Testläufer berichten vom 1. Brombachsee-Marathon

Brombachsee-Marathon

Für running-pur waren Testläufer bei dieser Veranstaltung unterwegs. Sie sammelten Eindrücke, blickten hinter die Kulissen, um Ihnen, lieber Leser, ein Bild von der Qualität, dem Ambiente und der Stimmung zu verschaffen. Wollen auch Sie mit einem Freistart in der Tasche den ONLINE-Lesern Ihre Erfahrung übermitteln? Dann klicken Sie hier.

Unsere Empfehlung

4. 4. 2004
Deutsche Weinstraßen Marathon

9. Mai 2004
Mainz-Marathon

15. Mai 2004
Rennsteiglauf

23. Mai 2004

27. Juni 2004

weitere Infos unter: http://www.brombachsee-marathon.de


Bericht von Martin Zerenner über den Brombachsee Marathon am 21. 09. 03
][ zu Testberichten anderer Veranstaltungen ][
][Martin Zerenner][Peter Dekant][Peter Wiedemann][

Hitzeschlacht am Brombachsee...

Diesmal berichte ich vom 1. Brommbachsee-Marathon und muß euch sagen es war die schlimmste Quälerei und Schinderei die ich je mitgemacht habe. Aber erst mal der Reihe nach. Schon bei der Anfahrt bekam man den Eindruck, daß das kleien Örtchen Pleinfeld, mit dem rießigen Ansturm an Läufern und Zuschauern, an diesem Tag wohl überfordert werden wird. Eine Durchfahrt durch den Ort war auch nicht möglich, da der Marktplatz bereits am frühen Vormittag gesperrt wurde. So blieb nur ein buntes Autogewirr und die Suche nach Parkplätzen übrig. Hier fielen die ersten Organisationsmängel auf. Während am Marktplatz die Wege zum Infostand, Startnummernausgabe und zu den Shuttelbusen noch recht gut ausgeschildert waren, fehlte eine weitere Beschilderung um den Marktplatz herum eigentlich komplett. Weder der Weg zur Brombachhalle, zum Startplatz oder zu Parkplätzen war ausgeschildert. Man mußte also reichlich vorher anreisen um vor dem Start noch alle nötigen Erledigungen ohne Hektik über die Bühne zu bringen. Genau diese Hektik ließ sich dann spätestens bei der Startnummernausgabe nicht mehr vermeiden. Die Startnummern wurden in 250er Blöcken ausgeteilt. Vor den einzelnen Ständen war aber bis zur Absperrung nur ca. 1,5-2m Platz zum anstellen. Immer wieder wurden Läufer von der Startnummernausgabe weggeschickt, damit sie erst ihren Leihchip bezahlen, um sich dann erneut für ihr Startpaket anzustellen. Hier muß man wieder das bereits angesprochene Informationsdefizit erwähnen. Lobenswert war aber die gute Laune und Freundlichkeit der vielen freiwilligen Helfer die sichtlich bemüht waren die Massen zu bewältigen.
