Testläufer berichten vom Hockenheimring-Lauf am 01. 11. 2001

Hockenheimring-Lauf

Für running-pur waren Testläufer bei dieser Veranstaltung unterwegs. Sie sammelten Eindrücke, blickten hinter die Kulissen, um Ihnen, lieber Leser, ein Bild von der Qualität, dem Ambiente und der Stimmung zu verschaffen.
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BERICHT VON ULRICH PORSCH über den Hockenheimring-Lauf
][ zu Testberichten anderer Veranstaltungen ][
][ Ulrich Porsch ][
Bernd Elfner ][ Peter Weissler ][ Rudi Pister][

Hallo running-pur,
hier mein (Test)bericht vom Hockenheimringlauf heute, dem letzten auf der klassischen Strecke, wenn ich die Bauankündigungsschilder richtig verstanden habe.

Kurzfassung: Toll, nur die Startnummernausgabe für mehr als 2000 Starter vielleicht etwas zu eng.

Langfassung: Toll - das Wetter war optimal, der kurze Regensturm des vorherigen Nachmittages hatte zwar die Temperaturen gesenkt und auch einige Herbstblätter auf die Rennstrecke geweht, aber nicht in einem Masse, dass die
Haftung der Laufschuhe gelitten hätte. Die Sonne schien, und für einen Tag im Jahr konnten auf dem Hockenheimring tatsächlich mehr Leute Sport machen als Zuschauer dem Sport beiwohnen - die sehr beeindruckenden Tribünen
im Motodrom waren abgesperrt und somit leer, auf dem Ring dagegen tummelten sich über 2000 Starter in vier Läufen (Bambini-, Schüler-, Jedermann- und 10-km-Lauf).
Sämtliche Infrastruktur für den Lauf (mit Ausnahme der Duschen) fand ihren Platz in den Boxen, also konnte man seine Startnummer da abholen, wo im Hochsommer die Ferraris und McLarens zusammengeschraubt werden. Platz war genug da, aber die Boxen sind doch eher niedrig und es ist somit schwierig, bei der oben erwähnten Zahl an Teilnehmern die Ausschilderung optimal zu gestalten. Das hat aber zu keinerlei nennenswerten Verzögerungen geführt, auch ich habe bei der zweiten Nachfrage meine Running-Pur-Startnummer (471) bekommen.
Dann galt es, sich für einen Start zu entscheiden, denn es gibt zwei Startpunkte für die Jedermann- und die 10km-Strecke. Startet man besser in der Sachskurve mit der Chance, direkt die Innenbahn erobern zu können, oder bevorzugt man den Start am Eingang zum Motodrom, um den ersten halben Kilometer geradeaus laufen zu können. Um etwaigem
Gewühl aus dem Weg zu gehen, entschied ich micht für den Eingang Motodrom und kam auch sehr gut vom Start weg. Nach einem Kilometer der Blick auf die Uhr und der Schreck: 3,30 min war viel zu schnell, schließlich war dies
das erste Rennen seit drei Monaten und noch ohne wirklich regelmäßiges Training.
Mit einer Zeit unter 40 Minuten wäre ich vollauf zufrieden gewesen. Darüber konnte ich nicht allzuviel nachdenken, der Puls stimmte und ich achtete darauf, die Beine flüssig zu bewegen - richtig anstrengend durfte es halt so früh im Rennen noch nicht sein. Wir bogen über die Ameisenkurve auf den "kleinen Kurs" ein, und der zweite Kilometer war mit 3,40 min schon normaler. Auch meinen Platz im Feld hatte ich jetzt gefunden, die Ganzschnellstarter waren
entweder vorne weg oder wieder nach hinten verschwunden. Nach dreieinhalb Kilometern passierten wir zum zweiten Mal den Zielbereicht, nun wartete nur noch eine "richtige" Runde über den Hockenheimring auf uns.
Nach dem Abzweig zum kleinen Kurs änderte der Lauf seinen Charakter. Bisher waren wir in der Betonschüssel des Motodroms oder auf seiner Rückseite entlanggelaufen, nun, plötzlich, umgaben uns nur noch die Leitschienen und dahinter der Hardtwald. Keine Musik über Lautsprecher mehr, nur noch die Schritte und Atemzüge der Mitläufer. Ein schöner Kontrast, der mich ein wenig an den leider u.a. an der Ignoranz der Nürburgring GmbH gescheiterten Nürburgringlauf erinnerte.
Hoffentlich bleibt diese Waldatmosphäre auch nach dem Umbau im nächsten Jahr erhalten.
Meinen Beinen ging es weiterhin gut, das Tempo pendelte sich bei 3,43 min pro km ein und ich begann zu hoffen, dass es vielleicht sogar eine 36.x-Zeit werden könnte. Das scheiterte letztendlich doch an meiner mangelnden Vorbereitung und den "Hügeln" im Motodrom, aber mit 37,02 war ich auch hochzufrieden.
Im Ziel gab es Tee und Gespräche, sowie in den Boxen fast schon eine Laufmesse mit Ständen zu Energieriegeln, Pulsmessern und zwei Sportgeschäften.
Insgesamt eine sehr runde Sache und auch mit dem Auto natürlich optimal zu erreichen - schließlich wird hier sonst anderer Sport betrieben!
Mit freundlichen Grüßen
Ulrich Porsch


