumal man mit der Startnummer auch gleich eine ganze Tüte voll Unterlagen dazu bekam. Das nichtläuferische Werbematerial hielt sich glücklicherweise dann aber in Grenzen. Bei einem Marathon rechnet man schon mit solchen Verhältnissen. Wer die Masse der Laufwilligen jedoch unterschätzt hat, kam dann schnell in Zeitnot.
Auch auf der Strecke waren es dann doch etwas zu viele Läufer. Dass es bei einem drei-Runden-Lauf zu Überrundungen kommt war klar, dass diese jedoch schon während der ersten Runde angesagt waren dann etwas überraschend. Auf der zweiten Runde waren dann bereits mehr überrundete Läufer als jene aus der dritten Runde. Zum Überholen musste man dann die Grünstreifen und Staßengräben benutzen.
Das Angebot an Getränken reichte aber stets aus. Es gab Mineralwasser und Isostar, zusätzlich Schwämme. Auch im Ziel gab's dann genug zu trinken sowie Äpfel, Melonen und Bananen.
Die Einwegbecher verursachten große Müllberge. Studentische Fähigkeiten waren dann auch wieder beim nachwettkampflichen Rahmenprogramm gefragt. Zur Abholung seiner Urkunde musste man eine ähnlich lange Warteschlange hinter sich bringen wie bei der Startnummernausgabe. Ähnlich erging es einem bei der Chiprückgabe. Noch schlimmer war es dann auf
der Pasta-Party, zu der man einen Gutschein für eine Portion Pasta bekam. Die meisten haben wohl aber freiwillig darauf verzichtet, da man hier mit einer halben Stunde Wartezeit nicht auskam. Eine Rockband vertrieb den Läufern einstweilen das Warten auf die Siegerehrung, die dann um 22:30 Uhr (Start war um 18: Uhr) begann.
Alles in allem war die Organisation zufriedenstellend, weil sie wirklich mit allen aufkommenden kleineren Problemen zu Recht kamen. Ja, man konnte merken, dass sie sich recht gut auf den Wettkampf vorbereitet hatten, es manchmal vielleicht sogar etwas zu gut machen wollten. Als Beispiel hierfür kann die Internet-Seite angemerkt werden, die so ausführlich ist, dass sie schon wieder viel zu unübersichtlich ist und man längere Zeit braucht, um die Informationen zu finden, die man eigentlich sucht.

Fazit:
Der Ingolstädter Halbmarathon stellt eine Bereicherung der bayrischen Laufszene dar und kann am ehesten mit den Stadtläufen in München und Nürnberg verglichen werden und Läufern empfohlen werden, die sich mal an einer längeren Strecke versuchen wollen, ohne gleich einen Marathon laufen zu wollen. Für ambitionierte Läufer hingegen wird die Strecke nicht
unbedingt zur ersten Adresse werden, weil die Strekce aufgrund des Höhenprofils und der Pflasterpassagen nicht unbedingt die schnellen Zeiten zulässt und das Auflaufen auf pulkartige überrundete Läufer auch eher hinderlich ist. Aber es ist, insbesondere durch die ganze Stimmung und das Rahmenprogramm drum herum ein ganz netter Erlebnislauf. Negativ an zu merken ist das Preis-Leistungs-Verhältnis. DM 40,- sind mit Sicherheit etwas zu viel verlangt. Ausserdem kam bei der Veranstaltung der Champion-Chip zum Einsatz. Der brachte dem Läufer jedoch keinerlei Vorteile, da nur die Zielzeit gemessen wurde, am Start jedoch lagen keine Kontaktmesser, so dass man letzten Endes doch anstatt der Netto-Zeit nur die
Bruttozeit gemessen bekam. Mit DM 5,- Leihgebühr liegt man hier im Vergleich zu anderen Veranstaltern sogar noch am oberen Ende der Preisskala.
Nicht ganz glücklich, aber akzeptabel ist die Sache mit den Duschen. Diese befinden im entlegenen Freibad, wozu die Läufermassen eigens mit einem Pendelbus hin- und her gekarrt werden. Diese waren aber immerhin warm und man konnte durch kooperatives Teilen wenigstens hier längere Wartezeiten vermeiden.