Bei den Shuttelbusen handelte es sich nur leider nur umVW-Buse die immer wieder und wieder hin und her fuhren. Angesichts der relativ großen Teilnehmerzahl eine recht unökologische und zähe Angelegenheit. Viele Läufer zogen es dann doch vor den Weg zum Strart per pedes in Angriff zu nehmen anstatt langwierig auf den Bus zu warten.
Am Start selber war dann wieder warten angesagt. Diesmal auf den Startschuß. Nicht besonders angenehm wenn man bedenkt, daß alle ungeschützt in der prallen Sonne standen. Der Moderator ließ es sich dann auch nicht nehmen noch darauf hin zuweisen, daß es der heißeste Septembertag war, seit es Wetterauf-zeichnungen gibt. Mit fast zehnminütiger Verspätung ging es dann doch auf die Strecke.
Die Strecke wäre eigentlich optimal um Bestzeiten zu laufen. Ebene Streckenführung auf festen Schotterboden oder geteerten Wegen. Die Streckenschilder für die gelaufenen Kilometer waren nur auf den ersten drei Km ungenau, danach stets exakt. Im Abstand von ca. 2,5 Km waren Verpflegungsstände mit ausreichend Wasser und alle 5 Km gab es zusätzlich noch Isotonische Getränke und Obst. Rund um den gesamten See waren viele Badegäste verteilt, welche es sich nicht nehmen ließen die Läufer immer wieder anzufeuern. Das war auch bitter nötig. Ich denke es gab an diesem Tag Niemand der behaupten könnte, daß ihm die große Hitze und der geringe Sauerstoffanteil in der Luft nichts ausgemacht hätten. Selten habe ich erlebt, daß so viele Teilnehmer aufgegeben haben und einfach links, rechts an der Strecke liegen geblieben sind oder einfach nicht mehr konnten. Versorgungsdienste und das Rote Kreuz waren ständig im Einsatz. Für die meisten hieß das Ziel dann einfach nur noch ankommen.
Hatte man das allerdings geschafft, wurde man mit einem tollen Zieleinlauf in Pleinfeld belohnt. Durch das alte Stadttor von Pleinfeld lief man auf den Marktplatz, wo man von einer jubelnden Menge empfangen wurde. Dort gab es dann auch für jeden eine Finishermedaille, ausreichend Getränke und Obst und ein Massagezelt.
Zusammenfassend läßt sich sagen, daß es eine Premiere war, die noch Verbesserungsmöglichkeiten offen gelassen hat. Trotzdem bin ich sicher, daß der Brombachsee-Marathon seinen festen Platz im Laufjahr einnehmen wird.
Wie immer möchte ich mich bei running-pur bedanken, daß ich für euch als Testläufer auf die Strecke gehen durfte und bei meiner Manu, daß sie mich wieder unterstützt hat

