Testläufer berichten vom Baldeneysee-Marathon am 14. 10. 2001

Baldeneysee-Marathon 2001

Für running-pur waren Testläufer bei dieser Veranstaltung unterwegs. Sie sammelten Eindrücke, blickten hinter die Kulissen, um Ihnen, lieber Leser, ein Bild von der Qualität, dem Ambiente und der Stimmung zu verschaffen.
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BERICHT VON Frank Wolff über den Baldeneysee-Marathon
][ zu Testberichten anderer Veranstaltungen ][
][ Frank Wolff ][ Volker Raabe ][ Andreas Tews ][


Liebes Running-Pur Team !
wieder einmal kam ich durch Euch in den Genuß eines Freistarts bei einem Marathon. Dafür heute einmal vorab ein ganz besonders herzliches Dankeschön !
Die Anreise verlief über die A45 Sauerlandlinie und den Ruhrschnellweg ohne größere Komplikationen. Allerdings hatte ich die heimatlichen Gefilde doch etwas spät verlassen. Nach Abfahrt vom Ruhrschnellweg dann das große Rätselraten. Erst nach mehrmaligen Nachfragen fand ich glücklich Start- und Zielgelände. Eine Ausschilderung des Veranstalters fehlte völlig und wäre an manchen wichtigen Kreuzungen hilfreich gewesen. Natürlich ist es klar, daß dies vom Veranstalter nur mit erheblichen Aufwand zu bewerkstelligen ist und auf Grund der Menge der zusammenlaufenden Autobahnen und Bundesstraßen im Ruhrgebiet sich schwierig gestaltet. Jedoch wäre es für Neulinge bei diesem Marathon schon hilfreich, wenn man zumindest im näheren Umkreis ein paar Schilder z.B. "zum Marathonstart" an wichtigen Knotenpunkten positionieren könnte. Man kann ja nicht davon ausgehen, dass jedermann die Veranstaltung bekannt ist, auch wenn es bereits der 39. Marathon war. Obwohl ich durch Zeitverluste beim Suchen nach der in der Ausschreibung festgelegten Zeit von 9.30 Uhr ankam, funktionierte die Ausgabe der Startunterlagen auch noch schnell und problemlos um 9.50 Uhr. Die junge Dame im Wettkampfbüro meinte mit einem freundlichen Lächeln, dass ich wohl ein wenig spät dran wäre. Wie Recht Sie damit hatte. Glücklich fand ich mich dann doch noch rechtzeitig bei den übrigen Läufern/Innen ein. Zwei "alte" Bekannte, hätte ich allerdings fast in meiner Hektik rechtzeitig zum Start zu gelangen übersehen. Zum Glück hatten Sie mich jedoch ausfindig gemacht und so konnten wir wenigstens noch kurz "shake hands" machen, bevor es dann endgültig los ging.
Größere Zeitziele hatte ich mir keine gesetzt. Nach Köln eine Woche zuvor sollte es ein Trainingslauf werden. Außerdem wollte ich die Landschaft genießen und den einen oder anderen netten Plausch unterwegs halten. Das Wetter für dieses Vorhaben wie gemalt. Blauer Himmel, warme angenehme Temperaturen - einfach herrlich ! Wenn man nicht gewußt hätte, dass der Kalender den 14. Oktober zeigt, hätte dies auch ein schöner Sommertag sein können. Und los ging es, heraus aus dem Start/Ziel-Gelände ganz in der Nähe des Ruder-Regattahauses in Essen-Hügel. Zunächst führte uns die Strecke in Süd-westliche Richtung und bereits nach 1 km eine erste Zeitansage eines Helfers. Eine tolle Orientierungshilfe für die Läufer/Innen die nicht die Zeit mitstoppen oder in der Aufregung vergessen die Zeit zu nehmen, was mir übrigens auch schon passiert ist. Zahlreiche solcher Zeitansagen durch Helfer sollten im weiteren Streckenverlauf folgen. Überhaupt überraschte positiv die stattliche Zahl der Helfer/Innen. Ohne Ausnahme waren diese freundlich und klatschten den Läufer/Innen reichlich Beifall. Nach kurzer Laufzeit Richtung Werden, welches sich am Südufer des Sees befindet und