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VORBERICHT VON Wolfgang Platzek über den
Baden-Marathon
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zu Testberichten anderer
Veranstaltungen ][
][ Wolfgang Platzek (Vorbericht)
][ Tester ][
Wolfgang Platzek ][ Absagen
wg. Verletzung ][
Der Bericht: Da ich für den Baden-Marathon
als Tester ausgewählt worden bin, möchte ich auch ein paar Informationen
zur Vorbereitung liefern.
Zu meiner Person: Ich bin 44 Jahre alt, laufe seit 2 1/2 Jahren, habe
5 Marathons absolviert (zwischen 3:24 und 3:53) und dazwischen immer wieder
einen Halbmarathon.
Durch das Laufen habe ich mein Gewicht von 90 auf 75 kg reduziert. Nun,
in der heißen Phase der Vorbereitung, habe ich einen Wochenumfang
von gut 90 km.
Sonntags eine schnellere Einheit (15 km unter 1:10) auf dem Asphalt, montags
und dienstags jeweils etwa 12 km im 5:30er Schnitt - ebenfalls Asphalt
-, mittwochs im Verein Waldlauf im hügeligen Gelände 12 km im
5er Schnitt, donnerstags langer Lauf - etwas schneller als 6er Schnitt
über 3 Std., d.h. ca. 31-32 km, teils auf dem Asphalt, teils auf
Schotter- oder Waldwegen (Anm.: lange Läufe mache ich nur in der
Marathonvorbereitung und zwar 6-8 Mal. Sonst lege ich öfters mal
einen 20-25 km-Lauf ein). freitags ca. 12 km im 5:30er Schnitt, samstags
relaxen.
Zwischendurch, das bietet sich jetzt im Sommer an, gehe ich mal schwimmen
und mache ohne Zeiterfassung 10 bis 20 Bahnen; außerdem fahre ich
mit dem Rad zur Arbeit.
Ich nehme als Nahrungsergänzung täglich eine Kapsel mit Vitaminen
und Spurenelementen ("1Xtäglich", gibt´s für
7,98 DM bei der Norma, und ab und zu ne Magnesium.
Ich hatte bisher immer das Glück, die Marathonvorbereitung verletzungs-
und erkrankungsfrei zu überstehen - ich hoffe, es klappt auch dieses
Mal.
Mein Ziel ist eine Zeit von 3:30, schön wären auch ein paar
Minuten weniger.
Die Erfahrung zeigt allerdings, dass man´s nicht erzwingen kann.
Wadenkrämpfe und der "Mann mit dem Hammer" haben auch bei
mir schon die schönsten Träume von persönlicher Bestzeit
platzen lassen...
Ich melde mich im September wieder, am Samstag geht´s für 3
Wochen nach Italien.
BERICHT VON Tester über den Baden-Marathon
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Bevor ich mich an das Packen meiner Sachen für
das Marathon-Wochenende in Karlsruhe mache, werfe ich sicherheitshalber
nochmals einen Blick auf die Homepage des Veranstalters und versichere
mich, dass der Marathon tatsächlich stattfindet. Keine Selbstverständlichkeit
nach den Ereignissen der letzten Woche. Es findet sich auch eine lapidare
Erklärung, man könne ja für den Weltfrieden laufen. Ich
hätte mir eine Schweigeminute vor dem Start gewünscht, ein kurzes
Innehalten. Nun gut. Nach meiner Ankunft in Karlsruhe mache ich mich gleich
auf den Weg in die Europahalle, um meine Startunterlagen abzuholen. Ohne
Wartezeit erhalte ich mein Kuvert mit Startnummer, Gutscheinen und einer
Erklärung zu dem seltsam anmutenden Versuch, mit uns Läufern
zähneputzenderweise ind Guiness-Buch der Rekorde zu kommen. Ich stöbere
noch kurz beim "Marathonmarkt", der diesen Namen nicht wirklich
verdient. Die Aktionsfläche in der Halle ist lediglich von einem
Kaufhaus bestückt. Im Freien befinden sich noch ein paar kleinere
Stände mit interessanten Angeboten. Bereits vor der Nudelparty verlasse
ich den Schauplatz.