BERICHT VON BERND ELFNER über den Hockenheimring-Lauf
][ zu Testberichten anderer Veranstaltungen ][
][ Ulrich Porsch ][
Bernd Elfner ][ Peter Weissler ][ Rudi Pister][


Hallo running- pur,
von Hockenheim zurückgekehrt möchte ich gleich meinen Testbericht abgeben :
Zunächst einige kurze Angaben zu meiner Person:
ich bin 50 Jahre, laufe seit 14 Jahren und nehme pro Jahr an ca. 10 - 12 Laufveranstaltungen Teil, in der Regel Strecken von 10 km bis Marathon.
Am Hockenheimring hatte ich bereits letztes Jahr teilgenommen, sodass ich mit entsprechenden Vorkenntnissen in diesen Test gegangen bin. Doch nun meine Eindrücke zum heutingen Lauf.
ANFAHRT
Dass die Zufahrtswege zum Motodrom gut beschildert sind ist selbstverständlich, zusätzlich habe ich sogar noch einige Pfeile mit der Aufschrift Volkslauf gesehen. Meine Wertung : sehr gut
PARKPLATZ
Auch hier hat der Veranstaler im Fahrerlager ein ausreichend großes Areal zur Verfügung. Trotzdem hat man an Einweisern auf dem Parkplatz nicht gespart. Auch hier lief alles reibungslos. Meine Wertung : sehr gut
ANMELDUNG
In den Formel 1-Boxen, wo sich die Anmeldung befand, ging es bei meiner Ankunft kurz vor neun Uhr schon recht eng zu. Bei der Anmeldung selbst musste man keine größeren Wartezeiten in Kauf nehmen. Da ich über running-pur bereits angemeldet war bekam ich meine Unterlagen am Info-Stand. Bei Prüfung meiner Unterlagen stellte ich fest, dass der Jahrgang falsch notiert wurde (was natürlcih auch bei der Datenübermittlung passiert sein kann). Am Infostand konnte ich dies abändern lassen, dabei gab es keinerlei Probleme. Ob dies nun auch berücksichtigt wurde konnte ich bislang noch nicht feststellen (siehe unter Ergebnislisten). Bei der Nachmeldung für meinen Sohn, der am Schülerlauf teilnahm, ging es mir wie einigen anderen Anmeldern auch: "Wir stellten uns am Anmeldestand an und wurden dann aufgeklärt, dass wir zuerst den Anmeldezettel ausfüllen müssen" Diese lagen auf einem separaten Tisch, der im Gedränge nicht unbedingt auf den ersten Blick zu erkennen war.
Nachdem diese Hürde genommen war, wurde die die Anmeldung schnell erledigt.
Meine Bewertung : befriedigend
VOR DEM START
Für den, der vor dem Start nochmal schnell musste waren im Motodrom Toiletten vorhanden. Der Start befand sich ca. 300 bzw. 600m Luftlinie vom Ziel und Ort der Anmeldung entfernt. Wie bereits im letzten Jahr konnte ich speziell bei den Schülerläufen wieder Eltern mit ihren Kindern beobachten, für die der Wettkampf bereits vor dem Start begonnen hat. Die hatten den Startort offenischtlich zu spät ausgemacht und kamen bereits im Dauerlauf zur Startlinie. Nach meinen Beobachtungen hat der Sprecher ca. 5 Minuten vor dem Start intensiv auf den Startort aufmerksam gemacht. Dies war zwar ganz klar und unmissverständlich, sollte aber etwas früher erfolgen. Zudem konnte ich im Gedränge in den F1-Boxen nur einen kleinen Plan entdecken auf dem die Startorte eingetragen waren. Für Neulinge in Hockenheim sollte man hier mit zuätzlichen Hinweistafeln und früheren Lautsprecherhinweisen den Service verbessern. Der Infoservice per Lautsprecher konnte im übrigen sowohl im Start- und Zielbereich bestens vestanden werden.
Meine Bewertung: gut/befriedigend
START / LAUF / STRECKE
