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BERICHT VON MARKUS BENTLE überdie
Premiere des 3-Länder-Marathons
][
zu Testberichten anderer
Veranstaltungen ][
][ Markus Bentle
][ Jens Hamann ][
Hallo liebe running-pur-Redaktion!
Mit dem geplanten Live-Bericht nach Zielankunft per Telefon oder Handy
hat es leider nicht geklappt, da unser Handy keine Verbindung herstellen
konnte. Und eine Telefonzelle auch nicht in Sicht war.
Dafür berichte ich nun ganz aktuell... .
Die "Pasta-party" am Samstag konnte ich leider aus zeitlichen
Gründen nicht mehr besuchen. Ich habe mir aber sagen lassen, dass
es schön war. Ebenso der Marathonmarkt.
Am Sonntag sind dann viele Teilnehmer sind von Bregenz mit dem Schiff
auf die Insel nach Lindau zum Start angereist. Der Grund dafür war,
dass das Ziel in Bregenz war. Die organisatorische Herausforderung von
unterschiedlichem Start- und Zielort wurde hier auf elegante Weise gelöst.
Jedenfalls eine reizende Version, sich auf den Marathon mit einer Schiffsfahrt
einzustimmen... . Da ich von der anderen Seite nach Lindau anreiste, kam
ich leider nicht in den Genuss dieses Vergnügens. Ich habe mir aber
berichten lassen, dass alles perfekt organisiert war und wunderbar geklappt
hat.
Der Startbereich im Hafen von Lindau war ebenfalls hervorragend auf das
bevorstehende Event vorbereitet: Im Hafen waren zwei Schiffe als Umkleidekabinen
für "Männlein" und "Weiblein" umfunktioniert.
Infobereich, mobile Toiletten und Start waren übersichtlich angelegt,
so dass sich auch ortsunkundige gut zurechtfinden konnten. Für die
mitgebrachten Kleider, Trainingsanzüge und sonstiges Zubehör
war ein Rücktransport organisiert. Dafür hat bereits jeder mir
seinen Startunterlagen einen Plastikbeutel mit aufgeklebter Startnummer
erhalten. Bereits hier eingro©¨es Lob an die Organisatoren, die
diese Veranstaltung ja zum ersten Mal durchführten!
Nun zum eigentlichen Ereignis, dem Marathon. Unter denkbar ungünstigen
Voraussetzungen habe ich mich auf den Weg gemacht: Vor drei Wochen bin
ich beim Baden-Marathon in Karlsruhe im zweiten Teil (so ab km 25) völlig
eingebrochen und konnte mich nur noch mit Mühe und Not ins Ziel retten.
Da ich mich jedoch relativ schnell von diesen Strapazen erholt hatte habe
ich mir dennoch einiges für den 3-Länder-Marathon vorgenommen.
Doch eine hartnäckige Erkältung, die mich die ganze letzte Woche
stark beeinträchtigte, lie©¨ mich stellenweise sogar daran
zweifeln, ob ich überhaupt starten sollte. Da ich als Testläufer
ausgewählt war und der Marathon auch noch in unmittelbarer Nähe
meines Geburtsortes stattfand, konnte ich fast nicht passen. Mit schlechtem
Gefühl im Magen und wackeligen Beinen, machte ich mich aus Karlsruhe
auf den Weg... .
Mit rhythmischem Klatschen stimmten sich dann die Läufer vor dem
Start auf die bevorstehenden Strapazen ein. Punkt 10.30 Uhr fiel dann
der Startschuss.
Aufgrund der Ungewissheit über meine Form und die noch nicht abgeklungene
Erkältung, lie©¨ ich es am Anfang erstmal etwas ruhiger
als sonst angehen. Nach dem Start aus dem Hafengebiet machten wir uns
auf den Weg durch die Stadt runter von der Insel. Da die Stra©¨en
auf der Insel nicht allzu breit sind, gab es nach dem Start zunächst
einige Engpäss zu bestehen, bis sich das Feld etwas verteilt hatte.
Dafür waren hier sehr viele Zuschauer an der Stra©¨e, die
das Läuferfeld frenetisch anfeuerten. Von der Insel herunter nahmen
wir Kurs auf Bregenz entlang der schönen Promenade. Auch hier standen
sehr viele Zuschauer, durch deren Anfeuerung man nahezu getragen wurde.