Sonntag morgen. Mit der völlig überfüllten Stadtbahn gelange
ich zur Europahalle, wo sich genügend Umkleidemöglichkeiten
bieten. Die Gepäckabgabe gestaltet sich etwas schwieriger. Ein Riesengedränge
und keinerlei Hinweise, wie man seine Abgabestelle am schnellsten erreicht.
Nachdem auch diese Hürde gemeistert ist, begebe ich mich nach Stretching
und Einlaufen zum Startbereich. Petrus hatte wohl ein Einsehen mit uns,
endlich stoppt der Regen, aber 12°C und leichter Wind lassen einen
frösteln. Vergeblich suche ich nach einer farblichen Markierung der
Startblöcke. Ich entdecke Schilder mit Angaben der verschiedenen
Zielzeiten. Mehr ist nicht auszumachen. Ein Blick auf die Farbpunkte der
Startnummern um mich herum zeigt mir, dass entweder keiner das System
der Aufstellung checkt oder es hält sich schlicht und einfach keiner
daran. Das Startsignal. Langsam kommt Bewegung in die Masse. 6700 Sportler
nehmen teil, die Marathonläufer starten zeitgleich mit den Halbmarathonläufern.
Die zwei Startblöcke werden auf einer zweispurigen Strasse zusammengeführt.
Es ist ziemlich eng und viele Läufer weichen auf den Grünstreifen
neben den Strassenbahnschinen aus. Kurz darauf entspannt sich die Situation
etwas. Durch die Oststadt laufen wir zur Durlacher Allee. Der Turmberg
grüsst und kurz darauf passiere ich meinen früheren Schulweg.
Erinnerungen werden wach. Kurz nachgerechnet, ist es wirklich schon so
lange her? Etliche Zuschauer flankieren die Laufstrecke. Ansonsten bleibt
die Unterstützung auf der gesamten Strecke, mit kurzen Unterbrechungen,
eher schwach. Karlsruhe ist nun mal nicht Hamburg. Das Wetter ist auch
nicht wirklich einladend. Leider wurde es auch dieses Jahr wieder versäumt,
die Route attraktiver zu gestalten. Karlsruhe bietet doch schliesslich
mehr Attraktionen, als der Lauf durch einzelne Stadtteile und Industriegebiete
vermuten lässt. Schön finde ich das Teilstück durch den
Oberwald, auch wenn es auf dem schmalen asphaltiertem Weg immer wieder
zu Engpässen kommt. In einer Unterführung erschallt neben mir
der Ruf:"Wir laufen doch alle...für Frieden und Freiheit!".
Beifall von allen Seiten und nachdenkliches Schweigen. An den Versorgungsstellen
gibt es keinerlei Engpässe. Die Helfer stehen meist auf beiden Seiten
und reichen einem hilfsbereit Wasser, Apfelschorle, Elektrolytgetränk,
Bananen und Äpfel. Ärgerlich hingegen, dass immer wieder parkende
Autos unseren Weg einengen oder uns richtiggehend behindern, z.B. nach
Überquerung der Fussgängerbrücke in Rüppurr. Nach
19 km gelangen wir zur Marathonweiche. Freundliches Winken und unsere
Wege trennen sich. Nichts mehr zu sehen von langen Hosen und Baumwoll-T-Shirts.
Den Halbmarathon-Punkt erreiche ich nach 1:43 und erschrecke etwas. Habe
ich das Tempo doch zu sehr forciert? Na ja, es geht mir ausgezeichnet,
nur die immer wieder auftretenden Regenschauer kühlen zu sehr aus.