eigentlich die einzige größere Ortschaft ist welche man auf der gesamten Strecke durchläuft, wird ein erster weitläufiger Blick auf den Baldeneysee frei. Ja der Baldeneysee, wo die größte deutsche Binnensee-Regatta ausgetragen wird und von dem über 5 Millionen Menschen im Ruhrgebiet Ihr Trinkwasser erhalten, gehen mir die Gedanken durch den Kopf. Schon bald war Werden erreicht, wobei sich das Zuschauer-Interesse in Grenzen hielt. Aber die Menschen die an der Strecke waren, zeigten nicht minder starken Enthusiasmus als das Publikum in Köln eine Woche zuvor und man glaubt es kaum auch eine Samba-Gruppe am Wegesrand unterstützte tatkräftig mit Ihren Samba-Rhythmen. Köln-Gefühle wurden wach. Weiter ging es am Südufer des Sees entlang Richtung Kupferdreh. Das baumbestandene Ufer spendete reichlich Schatten und so war der Lauf auf fast der gesamten Strecke bei nun doch recht warmen Temperaturen doch nicht so Kräftezehrend als bei einem Lauf in praller Sonne. Die Strecke an sich flach und asphaltiert, ohne jeglichen Verkehr gut zu laufen. Immer wieder schöne Ausblicke auf den See. Segelschiffe, Ausflugsdampfer, Ruderer und Kanuten bieten genügend Abwechslung fürs Auge. Darüberhinaus begegneten uns viele Spaziergänger, die uns teilweise etwas ungläubig anschauten und Skater. Auf der gegenüberliegenden Seite unweit hinter Werden entdecke ich auf der nördlichen Seite des Sees auf einer Anhöhe im Wald deutlich ein helles Gebäude - Villa Hügel, die bis in die 40er Jahre Wohnsitz der Industriellenfamilie Krupp war. Heute ist Sie eher Schauplatz von namhaften kunsthistorischen Ausstellungen und Galerien bzw. wichtiger Empfänge. Eine Pressemitteilung fällt mir unweigerlich ein, wo es ein Treffen im August zwischen Ministerpräsident Wolfgang Clement und namhaften Vertretern der NRW-Wirtschaft über die Olympia-Bewerbung 2012 in der Villa Hügel gab. Und ein Slogan kommt mir beim Weiterlaufen in den Kopf "... hart wie Krupp-Stahl", obwohl dieser wohl aus Zeiten stammt die sich niemand mehr zurück wünscht, aber die Marathon-Läufer/Innen, ja auf die trifft dies sicherlich zu "hart wie Krupp-Stahl" im physischen als auch in psychischer Hinsicht.
Bald war die erste Verpflegungsstelle erreicht. Die Verpflegung ansich war mit Wasser, Tee, Elektrolyten, Cola und Bananenstücken ausreichend und gut. Der Abstand der weiteren Verpflegungsstände war angemessen und nicht zu weit voneinander entfernt. Überhaupt muß man dem Veranstalter ein Kompliment für die sehr gute, reibungslose Organisation machen. Eine große Professionalität der Organisatoren läßt diesen Marathon in Verbindung mit der herrlichen Landschaft zu einem einmaligen Erlebnis der besonderen Art werden und muß sich dabei nicht hinter den ganz großen Marathonläufen der Großstädte verstecken. Wobei mir persönlich sowieso die mehr familiäre Atmosphäre, dieses Marathons mehr imponiert hat, als mancher kommerziell anmutender Großstadt-Marathon. Sicherlich trägt dazu auch der Umstand bei, dass dieser Marathon - wie so manch anderer - von der Teilnehmerzahl noch nicht so hoffungslos überlaufen ist.
Auf der Höhe Kupferdreh am östlichen Ende des Sees überquerten wir schließlich die Kampmannbrücke und liefen für einige Kilometer die Wuppertalerstraße hinauf bis zu einem Wendepunkt, das einzige langweilige und wenig abwechslungsreiche Stück der Strecke. Im Gegenteil, etwas deprimierend ist es schon so viele Läufer/Innen schon auf dem Rückweg der Strecke zu sehen, bis man schließlich selbst den Wendepunkt erreicht hat.