Die Gefahr dabei ist nur, dass man sein Tempo ungewollt erhöht. Aber
mit regelm䩨igem Blick auf die Uhr konnten wir dies verhindern.
Das Wetter sah anfangs noch ganz ordentlich aus, doch schon bald setzte
der Regen ein °© und sollte such bis zum Schluss leider nicht
mehr aufhören. Was die Bedingungen natürlich etwas erschwerte.
Zum Glück waren die Temperaturen noch einigerma©¨en erträglich,
so dass man nicht zu sehr auskühlte. Die Strecke führte uns
über Lochau nach Bregenz mit Blick auf den Pfänder. Diesen Berg
lie©¨en wir zum Glück linker Hand liegen, denn 6 km steiler
Anstieg wäre wohl doch zuviel gewesen... Von Bregenz führte
der Weg dann mehr in waldiges Gebiet über Hard nach Fu©¨ach.
Plötzlich liefen wir dann mitten durch saftige Wiesen und einige
Voralberger Kuhherden. Wäre das Wetter nicht so schlecht gewesen,
könnte man sagen: ideale Laufbedingungen.
Die ¡Halbmarathonis hatten uns derweil schon längst verlassen
(in Hard) und machten sich bereits auf den Weg zurück nach Bregenz
ins Stadion zur Zielankunft. Uns führte der Weg weiter über
die schweizer Grenze nach SanktMargarethen. Leider waren hier einige Stra©¨en
aufgerissen, so dass man stellenweise mit unebenen Wegen zu kämpfen
hatte. Langsam wurden auch die Beine schwerer und so um km 30 kam dann
das ¡zäheste Stück. Über drei km ging es kerzengerade
an einem Bahndamm entlang. Das Stück wollte einfach nicht enden und
nicht einmal einSchweizer ¡Zügli bekamen wir als Abwechslung
zu sehen. Zum Glück gab es da noch einige unverdrossene Zuschauer,
die trotz Dauerregens nicht ablie©¨en ¡Hopp hopp
hopp, auf geht`s super-r-r-r-r zu rufen. An dieser Stelle
ein gro©¨esLob an die vielen Zuschauer, Krachmacher und Musikanten,
die uns trotz des miserablen Wetters, die Strapazen um einiges erleichterten!!
So langsam wurde das ganze nun nur noch zur Kopfsache: völlig durchnässt,
schwere Beine und noch immer 10 km vor mir. Aber wenn man erst mal so
weit gekommen ist, schafft man es meist auch irgendwie ins Ziel. An der
Versorgungsstation nochmals warmen Tee und Bananen getankt, ging es auf
den letzten Teil; mittlerweile wieder auf österreichischem Boden.
Von Fu©¨ach nach Hard liefen wir nahezu die gleiche Strecke zurück,
die wir beim Hinweg gelaufen waren.
Und jetzt ging es noch das letzte Stück nach Bregenz Richtung Stadion.
Leider waren an diesem Teil der Strecke nur noch wenige Zuschauer, so
dass die nun mehr denn je notwendige Anfeuerung an diesem Teil der Strecke
leider fehlte. Die Fü©¨e wollten schon längst nicht
mehr, aber irgendwie läuft man halt weiter und fragt sich, wann denn
endlich die nächste KM-Tafel kommt. Irgendwie habe ich es dann doch
zum Stadion geschafft und vor dem Stadion gab mir meine hier auf mich
wartende Familien ochmals den letzten ¡Kick, den ich für
die Stadionrunde noch benötigte. Bei 3:28:25h hielt die Uhr dann
im Ziel für mich an. - Völlig geschafft, aber überglücklich.
Mit meiner Zeit war ich auch mehr als zufrieden, zumal ich vor dem Start
nicht geglaubt hätte, dass ich heute das Ziel überhaupt sehe
bzw. sogar bereits mit der halben Distanz geliebäugelt habe... .
Das Gefühl als ¡Finisher ins Ziel zu kommen ist jedes
Mal auf`s Neue überwältigend. So bin ich mir sicher, dass dieser
vierte Marathon nicht mein letzter war und sich die Reise an den Bodensee
absolut gelohnt hat. Vielleicht sieht man sich ja im nächsten Jahr
wieder. Eine Teilnahme ist durchweg zu empfehlen!
Zum Schlu©¨ daher nochmals ein gro©¨es Lob an die Organisatoren,
die diese Veranstaltung so toll vorbereitet haben!