Einsam laufen wir durch Industriegebiet, bis es dann ans Überholen
der Walker geht. Aber Engpässe, wie auf der ersten Hälfte der
Strecke entstehen nun nicht mehr. Kurz darauf gelangen wir zu dem Beginn
der Wendepunktstrecke. Nicht sehr motivierend, da mir natürlich schon
viele Läufer entgegenkommen, mir aber auch bewusst ist, wie sich
die Strecke bis zum Wendepunkt noch hinzieht. Die Beine werden schon müde
und schwer, die 33km-Marke lässt grüssen. Endlich, der Wendepunkt.
Nun bin ich diejenige, die den Entgegenkommenden Mut macht. Bei km40 wird
das Einheitsgrau der Wolken auf einmal abgelöst durch blauen Himmel
und strahlenden Sonnenschein. Ich sehe wieder den Läufer im gelben
Trikot, mit dem ich seit der Marathonweiche immer wieder auf gleicher
Höhe laufe und ein paar Worte wechsel. Gemeinsam nähern wir
uns dem Ziel. Er hat Kraft für einen Endspurt und zieht mich mit.
Immer mehr forciert er das Tempo und ich kann fast nicht mehr mithalten,
da dreht er auf einmal den Kopf und ruft: "Komm Mädel, du zuerst,
geh vor mir ins Ziel". Und er lässt mich vorbeiziehen. Bei 3:34:47
bleibt für mich die Uhr stehen und nachdem ich meine Medaille und
Rose in Empfang genommen habe, reichen wir uns die Hände und ich
bedanke mich bei einem wahren sportlichen Gentlemen. Zu oft konnte ich
nämlich schon erleben, dass Männer einfach nicht zulassen können,
wenn kurz vor ihnen eine Frau die Ziellinie überschreitet.
Zurück zur Europahalle und alle quälen sich irgendwie die Stufen
zur Gepäckausgabe hinauf. Dort oben dann ist kein Helfer, der einem
die Tasche aushändigt. Die steilen Treppe auf der Tribüne sind
nun richtig gefährlich, also ganz laannggsssaaaammmm. Ich wundere
mich, dass es keine Kontrolle gibt, wer welche Tasche nimmt. Zumal wir
vor dem Start in der Toilette der Damenumkleide mehrere leergeräumte
Geldbeutel gefunden haben, offensichtlich Diebesgut. Nun aber ab unter
die wohlverdiente Dusche. Leider ist das Wasser nur mässig warm und
entspricht so gar nicht meiner Vorstellung. Ein Blick auf die bereits
aushängenden Ergebnislisten zeigt mir, dass ich mit meiner Zielzeit
tatsächlich Platz 33 in der Gesamtwertung der Frauen erreicht habe.
Voller Freude über diesen Erfolg mache ich mich auf den Heimweg.
Alles in allem betrachtet ist der Baden-Marathon eine gut organisierte
Veranstaltung. Die Teilnehmerzahl sollte bei dieser Streckenführung
jedoch keinesfalls weiter erhöht werden. Vielleicht wäre es
ja möglich, dass nächstes Jahr weniger parkende Autos unseren
Lauf behindern. Und vielleicht liessen sich, durch etwas mehr Werbung
für eine solche sportliche Grossveranstaltung, mehr Zuschauer an
den Strassenrand locken, der Gänsehaut wegen.
BERICHT VON Tester über den Baden-Marathon
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Also, mit Petrus haben die Karlsruher offenbar
so ihre Probleme... Herrschte schon letztes Jahr am Tag ihres Marathons
ein unerfreuliches, kalt-nasses Wetter, so wurde dieses Mal der letztjährige
Negatvrekord locker überboten.
Ein Einsehen hatte der Himmel wenigstens am Vortag, der einige regenfreie,
teilweise sogar sonnige Stunden bescherte. In dem Bewußtsein, dass
der Jugend die Zukunft gehört und dass auch hier eine sanfte, motivierende
Heranführung an den Sport manche spätere Jugendsünden vermeiden
hilft, wurden Läufe für Kinder ohne Zeitnahme über die
Strecken 400 m, 2,1 und 4,2 km durchgeführt. Um unnötiges Durcheinander
und um Stress für die Kinder zu vermeiden, liegt zwischen den Startschüssen
für die einzelnen Läufe jeweils eine halbe Stunde.