Martin Zerenner


Bericht von Peter Dekant über den Brombachsee Marathon am 21. 09. 03
][Martin Zerenner][Peter Dekant][Peter Wiedemann][

Brombachseemarathon.....

Zunächst herzlichen Dank für den Freistart beim 1. Brombachsee-Marathon.
Ich habe ihn überlebt und inzwischen geht `s mir wieder ganz gut. Ja, die für einen 20. September schon sehr ungewöhnliche Hitze von rd. 30 ° war für einen Marathon denkbar ungeeignet. Mein Vorhaben, unter 4 Stunden zu bleiben und locker ins Ziel zu kommen, musste ich spätestens nach der Halbmarathon -Marke begraben. Und so fing alles an: der Weg nach Pleinfeld von der Autobahn München-Nürnberg ist nicht so optimal beschildert; wir finden unser Ziel erst gegen 12 Uhr, also eine Stunde vor dem Start, In einer Seitenstraße, nicht weit vom "Zentrum" von Pleinfeld parken wir, gehen die paar Meter zu Fuß zur Stadthalle. Die Startnummernausgabe ist schnell erledigt; nur bei den Nachmeldern steht eine ziemlich lange Schlange - immerhin nur noch eine dreiviertel Stunde hin zum Start. Die Organisation ist wohl von dem Ansturm an Nachmeldungen überrascht worden. Noch mal zurück zum Wagen, umziehen und wieder in den Ort. Nach einigen Erkundigungen finde ich auch die Stelle, von der aus der Zubringer-Bus zum Start abgehen soll. Hier steht wieder eine endlos lange Schlange von Läufern, die zum rd. 3 Kilometer entfernten Start am Brombachsee hingebracht werden wollen. Ich beschließe, wie etliche andere auch, dorthin zu Fuß zu gehen, da noch genügend Zeit bis 13 Uhr bleibt. Ich hätte mir noch mehr Zeit lassen können, denn der Startschuss fällt erst um 13 Uhr 15. Als Grund hierfür vermute ich die Vielzahl der Nachmeldungen, bzw. den sicher überforderten Zubringerdienst, der mittels einiger von einem örtlichen Autohaus bereit gestellten Personentransportern erfolgt, die höchstens für jeweils 10 Läufer Platz bieten. Der verzögerte Start bedeutet, noch ein Weilchen länger auf dem Stausee-Damm in der Sonne zu braten. Nicht nur mir wird es wegen der immensen Hitze mulmig geworden sein. Die Strecke geht rund um den großen Brombachsee, den Igelsbachsee, sowie zweimal um den kleinen Brombachsee. Den großen und kleinen Brombachsee trennt ein Fahrdamm, der dreimal zu passieren ist. Die Laufstrecke besteht überwiegend aus breiten geschotterten -z.T sehr staubigen - Wegen. Leider liegt ein Großteil des Weges in der prallen Sonne. Kaum durch ein schattiges Stück Wald gelaufen, taucht man wieder in das gleißende Licht ein. Aber positiv: es ist von Anfang an genügend Platz, um sein Tempo zu finden. Einige werden wohl zu schnell angegangen sein, denn sie werden schon nach einigen Kilometern zu ersten "Opfern". Es ist nicht nur flach, wie man bei einem Lauf rund um einen See denken würde, sondern an einigen Stellen durchaus etwas wellig. Zum Ende, bei Kilometer 38 etwa, kommt sogar noch einmal ein relativ kräftiger Anstieg (den aber die meisten im hinteren Bereich - mich eingeschlossen - ohnehin nur noch gehend bewältigen können). Aber in der gesamten Betrachtung würde ich den Kurs dennoch noch als relativ flach bezeichnen. Getränkestationen gibt es sehr regelmäßig, mindestens alle drei Kilometer, wenn nicht sogar etwas früher. Es sind auch Bottiche zum Wasser schöpfen aufgestellt . dazu gibt es Becher mit Wasser und Iso, später auch Bananen- und Apfelstücke. Die meist jugendlichen Helferinnen und Helfer arbeiten hervorragend, sind sehr freundlich, großes Lob! Die Versorgung unterwegs wird also den Ansprüchen -hauptsächlich nach genügend Flüssigkeit - durchausgerecht. Zuschauermassen dürfen hier natürlich nicht erwartet werden. Einige Badestellen, Ausflugsgaststätten gibt es