Aufgrund der hohen Teilnehmerzahl dauerte es seine Zeit bis man einigermassen frei Laufen konnte. Durch die Verteilung auf zwei Startplätze wurde dies zwar im erträglichen Rahmen gehalten. Man sollte sich jedoch, insbesondere wenn die Teilnehmerzahlen weiter steigen, über eine Chipzeitmessung Gedanken machen. Was die Strecke anbelangt fiel mir im Vergleich zum Vorjahr auf, dass diese weit weniger schmierig (durch Gummi der Rennwagen) war und gut zu laufen war. Wie der Sprecher vor dem Start sagte, soll diese vor dem Lauf nochmals speziell gebürstet worden sein, was sich wirklich positiv auswirkte. Die Strecke selbst ist einfach und eben, wer zu nahe am Rand läuft sollte auf die Polter in den Kurven aufpassen. Schön die Atmosphäre im Zielbereich durch die Zuschauerunterstützung, ansonsten
gibt es auf der Strecke keine Zuschauer, man muss sich also selbst bei Laune halten.Die Kilometermarkierungen waren gut sichtbar angebracht. Der Zieleinlauf erfolgte in zwei Kanälen und war professionell organisiert.
Meine Bewertung: gut
NACH DEM LAUF
Teeausgabe erfolgte ohne nennenswerte Wartezeit. Dass bei Umkleide- und Duschmöglichkeiten aufgrund der örtlichen Gegebenheite in den F1-Boxen Einschränkungen gemacht werden mussten, war bereits in der Ausschreibung erwähnt, sodass sich jeder darauf einstellen konnte. Im übrigen war auch für das leibliche Wohl bestens gesorgt. Getränke,
Kaffee und Kuchen gab es zu akzeptablen Preisen und wie mir berichtet wurde sind die Kuchenstücke auch nicht zu klein geraten. Nicht unwichtig für die mitgereisten Angehörigen, die während des Laufs bei Laune gehalten werden müßen.
ERGEBNISLISTEN
In diesem Punkt wollte ich es mir einfach machen und haben es vorgezogen meinem Sohn das Motodrom etwas näher zu zeigen, anstatt in die überfüllte F1-Boxen zu gehen um an die Ergebnislisten zu kommen. Wie inzwischen allgemein üblich wollte ich mir diese aus dem Internet holen. Leider habe ich auf der Homepage vom ASG Tria Hockenheim bis jetzt (1.11. - 19.00h) keinen Hinweis gefunden, ab wann diese verfügbar sind. Ich hoffe, dass dies noch nachgeholt wird. Mein Tipp für's nächste Jahr, eine kurze Ankündigung auf die Web-Seite ab wann die Ergebnislisten verfügbar sind. Dass diese noch in's Internet gestellt werden setze ich einfach voraus. Meine Bewertung: noch ausreichend
ZUSAMMENFASSUNG
Der Veranstalter hat sich alle Mühe gegeben den insgesamt über 2000 Teilnehmern gerecht zu werden und dies ist durchweg gelungen. Zu der absolut gelungenen Laufveranstaltung hat selbstverständlich auch das tolle Wetter beigetragen, blauer Himmel, Sonne pur, bei allerdings gerade mal 11 Grad, aber für den 1.November kann man auch nicht mehr erwarten. Aufgrund der speziellen örtlichen Gegebenheiten (F1-Rennstrecke) herrscht beim Hockenheimringlauf eine etwas andere Atmosphäre im Vegleich mit den üblichen Laufveranstaltungen. Wer wie ich das Motodrom und seine Veranstaltungen seit über 30 Jahre kennt, der verbindet mit den einzelnen Streckenteilen auch Erinnerungen, die nichts mit dem eigentlichen Lauf zu tun haben. Faszinierend natürlich auch für die Kids (auch die Älteren), die überall dort hinspazieren können, wo jedes Jahr beim Großen Preis von Deutschland der große Schumi und seine Kollegen Motorsportgeschichte schreiben. Alles in allem war dies eine Laufveranstaltung an die ich mich gerne zurückerinnern werde, die Spaß und Lust auf mehr gemacht hat. Nicht zuletzt auch durch mein persönliches Resultat, ich konnte meine letztjährige Zeit verbessern und war nach 41:46 Minuten im Ziel.
Meine Gesamtbewertung für den Hockenheimringlauf: GUT
Mit sportlichem Gruß
Bernd Elfner