BERICHT VON JENS HAMANN überdie Premiere
des 3-Länder-Marathons
][
zu Testberichten anderer
Veranstaltungen ][
][ Markus Bentle
][ Jens Hamann ][
Hallo liebes running-pur-Team!
Hier ist mein Testbericht zur Premiere des 3-Länder-Marathon am 7.10.2001:
Meine Freundin und ich reisten bereits am Samstagnachmittag nach Lindau
an, um die Startunterlagen abzuholen und die Marathonmesse zu besuchen.
Die Anreise erwies sich dank der hervorragenden Vorabunterlagen und der
guten Ausschilderung als problemlos.Die Ausgabe der Startunterlagen im
Berufsschulzentrum Lindau war auch gut organisiert. Da wir jedoch erst
nach 18:00 Uhr vor Ort waren, kamen wir nicht mehr in den Genu©¨
der Pasta-Party, da diese nur bis 17:00 Uhr ging, obwohl die Startnummernausgabe
bis 19:00 Uhr geöffnet war. Dies fanden wir sehr schade, da wir,
wie viele andere der später gekommenen Läufer, gerne noch etwas
gegessen und getrunken hätten. Au©¨erdem begannen die Helfer
bereits mit dem Abbau der Tische und Bänke, und auch die Marathon-Messe
war zu diesem Zeitpunkt schon grö©¨tenteils vorbei oder
die Aussteller waren am Zusammenpacken. Ich habe mir jedoch von Läuferkollegen
sagen lassen, dass es dort sehr gute Angebote gab und man das eine oder
andere Schnäppchenmachen konnte.
Start war am Sonntag pünktlich um
10:30 Uhr auf der Seepromenade in Lindau. Dorthin reisten vieleLäufer/Innen
mit 3 Sonderschiffen von Bregenz aus an, wo sich das Zielbefand. Diese
Bodensee-Sonderfahrt war im Startgeld inklusive, und auch für Begleitpersonen
gab es erm䩨igte Fahrkarten. Diese Variante fand ich jedenfalls
sehr gelungen, da das Problem des unterschiedlichen Start- und Zielortes
dadurch sehr gut gelöst wurde. Im Startbereich war alles perfekt
organisiert. Im Hafen gab es 2 °ßUmkleideschiffe°ß
für Damen und Herren, durchnummerierte LKW´s zur Kleiderbeutelabgabe,
einen Infostand und auch ausreichend Toiletten-Häuschen, was nicht
immer überall der Fall ist.
Beim Start selbst war eine super Stimmung, und das tolle Publikum schickte
die 2197 Teilnehmer mit viel Beifall auf die Strecke. Die Zeitmessung
erfolgte durch Chips der Fa. Datasport DS AG, wobei die Leihgebühr
ebenfalls imStartgeld enthalten war.
Die Strecke führte von der Lindauer
Insel über die Inselbrücke und dann am See entlang über
Lochau Richtung Bregenz. Bis hier waren sehr viele Zuschauer an der Strecke,
und das Wetter war bis zu diesemZeitpunkt nahezu ideal. Leider fing es
ab Bregenz an zu regnen und hörte bis kurz vor Ende des Rennens auch
nicht mehr auf. Zwischenzeitlich regnete es sogar so stark, dass ich bis
zum HM-Wendepunkt in Hard keine trockene Faser mehr am Körper hatte
und mir das Wasser fast aus den Schuhen lief. Da ich mein Saisonziel einmal
deutlich unter 3:30 Std. zu laufen bereits am 16.09. beim Baden-Marathon
in Karlsruhe erreicht hatte und ich nächstes Wochenende auch beim
Medien-Marathon in München starte, beschloss ich, mich zu schonen
und einen langsamen 5er-Schnitt zu laufen, und dafür etwas mehr auf
die Vorzüge der Strecke zu achten. Diese führte von Bregenz
auf dem Radweg am See entlang bis zur Ach, die die Läufer bei Km
15 über die Bregenzer Achbrücke überquerten. Weiter ging
es über Hard, wo sich der o.a. HM-Wendepunkt befand, am dortigen
Strandbad vorbei durch die schöne Vorarlberger Landschaft bis zum
Rhein, den wir kurz vor Km 20 über die Rheinbrücke Richtung
Fussach überquerten. Von Fussach ging es über Höchst in
Richtung Schweizer Grenze, die wir bei St.Margrethen überquerten.