Das Nordufer ansonsten wieder genauso baumbestanden und schattig wie das Südufer. Immer wieder kleine Zuschauergruppen die uns aufmunternd anfeuern. Noch einmal gilt es den See zu umrunden, um nach der 2. Runde, diesmal jedoch ohne Wendeschleife nach passieren eines Biergartens ins Ziel einzulaufen. Der Zieleinlauf selbst wird professionell kommentiert und im Zielbereich gibt es zunächst einmal einen Finisher-Beutel mit Brötchen, 1 Flasche alkoholfreiem Bier, einem Notizblock, Kugelschreiber und natürlich eine Medaille. Getränke wie Wasser, Cola, Tee stehen auch hier noch ausreichend kostenlos zur Verfügung und man staune selbst an aufgeklappte Sitzbänke wurde für die Läufer/Innen gedacht, die erstmal sitzend verschnaufen wollen. Etwas nicht unbedingt Selbstverständliches und was ich selbst bei der sonst sehr gut organisierten Veranstaltung in Köln vermißt habe, wo ich zusammen mit anderen Läufern/Innen auf dem Bordstein saß. Die Massagezelte sind nah und schnell zu erreichen, Duschen und Umkleidemöglichkeiten ausreichend vorhanden.
Im ganzen gesehen sicherlich eine Veranstaltung die man gerne mal wieder besucht und mit der man sehr gut einen Kurzurlaub aufgrund der zahlreichen Sportmöglichkeiten am Baldeneysee oder ein interessantes kulturelles Rahmenprogramm verbinden kann. Für mich auf jeden Fall steht fest : "Baldeneysee ich komme wieder !"
Euer Läufer
Frank Wolff


BERICHT VON Volker Raabe über den Baldeneysee-Marathon
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Der Bericht: Hallo Running-pur Team,
vielen Dank, dass für für Euch als Test-Läufer beim Essen Marathon starten durfte.
Wir waren als Gruppe unterwegs - 4 LäuferInnen und 2 Betreuerinnen - und sind am Sonntagmorgen aus Bremen und Oldenburg nach Essen mit dem PKW angereist. Die Fahrt war unproblematisch, ab BAB und B224 ist die Veranstaltung gut ausgeschildert und bis 08.30 Uhr bekommt man noch einen Parkplatz ganz in der Nähe des Starts. Die Organisation in Essen klappte bestens, nach kurzer Wartezeit hatten wir unsere Startnummern, alles ist überschaubar und gut zu finden, die Helfer waren nett, kompetent und verbreiteten gute Laune. Einziger Wermutstropfen: Ich fand, dass zu wenig Toiletten bereitgestellt waren. 4 Dixis im Startbereich, davon 1 Ex. defekt, ein weiteres voll bis zum Stehkragen reichten nicht aus und trieben die Läufer kurz vor dem Start in die Büsche. Auf der Strecke habe ich gar keine Klos gesehen ??
Bei traumhaften Wetter ging es um 10.00 Uhr los. Auf Grund des größeren Teilnehmerfeldes ging es auf eine geänderte Strecke, der 7km lange Schlenker am Anfang entfiel und wurde erst nach 12km eingebaut. So ging es gleich auf die Runde um den Baldeneysee. Zahlreiche Zuschauer säumten die Strecke und feuerten die Läufer an, bei ca. 15 Grad hatten wir am Anfang ideale Bedingungen und es herrschten im Läuferfeld und an der Strecke eine super Stimmung. Ich hatte mir eine Zeit zwischen 3:10 und 3:15 vorgenommen und trat erst einmal auf die Bremse, um nicht zu sehr von den schnellen Hirschen mitgerissen zu werden. Das klappte auch ganz gut, ich pendelte mich bei 4:25 ein. Die Essener Strecke rund um den See hat mir immer schon sehr gut gefallen, ich ziehe halt die schöne Natur den Straßenfluchten vor und finde es auch nicht schlimm, wenn an einigen Stellen nicht ganz so viele Zuschauer stehen. Bei dem Traumwetter in diesem Jahr sah alles besonders schön aus, und ich hatte auch den Eindruck, daß besonders viele Zuschauer unterwegs waren.