BERICHT VON PETER WEISSLER über den Hockenheimring-Lauf
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Läuferbericht vom Hockenheimringlauf am 1.11.2001: Morgens als der Wecker klingelt, lacht die Sonne knapp über dem Horizont. Ein Blick auf die Temperaturanzeige zeigt; idealles Laufwetter. Die Anreise verläuft ohne Komplikationen. Die Strecke ist gut ausgeschildert. Allerdings läßt bereits die Einfahrt zum Ring erkennen, dass viele Läufer den Weg zum Motodrom gefunden haben. Trotz der großen Anzahl von Läufern klappt das Abholen der Startunterlagen sowie die Nachmeldung von Mitfahrern zügig und problemlos. Bereits die Durchführung der "Vorläufe" für Bambini und Schüler zeigen, dass der Veranstalter die Sache im Griff hat. Auf dem Weg zum Start herrscht unter der Läuferschar lockere und ausgelassene Stimmung. Dann der Startschuss. Die Läufer setzen sich in Bewegung. Durch den Start an zwei verschiedenen Punkten sowie die breite der Straße herrscht kein Gedränge und alle fallen schnell in ihren Schritt. Toll dass der Zielbereich zweimal durchlaufen wird, denn dort stehen die meisten Fans. Dann der Weg durch den Wald. Die Karawane zieht sich in die Länge und jeder ist mit sich selbst beschäftigt. Nach der Kilometeranzeige 8 kommt das Motodrom in den Blick und die Musik sowie die Durchsagen sind wieder zu hören. Eine gehörige Motivation. Kurz vor Kilometer 9 dann der Blick bis in den Zielbereich. Ein beeindruckendes Bild von Läufern. Alle holen das Letzte aus sich heraus und sprinten mehr oder weniger ins Ziel. Im Zielbereich herrscht zwar Gedränge, doch es entsteht nie der Verdacht, dass die Organisatoren der Sache nicht Herr sind. Auch die Versorgung mit Speisen und Getränken in den Boxen klappt trotz des Andrangs erstaunlich gut. Lediglich die Beschallung läßt zu wünschen übrig. Durchsagen sind in Teilen der Boxen zu laut und im hinteren Teil unverständlich. Alles im allem eine wirkliche tolle Veranstaltung. Lediglich die Laufzeit des Verfassers ist unbefriedigend; konnte ich doch wegen einer Verletzung die Strecke nur locker joggend bewältigen.

RITA WEISSLER MEINT: Hallo Lauf-Freunde,
es war einfach super, einmal auf den Spuren von Michael Schumacher zu laufen. Das sonnige November-Wetter und die vielen Lauf-Freunde mit Fans haben eine tolles Laufgefühl auf dem Hockenheimring vermittelt. Die Strecke war super u. schnell. Selbst die Organisation lies bei diesen vielen Teilnehmern, aus meiner Sicht, nichts zu wünschen übrig.
Ich freue mich schon auf die neue Strecke im kommenden Jahr.

Rita Weißler


BERICHT VON RUDI PISTER über den Hockenheimring-Lauf
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Liebe running-pur Redaktion,
einmal Schumi sein und in ca. 46 Minuten die 10 Kilometer zurücklegen, in die Sachskurve hineinlegen, in der Zielgeraden noch einmal Gas geben und unter dem Jubel der Zuschauer in das Ziel hineinlaufen, dieses Erlebnis ist der Hochenheimring-Lauf.
Auch das Wetter, mit strahlend blauem Himmel hat dazu beigetragen, daß dieser Lauf mit dem Flair der Rennstrecke ein unvergessliches Erlebnis bleibt. Auch nach dem Lauf war die Bewirtung so professionell organisiert, daß der Kaffee aus echten Porzelantassen getrunken werden konnte. Ohne einen Müllberg zu hinterlassen gingen wir aus der Arena. Es hat Spaß gemacht dabei gewesen zu sein.
Ade, alter Hockenheimring
--
Rudi Pister