Sympathisch ist der niedrige Teilnahmepreis von nur 3,- DM. Erfahrene
Läufer begleiten die Kinder, ein sehr professioneller Sprecher bringt
die Nachwuchsathletinnen und -athleten "in Stimmung". Die Pausen
werden auch für kleine sportliche Vorführungen genutzt; so zeigt
einmal eine Gruppe tänzerisch die Zahnpflege (ein Motto der Veranstaltung),
in der anderen Pause werden sehr gekonnt Kunststücke mit dem Sprungseil
(neudeutsch: rope skipping) gezeigt.
Unsere Tochter nimmt an dem Lauf über 2,1 km teil; sie berichtet
begeistert von der Betreuung durch den Laufbegleiter. Sogar eine Medaille
ist im Startgeld enthalten: Das etwas verkleinerte Motiv der Marathon-Medaille
in den badischen Farben rot-gelb-rot hängt jetzt stolz über
ihrem Bett.
Als leidenschaftlicher Fan von Kaffee und Kuchen freue ich mich sehr über
die selbstgebackenen Leckereien, die zu niedrigen Preisen angeboten werden.
Weniger Freude bereitet mir die Marathon-Messe, hatte ich doch gehofft,
ein Paar gute Laufschuhe (Auslaufmodell) zu einem Schnäppchenpreis
kaufen zu können. War die Messe an sich schon recht mager bestückt,
so waren die Preise, die vor der Halle verlangt wurden, indiskutabel.
Schon eher fündig konnte man bei Hertie im Inneren werden - nur hatte
echte Qualitätsware auch hier ihren (im Vergleich zu anderen Maraton-Messen:
hohen) Preis.
Beeindruckend die Nudeln, die es für alle Läufer gab und bei
denen man zwischen den Soßen "Tomate" und "Tomate/Hackfleisch
(Bolognese)" wählen konnte: War die Normalportion schon quantitativ
am Rande dessen, was ein Normalverbraucher schaffen kann, legt einem die
Dame auf entsprechende Anfrage nochmals ohne mit der Wimper zu zucken
ein weiteres Drittel drauf.
Auch qualitativ können die Nudeln jedem Vergleich standhalten: Meine
Frau kauft sich als Nichtstarterin einen preiswerten (6,50 DM) Teller
Nudeln - Fazit: Lauf-Nudeln sind mehr und leckerer als Kauf-Nudeln!
Unproblematisch auch die Ausgabe der Startunterlagen und die Entgegennahme
des T-Shirts gegen Gutschein. Da den Gutschein nur Starter erhalten haben,
die sich bis zu einem gewissen Stichtag angemeldet hatten, konnte das
T-Shirt für 15,- DM (als Funktionshemd für 30,- DM) nachgekauft
werden.
Ach ja: Der Vortag des Ereignisses wie überall ein Jahrmarkt der
Eitelkeiten. Es ist interessant, die vielen T-Shirts anzuschauen, die
von allen möglichen exotischen oder extremen Veranstaltungen - vom
Marathon bis zum Iron Man - künden und die von ihren Besitzern mit
sichtlichem Stolz zur Schau gestellt werden...
In der Nacht schüttet es aus Kübeln, am Morgen ist es nicht
besser: Bange Frage ist jetzt, was nehme ich alles an Kleidung mit? Nicht
jeder hat "Fanbegleitung" in Person seiner Ehefrau, die einem
evtl. bei km 17 oder 33 ein trockenes Hemd bereithält und auch noch
beim schnellen Kleidungswechsel helfen kann...
Mit einer Menge Kleidung für alle Fälle bepackt, steigen wir
in Linkenheim, wo wir bei Freunden geschlafen haben, in die Tram. Leider
hat der Verkehrsverbund versäumt, zusätzliche Linien einzusetzen,
so wird das Umsteigen in Karlsruhe zeitraubend und die Tram ist mit Sportlern
überfüllt.