Wie bereits gesagt, hatten die Veranstalter in diesem Jahr den Streckenverlauf geändert, um zu verhindern, daß die ganz schnellen bereits nach ca. 5km auf die etwas langsameren Läufer treffen. Dieser Schlenker wurde jetzt nach ca. 12km eingefügt. Die Seerunde wurde verlassen und wir liefen 7km lang eine Wendepunktstrecke auf einer breiten abgesperrten Straße. Dieser neue Abschnitt hat mir nicht besonders gut gefallen, er war relativ wellig, ohne Schatten, sicherlich zweckmäßig, aber nicht so schön wie der Rest der Strecke. Ich war froh, als es dann wieder zurück an den See ging. Nach ein paar Kilometern war dann die HM-Distanz erreicht, ich lag mit 1:35 gut im Plan und wurde von meiner Frau angefeuert, was mich natürlich beflügelte.
In der 2. Hälfte machte sich doch die Wärme bemerkbar. Obwohl die Versorgung alle 4-5 km prima klappte (die Punkte waren angekündigt, es gab genügend Getränke, Bananen und Schwämme, es waren ausreichend Helfer vorhanden, so daß es keine Staus gab), merkte ich ab 30km die Beine und mußte ab 35km das Tempo etwas rausnehmen. Mit 3:13 bin ich dann ins Ziel gekommen. Leider hatten andere Läufer wesentlich mehr Schwierigkeiten und mußten sich in der 2. Hälfte richtig quälen. Vor all denen, die in Teil 2 bis zu 30 Min. länger brauchten, kann ich nur den Hut ziehen, zeigt es doch, daß die Marathonis eine super Moral haben, auch wenn es mal nicht rund läuft!! Jetzt kamen auch die Sanitäter von den Johannitern zum Einsatz, so mancher Läufer mit Kreislaufproblemen mußte versorgt werden.
Nachdem unsere Gruppe wieder zusammen war, genossen wir das Leben in vollen Zügen auf der Terrasse eines Ausflugslokals direkt am See. An den staksigen Bewegungen sah man, daß einige Läufer den Weg hierher gefunden hatten. Zwischen 15.00 und 17.00 Uhr konnte man sowieso nicht wegfahren, da sich der Bereich in der Nähe des Startes, in dem viele Läufer ihre Autos stehen hatten, durch die nachdrängenden Ausflügler in einen großen Verkehrsstau verwandelt hatte, in dem sich absolut nichts mehr bewegte. Beim Kaffeetrinken erzählten mir dann mehrere Läufer, daß sie sich immer dann, wenn sie mal nicht in einer Gruppe unterwegs waren, von einigen rücksichtslosen Skatern belästigt wurden. Vielleicht kann man die Strecke während des Laufes noch besser absperren!
Fazit: Eine gut organisierte Veranstaltung mit einer schönen Strecke und einem engagiertem Team. Aus meiner Sicht eine echte Alternative zu einem der großen Stadtmarathonläufe. Auch für Anfänger zu empfehlen. Ich werde hier bestimmt wieder an den Start gehen.
Volker Raabe, LT TuS Ofen


BERICHT VON Andreas Tews über den Baldeneysee-Marathon
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Hallo liebes Running-pur-Team,
danke als erstes, das Ihr es mir ermöglicht habt, den Essener Baldeneysee-Marathon unter die Füße zu nehmen. Als Wahlessener, der seit nunmehr 4 Monaten am See wohnt ist es ein besonderes über den Lauf durch mein " Wohnzimmer" zu berichten. Objektiv wird dieser Bericht sein, das sei jedem Leser gesagt.
Sonne und blauer Himmel im Oktober. Was will man mehr, nur die Temperaturen stiegen mit der Nervosität der 1700 gemeldeten Teilnehmer. Die Organisation im Vorfeld ließ nicht zu wünschen übrig. Einer meiner Mittester beklagte die mangelnde Ausschilderung des Laufes.Doch sind wir mal ehrlich, wer schon öfter auf Laufveranstaltungen war, der weiß wie eine Beschilderung aussieht. Denn diese waren vorhanden und auch deutlich zu sehen. Auch die Anzahl der Toilettenhäuschen war o.k. Mehr als 4 habe ich übrigens gesehen.Nämlich 4 an
der Anmeldung und 4 am Start.Drumherum ist genug Wald. Wer es komfortabler haben möchte, der soll sich eben anstellen.