entlang des Kurses. Einige Leute applaudieren freundlich, viele werden das Spektakel angesichts der Temperaturen wohl als zweifelhaft angesehen haben. Psychologisch hat mir persönlich die zweite Umrundung des kleinen Brombachsees irgendwie den Rest gegeben: zum zweiten Mal bei Km 24 über den lang(weilig)en Fahrdamm zwischen großem und kleinen Brombachsee, mit der Aussicht, diesen noch ein drittes Mal bei Km 33 passieren zu dürfen. Ein Wort zu den Kilometermarkierungen: die ersten drei der im übrigen regelmäßigen und gut sichtbaren Schilder waren wohl irgendwie sehr "über den Daumen" angebracht. Für den ersten Kilometer habe ich danach rd. 8 Minuten benötigt, sicher etwas zu viel, zwischen Kilometer zwei und drei war ich dagegen rd. 3 Minuten schnell, sensationell!! Ansonsten hat `s wohl gepasst mit den Abständen. Die letzten 2,5 Kilometer Richtung Ziel, meist nur noch bergabhinunter nach Pleinfeld sind unter besseren Bedingungen sicher etwas zum Genießen. Den Zieleinlauf in der Ortsmitte von Pleinfeld möchte ich als sehr schön bezeichnen. Dort sind auch sehr viele Zuschauer, darunter auch Monika (nach endlos langen Stunden der Warterei) die mit den von der Organisation geschenkten Ratschen kräftig Lärm machen. Es gibt eine weitere Medaille fürdie Sammlung. Die vorbereitete Urkunde erhält jeder schon mit dem Startpaket (dieses beinhaltet auch ein T-Shirt oder ein Käppi) zum späteren Ausfüllen per PC.Auf einer kleinen Wiese kurz nach dem Zieleinlauf gibt es für die Läufer Verpflegungsstände: Wasser, Iso, Red Bull, Bananen und Äpfel. Ein Massagezelt ist aufgebaut, dazu stehen einige SanitäterInnen bereit, die an diesem Tag bestimmt viel zu tun hatten. Sehr wohltuend jetzt, dass es keinerlei Gedränge gibt, alles sehr aufgelockert aufgebaut ist und man schnell etwas durchatmen und an die Hygiene denken kann. Die Leute sind alle sehr hilfsbereit und freundlich. Ich mache mich auf den Weg zum Zubringer-Dienst, um zur Brombachhalle zum Duschen zu kommen, denn jetzt sind mir die drei Kilometer zum Gehen viel zu weit. Schließlich finde ich nach einigen Erkundigungen die inzwischen etwas weiter (wegen der immer noch einlaufenden TeilnehmerInnen) verlegte Stelle, wo die "Kleinbusse" abfahren. Es heißt noch einmal rd. 20 Minuten Geduld, bis ein Fahrzeug kommt. Sogar die freiwillige Feuerwehr ist inzwischen aufgeboten,um Zubringerdienste zu leisten. Zurück geht es dann aber wesentlich schneller, da Viele wohl erst mal beim vor der Brombachsee-Halle aufgebauten Festzelt (dort Nudelessen) und bei den anderen Getränke- und Essensstationen, sowie einem Kaffee- und Kuchenstand bleiben. Als Fazit würde ich dem Brombachsee-Marathon in der Summe schon gute Noten ausstellen, wenn auch einige organisatorische Verbesserungen wünschenswert scheinen: Startzeit in jedem Fall auf 9 Uhr vorverlegen, auch wenn nicht immer Ende September mit derartigenklimatischen Bedingungen, für die ja niemand etwas kann, gerechnet werden muss. Dann Optimierung des Zubringerdienstes. Mir persönlich hätte es auch bessergefallen, lieber noch eine Schleife von rd. 9 Kilometer irgendwo durch den Wald, dafür nur einmal um den kleinen Brombachsee laufen zu müssen. Bei den Organisatoren,den vielen Helfern, den freundlichen Menschen an der Strecke und natürlich bei Monika für deren Geduld möchte ich mich herzlich bedanken, an deren Bemühen lag es sicher nicht, dass der Lauf nicht zu meinen persönlichen läuferischen Höhepunkten gerechnet werden wird.Gehört zwar nicht zum Marathon: aber warum fanden die auf der homepage desBrombachseemarathon für den "ganzen Nachmittag" angekündigten Schnupperkursefür Nordic Walking nicht statt?