Positiv ist das Engagement des Veranstalters zu sehen. Es waren nicht gerade wenige Organisationshelfer, die ihren Samstag-Nachmittag und -abend opferten und so zum Gelingen der Veranstaltung beitrugen !mit sportlichem Gruß
Robert Kowalik


BERICHT VON MARTIN SCHÖLL über Premiere des Ingolstädter Halbmarathons
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Hallo Running-Pur Team,
erstmal danke, daß Ihr mich als Tester für den Ingolstädter Halbmarathon am 12.05.2001 ausgewählt habt.
Es war, um gleich mit dem Fazit zubeginnen, eine rundum gelungene Premiere.
Schon der Internetauftritt weckte sehr hohe Erwartungen bei mir und diese sollten auch erfüllt werden. Drei Tage vor dem Lauf bekam ich die schriftliche Bestätigung meiner Startnummer und ein kleines Info über den Ablauf. Als wir am Wettkampftag in Ingolstadt ankamen folgten wir der wirklich guten Beschilderung und erreichten sehr einfach den Anmeldebereich. Einziges Manko, das wurde mir auch von anderen Läufern bestätigt, waren die wenigen Parkplätze. Ich bekam also meine Startunterlagen und schlenderte noch kurz über die Stände. Bereits vor dem Lauf wurden die Teilnehmer mit Obst und Getränken versorgt. Auch Toiletten und Duschen ( mit extra eingerichtetem Shuttle Servive) waren im Start/Ziel Bereich ausreichend vorhanden. Das tolle Rahmenprogramm ,auch für Kids und Hobbyläufer, und das prima Wetter verkürzten die Wartezeit bis zum Start. Der Startbereich war in verschieden Zeitzonen unterteilt und ich reite mich bei 1:45 Stunden ein. Es waren auch Tempoläufer für bestimmte Endzeiten am Start.
Da ich erst vor zwei Wochen den Marathon in Madrid absolviert hatte, wollte ich nicht zu schnell laufen. 20 Minuten vor dem Start begann dann ein gemeinsames Warmup Programm für die Läufer und kurz nach 18.00 Uhr erfolgte der Startschuss für die drei 7 km Runden. Die Zeitmessung erfolgte per Championchip. Allerdings gab es am Start keine Matte was eine reine Nettozeit nicht ermitteln liess. Die Strecke führte durch die attraktive Innenstadt von Ingolstadt und durch drei Parkanlagen. Auf der Runde gab es 2 Verpflegungsstellen an denen es Wasser, Mineralgetränke und Obst gab. Helfer gab es auf der gesamten Strecke in sehr großer Zahl und auch jede Menge Publikum feuerte die ca. 1700 Starter an. Eine Sambaband und Cheerleaders pushten die Teilnehemer durch die Fußgängerzone.
Die erste Runde verging wie im Flug und ich kam zum ersten Mal am Zielbereich vorbei. Dort wurde auch die erste Zwischenzeit genommen. Nach 53 Minuten passierte ich die Halbmarathon Marke und überholte die ersten Läufer, die das Rennen einfach zu schnell bei für die hohen Temperaturen angegangen hatten. Ich versorgte mich noch mit einige Schnitzen Wassermelone (wurden zum Teil sogar entkernt) und machte begann die zweite Hälfte. Der Belag der Strecke wechselte von Asphalt (80%), Schotter und Kofsteinpflaster.
Nach 1:43,10 erreichte ich das Ziel und holte meinen Kleiderbeutel ab. Auch das funktionierte prerfekt. Dann noch mit dem Shuttle zum Duschen (Fahrplan lag bei den Startunterlagen, genauso wie ein schönes Teilnehmer Shirt) und ab zur Pasta Party.
Die Premiere des 1. Ingolstädter Halbmarathons war absolut gelungen. Sogar die hohe Anzahl der Nachmelder wurde von der Vielzahl der Helfer perfekt abgewickelt. Ich werde nächstes Jahr sicher wieder in Ingolstadt laufen. Auch für Anfänger ist der Lauf wegen der attraktiven Strecke und des tollen Publikums sehr zu empfehlen. Dickes Lob an die Organisation !!
Martin Schöll
Die anliegenden Fotos zeigen einen kleinen Eindruck vom Publikum (crowd), mich und meinen Freund (mart), die wirklich nette und perfekt Organisationsmannschaft (team) sowie andere Läufer (tina).