Vom Start weg ließ das Rennen für mich gut an. Dazu muß man sagen, das meine Zeitvorstellung im Vorfeld korrigiert werden mußte. Eine hartnäckige Fußverletzung trotzte mir 4 Wochen Laufpause ab, so daß ich mich entschloß diesen Marathon als schnellen Trainingslauf mitzunehmen. 3:10-3:15 Std. war das Ziel, denn am 4.November sollen in Bottrop die 3:30 Std über die 50 km fallen. Als nach 3 km der Ortsteil werden durchlaufen wurde war mein Tempo mehr als o.k. 12:45 min. deuteten Richtung Sub 3 hin. Zuschauer standen an den Straßen. Es ging wieder hin zum See. Die Sonne strahlte durch die Bäume und glänzte im See, Läuferträume werden wahr. Der Baldeneysee ist ein Naherholungsgebiet das nicht nur im Ruhrgebiet bekannt ist. So ist es auch
verständlich, das bei gutem Wetter viele Touristen kommen. Während des Laufes ist das Radfahren oder Inlinen am See untersagt, oder besser gesagt weisen Polizisten auf Motorrädern darauf hin doch bitte einen anderen Weg zu fahren.
Ich hatte während des Rennens keine Probleme mit diesen Personen. Ausnahmen gibt es sicherlich. Bei km 5 traf ich einen alten Freund den ich lange nicht gesehen hatte. Sein Ziel war in den Bereich 3:05 zu laufen. So beschloß ich ihn zu begleiten und ihn zu Bremsen, waren wir doch etwas zu schnell. Von nun an liefen wir etwa im 4:20 er Schnitt. Genau das Tempo. Leider mußte er
mit Schulterschmerzen passen, Sodas ich ab km 20 allein lief. Vorher sei noch gesagt das die Streckenänderung mit dem langen Wendepunktstück in der ersten runde von vielen Läufern genau wie mir als sehr angenehm angesehen wurde. Dieses ist so lange das in der Anfangsphase des Laufes von der Spitze bis zum Ende das gesamte Feld kontrolliert werden kann und alte Bekannte
herausgefischt werden konnten. Ein Riesenspaß und eine gute Möglichkeit Leute zu finden die man am Start verpaßt hatte. Langsamer ist die Strecke trotz einer kleinen Welle nicht geworden.
Der Halbmarathonpunkt wurde von mir in 1:30:56 passiert. Niemandsland. Zu langsam für Leute die unter 3 bleiben wollten und wer läuft freiwillig auf eine Endzeit von 3:01-3:02 an....
So beschloß ich, da ich eh zu schnell für meine Vorgabe war, der Statistik halber die 2 vor dem Punkt zu sichern und steigerte das Tempo auf 4:00-4:05 min/km. Bei km 27 war ich im Plan und konnte das Tempo wieder drosseln, warum Körner für Bottrop verschießen. 4.15 reichten jetzt aus um letztendlich in 2:59:04 Brutto in Ziel zu gelangen. Im Zielbereich auf den Tribünen der Regattastrecke Zuschauer in Massen. Trotz der Massen auch auf den letzten Meter entlang des Sees, ließen die Zuschauer fairerweise immer eine Gasse die sehr gut zu belaufen war. Dies Zeigen auch die Bilder im Internet: (Für Interessenten: www.laufen-in-essen.de).An verschiedenen Punkten der strecke wie z.B. kurz vor dem wendepunktstück tummelten sich ebenfalls Zuschauer, die Verpflegungsstellen waren reichlich und gut bestückt. Die Helfer hatten immer ein aufmunterndes Wort für die Teilnehmer. Im Ruhrpott weiß man halt was harte Arbeit ist und das war es für viele Läufer bei diesen Temperaturen. Harte Arbeit.
Der Baldeneysee-Marathon in seiner 39. Auflage hat immer etwas Neues zu bieten. Diese Jahr z.B. eine Samba-Band die in der 2.Runde bei km 35,5 stand. Kurios, wie in Berlin am Wilden Eber.
Kurz und gut, Essen zum 40 sten im nächsten Jahr am 13.10.2002 ist zu empfehlen. Wer eine weitere Anreise hat dem empfiehlt es sich zu Übernachten. Das Ruhrgebiet hat eine Menge zu bieten und steht in puncto Touristik, Hamburg und Berlin in nichts nach. Nächstes Jahr werden sie wieder kommen, zur "Maloche" am See.

Andreas Tews www.coach-4-you.de