Peter Dekant


Bericht von Martin Zerenner über den Brombachsee Marathon am 21. 09. 03
][ zu Testberichten anderer Veranstaltungen ][
][Martin Zerenner][Peter Dekant][Peter Wiedemann][

Landschaftlich ein sehr schöner Marathon...

Heute schreibe ich für Euch von meinem Hitzelauf beim Brombachseemarathon. Nachdem ich die Mitteilung darüber vom Organisationsteam der Veranstaltung erhalten hatte, schaute ich mir deren Homepage mal etwas genauer an, um mich vorab zu informieren und fand den Internetauftritt gut gelungen. Hilfreich war für mich die gute Anfahrtsbeschreibung, so daß ich am Morgen des 21.September von der Autobahn 6 Heilbronn-Nürnberg kommend gut meinen Weg nach Pleinfeld im fränkischen Seenland fand. Bereits auf der Anfahrt wurde deutlich, daß dies heute eine Hitzerennen werden würde. Die innerörtliche Wegführung war dann allerdings etwas dürftig, zumal die verschiedenen Örtlichkeiten recht weit auseinanderlagen - Umziehen und Duschen und abends die Siegerehrung in der Brombachhalle, von da aus rund 1,5 km in die eine Richtung zum Start am Damm des Sees und die gleiche Entfernung in die andere Richtung zur Ortsmitte Pleinfeld mit Startnummernausgabe und Ziel. Ich fand dann aber beim Eintreffen so gegen 11.00 Uhr noch einen recht nahen Parkplatz zur Ortsmitte und konnte in Ruhe die Startunterlagen abholen, was recht flott ging. Die Örtlichkeit war mit dem Parkhaus neben dem Rathauszwar etwas ungewöhnlich und kahl, was aber durch die Freundlichkeit der netten Helfer wieder wettgemacht wurde. Die Startertüte war wie üblich gefüllt mit Startnummer, Prospekten und Werbebeigaben. Als Werbegeschenk standen Finisher-Shirt oder Laufkappe - auf gut bayrisch bzw. fränkisch "Käppi" - zur Auswahl, was ich eine gute Idee fand. Nach der Abholung schaute ich mich dann noch auf der kleinen Laufmesse vor dem Rathaus um, wo ich sogar noch ein paar wirklich günstige Schnäppchen machen konnte. Dort stand auch der Moderationstruck mit dem Sprecher Peter Maisenbacher, direkt in der letzten Kurve vor dem Ziel in der Ortsmitte von Pleinfeld. Zum Umziehen fuhr ich dann zur Brombachhalle. Dort waren genügend Umkleidekabinen vorhanden, so daß es kein Gedränge gab. Nach dem Umziehen wollte ich dann eigentlich mit dem Shuttle-Service zum Start am Damm des Brombachsees fahren. Allerdings war dieser nicht in der Lage, die Kapazitäten aufzunehmen, da es sich hierbei lediglich um 2 oder 3 VW-Busseeines örtlichen Autohauses mit maximal je 10 Plätzen handelte. So ging ich dann mit meiner Ehefrau und einer Bekannten, die mich begleiteten, zu Fuß die rund 1,5 km zum Start. Dieser war ja eigentlich für 13.00 Uhr vorgesehen, verzögerte sich aber um rund 10 Minuten, einmal, weil wohl noch Läufer eintrafen (Kapazität Shuttle-Service) und zum zweiten, weil wohl einige der 15 min später startenden Seenläufer bereits im Marathon-Startfeld standen. So standen wir dann bis etwa gegen 13.10 Uhr in der Hitze von rund 30 Grad, bis endlich der Startschuß fiel. Das Feld von rund 800 Läufern zog sich auf dem Damm dann schon recht gut auseinander. Die ersten Kilometermarkierungen waren dann nicht ganz exakt, sondern mehr "Pi mal Daumen" angebracht, aber ab etwa km 3 passte es dann soweit. Auf der Strecke wechselten dann lange Sonnenpassagen mit kürzeren Schattenpassagen durch Waldbestand am Seenrand ab. Der Untergrund bestand aus meist aus festem, leicht gesplitteten Schotter, waa allderdings recht staubig war. Abgesehen von der Hitze, war es landschaftlich eine herrliche Strecke, da man meistens den See im Blick hatte. Da diese Veranstaltung von mir als harte Trainingseinheit für den Frankfurt-Marathon geplant war, konnte ich auch meinen Zeitziel ohne großen Ärger nach unten korrigieren. Die Hitze selbst habe ich glücklicherweise - im Gegensatz zu vielen anderen, die schon recht früh zu gehen anfingen oder ganz ausstiegen (Finisher ca. 650) - recht gut verkraftet, zumal genügend Wasser- und Getränkestellen mit Iso, Wasser sowie Bananen und Äpfeln vorhanden waren. Allerdings hatten die