Da ich vor dem Lauf erst nochmal auf die Toilette gehen möchte, führt
mich mein erster Weg dorthin. Als ich aber die riesigen Schlangen vor
den Männer(!)-Toiletten sehe, schlage ich mich ein paar hundert Meter
weiter in die Büsche. Wie mag es nur den Frauen ergangen sein?
Wirklich schlecht organisiert ist die Gepäckaufbewahrung: Ohne jede
Zugangskontrolle trägt man seine sieben Sachen nach oben, um sie
irgendwo auf den Rängen zu deponieren. Noch schlimmer nach dem Lauf
das Abholen: Mit marathonschweren Füßen muss man über
die Gepäcktaschen der anderen Sportler balancieren, um zur eigenen
Tasche zu gelangen. Beim Verlassen der Gepäckzone wird zwar der Zettel
mit der Aufbewahrungsnummer mit der Startnummer verglichen, aber wer hätte
verhindert, dass ich mich in der Gepäckzone vorher aus der Tasche
eines anderen bediene?
Wenigstens hat es mittlerweile zu regnen aufgehört und es geht an
den Start.
Mein Zeitziel beträgt "unter 3 Stunden 30 Minuten", ich
reihe mich also zwischen dem Zugläufer für 3 Stunden 15 Minuten
und dem für 3 Stunden 30 Minuten ein.
Der Sprecher erinnert an die tragischen Terror-Attentate in Amerika; er
findet die richtigen Worte und so erlebe ich erstmals vor einem Marathon
eine stille, betroffene Schar von Startern, die dem Sprecher, der die
5 amerikanischen Läufer extra begrüßt, spontan applaudiert.
Endlich der Startschuss.
Da die Halb- und Ganzmarathonis die ersten 20 km gemeinsam laufen, ist
das Feld sehr dicht. Es ist also sehr schwierig, die ersten Kilometer
Tempo zu laufen.
Da ich gerne meine Zeit überprüfen möchte, suche ich die
Kilometer-Markierungen, die ich anfangs aber nicht finde. Entweder fehlen
sie oder sie wurden zu versteckt angebracht. Das Problem setzt sich während
des ganzen Marathons fort: Ich finde zwar immer wieder mal eine Kilometerangabe,
aber nicht jeder Kilometer ist angegeben...
Die Verpfegung ist vorbildlich: Es gibt Iso, Wasser und Apfelschorle,
später auch Bananenstücke. Teilweise werden zwischen den offiziellen
Verpflegungsstellen, z.B. durch den Diabetikerbund, Bananen und Getränke
angeboten. Vielen Dank!
Leider ist das Zuschauerinteresse recht gering, was wohl hauptsächlich
am Wetter liegt, so dass sich der Strom der Läufer fast unbeachtet
durch die Wohn- und Industriegebiete von Karlsruhe führt. Wobei ich
bei der Streckenführung wäre: Ich hätte mir schon gewünscht,
an der Pyramide und dem Schloss vorbeizulaufen! Allerdings hatte ein findiger
Kopf einen etwa 5 km langen Zuschauerweg ersonnen, der es Fans und Zuschauern
ermöglicht, die Läufer mehrmals zu sehen.
Zwischendurch regnet´s leider immer wieder mal heftig, ich bin also
nach kürzerer Zeit sehr nass. Mein Mitleid gilt den laufenden Kunstwerken,
die bei diesem Wetter 42,195 km "oben ohne" durchstehen müssen...
Kurz vor km 20 teilt sich die Strecke; der Großteil der Läufer
strebt dem Halbmarathon-Zieleinlauf zu und es wird schlagartig einsam.
Jetzt würde man sich ein paar Zuschauer mehr wünschen! Zeitnahme
nach der Halbmarathon-Distanz: 1 Stunde 36 Minuten - super!