Sanitäter und Ärzte trotzdem genug zu tun. Trotz der landschaftlich schönen Strecke gibt es aber doch einige Abstriche zu machen. So wurde nach einigen Kilometern am Nordufer des Großen Brombachsees entlang der Igelsbachsee umrundet. Nach der Umrundung traf man allerdings auf dem nochmals zu überquerenden Damm auf die zwischenzeitlich aufgelaufenen, zum Teil zu dritt nebeneinanderlaufenden Walker. Dies führte auf dem weiteren Streckenverlauf auf dem rund 3 m breiten Radweg zwischen Igelsbachsee und Kleinem Brombachsee zu Behinderungen der Läufer, zumal auch noch viele Ausflügler auf dem Rad unterwegs waren und überholten oder entgegenkamen. So war ich auf diesen ca. 2 km gezwungen, Slalom zu laufen. Hier wäre eine noch mehr entzerrte Startzeit meines Erachtens besser. Der kleine Brombachsee musste dann zum Erreichen der Marathonstrecke sogar zweimal umrundet werden, so daß man insgesamt dreimal über den Damm zwischen Großen und Kleinem Brombachsee lief. Dies war von der Streckenführung der eigenen Motivation doch etwas abträglich, so daß es besser wäre, die fehlenden rund 9 km durch die zweite Umrundung irgendwo anders, wie z.B. durch eine Ortschaft am See hereinzuholen. Dadurch könnte vielleicht auch etwas mehr Anfeuerung durch Zuschauer erzeugt werden. Zwar sind bei einem Landschaftsmarathon wie hier sicher immer weniger Zuschauer wie in der Stadt, aber bei der zweiten Umrundung des kleinen Brombachsees hatte die Begeisterung der Gäste in den Strandanlagen sowie in den Lokalen spürbar nachgelassen. Auch einige Radausflüger fühlten sich durch die Läufer wohl etwas eingeschränkt, vor allem diejenigen, die auf einem rikscha-ähnlichen, rund 2 m breiten, vierrädrigem Gefährt, das man ausleihen konnte, den See umrundeten und sich teilweise die Läufer aus dem Weg "klingelten". Nach der zweiten Umrundung ging des dann am Südufer des Großen Brombachsees entlang zurück in Richtung Pleinfeld. Nach rund 35 km fast flacher Strecke hatte man dann hier noch einige kleinere Steigungen zu überwinden, die zwischen km 39 und 40 in einem steilen, kurzen Anstieg vom See weg in Richtung Pleinfeld gipfelten. Der letzte km führte dann durch Pleinfeld, wo man im Zielbereich in der Ortsmitte von jubelnden Zuschauer empfangen wurde. Diese machten die unterwegs fehlenden Anfeuerungen wieder wett. Super waren hier wie auch zum Teil auf der Strecke die kostenlos vom Veranstalter verteilten Rätschen, die einen Riesenkrach verursachten. Nach dem Ziel gab es dann etwas abgesetzt eine gute Versorgung mit Getränken, Obst und Massagen. Zum Duschen und Umziehen wollte ich eigentlich mit dem Shuttle-Service zur Halle fahren. Da dieser aber zu diesem Zeitpunkt noch immer überlastet war, schlich ich zu Fuß zu Halle. Dort allerdings konnte ich in Ruhe und mit Platz duschen (warm!) und mich umziehen, um danach im Festzelt vor der Halle meine Pasta zu geniessen. Nachdem ich dann wieder einigermaßen hergestellt war, machten wir uns gegen 20.00 Uhr auf den Heimweg.
Fazit: Der Brombachseemarathon ist landschaftlich ein sehr schöner Marathon, der auf jeden Fall Zukunft hat und seinen Platz in der Jahresplanung so einiger Läufer und Läuferinnen finden dürfte. Die Premiere lässt noch einige Verbesserungsmöglichkeiten offen. Zwar konnte niemand vorausahnen, daß am 21. September noch rund 30 Grad Hitze sind, aber ein früherer Starttermin wäre trotzdem angebracht. Auch eine weitere Entzerrung der Startzeiten sowie eine veränderte Streckenführung in Bezug auf den 2-maligen Rundkurs um den Kleinen Brombachsee wäre empfehlenswert. Die weiten Wege zwischen Start,Ziel und Umziehen waren auch nicht ideal. Über eine - zumindest teilweise - Streckensperrung für die Veranstaltung, vor allem wegen des starken Ausflugsverkehrs, könnte man sicherlich auch nachdenken. Ansonsten aber war es trotz aller Kritik, die ja auch konstruktiv sein soll, eine gelungene erste Veranstaltung und ich möchte ich bei running-pur dafür bedanken, daß ich bei diesem Lauf als Testläufer unterwegs sein durfte.

Peter Wiedemann