Kurz vor km 33 steht eine Gruppe Fans unter einer Brücke, darunter
meine Frau. Die Anfeuerungsrufe sind Balsam für meine Motivation,
zumal jetzt Krämpfe in meinen Unterschenkeln beginnen. Zum Glück
kann ich die Krämpfe, die jetzt immer häufiger kommen, einigermaßen
unter Kontrolle halten; so kosten sie mich letztlich nur wenige Minuten.
Noch nach km 41 kann man sich nicht recht vorstellen, kurz vorm Ziel zu
sein, so einsam ist die Strecke!
Als das Schild für km 42 in Sicht ist, befallen meine Füße
wieder Krämpfe, aber angesichts der Zuschauer und des Ziels beiße
ich die Zähne zusammen und ignoriere den Schmerz, bis ich nach 3
Stunden 18 Minuten und 49 Sekunden (Nettozeit) über die Zielmatten
laufe. Ich bin erschöpft (wie immer) und glücklich (wie immer),
außerdem habe ich meine persönliche Bestzeit um fast 6 Minuten
verbessert.
Im Ziel gibt´s eine schöne Medaille, einen Becher mit Marathonaufdruck,
eine Banane und zwei Gutscheine für nichtalkoholische Getränke.
Wer mehr trinken wollte, bekam dies anstandslos, oder er ging zum Stand
der Karlsruher Wasserwerke, die ihr wirklich wohlschmeckendes Leitungswasser
ohne Begrenzung ausschenkten.
Resümee: Ein empfehlenswerter Marathon, freilich nicht für persönliche
Rekordzeiten, da es teilweise recht heftig bergauf und bergab geht. Die
Organisation war, abgesehen von der Gepäckaufbewahrung, vorbildlich,
ebenso die Verpflegung.
Am Schluss ein Dank an meine Freunde Carla und Uwe aus Linkenheim für
ihre Gastfreundschaft - Uwe, herzlichen Glückwunsch zu Deiner Riesenzeit
bei Deinem ersten Marathon! - und an meine Frau Andrea, die mich bei dem
Lauf von verschiedenen Punkten und dann im Zieleinlauf anfeuerte.
ABSAGEN WEGEN VERLETZUNG VON Ralf
Steiner / Rudolf Hinkel / Matthias
Hasenpusch
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Hi zusammen,
ich bin von Euch netterweise am Sonntag als Testläufer für den
Badenmarathon ausgewählt worden.
Nachdem ich nun zur Vorbereitung den 8-Wochenplan von Peter Greif durchgezogen
habe (war eine tolle Erfahrung- knüppelhart, aber gut!!), habe ich
mir gestern Abend eine Halswirbelblockade eingefangen und muss den Marathon
leider canceln. So wie es zur Zeit in mir nach all der Quälerei aussieht,
könnte ich im Moment ein paar Sandsäcke bis zur
Unkenntlichkeit bearbeiten. "Mais ce la vie".
Es tut mir sehr leid, ich werde halt im Herbst (Frankfurt?) noch irgendeinen
anderen laufen. Ich hoffe jedoch, dass ich noch einmal die Möglichkeit
bekomme, für Euch einen Testmarathon zu laufen und entsprechend zu
berichten.
Mit freundlichen Grüßen
Ralf Steiner
Hallo running-pur
Ich habe durch Grippe einen Totalausfall und werde am Baden-Marathon nicht
laufen können.
Bis bald
R.Hinkel
Liebes Running-Pur-Team,
ihr wart so freundlich, mich als Testläufer für den Baden-Marathon
einzusetzen. Leider konnte ich aufgrund starker Ischias-Beschwerden, die
mich in unregelmäßigen Abständen aufsuchen, nicht starten.
Es tut mir außerordentlich leid, daß ich Euch somit keinen
Marathonbericht liefern kann. Vielleicht kann ich es ja bei einem der
kommenden Marathons (Frühjahr 2002) wieder gutmachen und einen Testbericht
abliefern.
Sorry !!!
Grüße
Matthias Hasenpusch
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