Die Strecke führte überwiegend durch die schöne Vorarlberger
Landschaft, an trotz des schlechten Wetters erstaunlich vielen begeisterten
Zuschauern und noch mehr weniger begeisterungsfähigen Milchlieferanten
(Kühen) vorbei. Nach der Verpflegungsstation bei Km 30 am Tennisplatz
St. Margrethen kam der meiner Ansicht nach härteste und unattraktivste
Streckenabschnitt. Von hier aus ging es nämlich über 3 km parallel
zum Bahndamm und fast kerzengerade am Rhein entlang. Hier hatten viele
Läufer einen toten Punkt (man sah immer mehr Geher) und mir ging
es leider auch nicht anders, da dieser Streckenabschnitt einfach nicht
zu enden schien. Doch dank der zwar weniger werdenden, aber nicht minder
tollen Zuschauer, die einen trotz ¡Schnürl-Regen immer
wieder mit¡Heja, heja!- und ¡Super!-Rufen anfeuerten,
kam ich schlie©¨lich zur nächsten Verpflegungsstelle, wo
ich mich erst einmal mit warmem Tee und Bananen stärkte. Mit neuer
Energie ging es dann wieder über die Rheinbrücke bei Fussach
die gleiche Strecke zurück nach Hard. Auf den letzten Kilometern
lie©¨ dann der Regen etwas nach, und kurz vor Km 41 legte ich
noch einen kurzen Zwischenstopp ein, um Tee und Bananen zu ¡tanken
und mich für den ¡Endspurt zu stärken. Im Casino-Stadion
lief man dann noch eine Ehrenrundebis ins Ziel vor der Haupttribühne,
wobei einen die Zuschauer durch ihren Applaus förmlich ins Ziel schweben
lie©¨en. Ein tolles Gefühl!!!
An dieser Stelle deshalb nochmals ein dickes Kompliment an die tollen
Zuschauer an der gesamten Strecke und auch an die zahlreichen Musikgruppen,
die in fast jedem Ort dem Wetter trotzten!
Mit meiner erreichten Zeit von 3:31.21 Std. bin ich sehr zufrieden, da
ich nicht nur meinen avisierten 5er-Schnitt fast exakt erreicht habe,
sondern auch keinerlei muskuläre oder Knieprobleme hatte.
Im Zielbereich gab es, wie übrigens
auch auf der ganzen Strecke, ausreichend Wasser, Obst und zusätzlich
Mineralgetränke. Positiv fand ich darüber hinaus, dass man sich
nach der Verpflegung auf bereitgestellte Bierbänke setzen konnte,
wo einem freundliche Helfer beim Abmachen des Zeitnahme-Chips von den
Schnürsenkeln halfen. Diesen tollen Service kannte ich bisher nur
aus den USA.
Nach der Chipabgabe konnte man sich dann ebenfalls im Stadion die Finisher-Medaille
und das T-Shirt (ebenfalls im Startgeld enthalten) abholen, und sich zudem
Massieren lassen. Ebenfalls beim Stadion gab es gratis Voraburkunden.
Die Duschen für die Frauen waren auch im Stadion, die für die
Männer waren im nahegelegenen Hallenbad, wo es auch noch ausreichend
warmes Wasser gab.
Sieger beim Marathon der Männer wurde übrigens Christian Gleirscher
in 2:34.55,4 Std. und bei den Frauen Birgit Lennartz in 3:05.04,6 Std..
FAZIT:
Eine absolut gelungene Premiere des 3-Länder-Marathons und ein großes
Lob an die Organisatoren. Man kann nur sagen: weiter so! Ich kann den
3-Länder-Marathon nur weiterempfehlen und sagen, dass sich die Reise
an den Bodensee gelohnt hat. Ich komme bestimmt wieder!
Jens Hamann
BERICHT VON Holger Wiegandt & Kerstin
Gedig über die Premiere des 3-Länder-Marathons
][
zu Testberichten anderer
Veranstaltungen ][
][ Markus Bentle
][ Jens Hamann ][ Holger
Wiegandt & Kerstin Gedig ][
Vorab müssen wir uns ersteinmal dafür
entschuldigen, daß der Bericht mit ein paar Tagen Verspätung
kommt. Trotz unseres Urlaubes hatten wir vorgehabt, schnellstmöglichst
unseren Bericht aus dem Internet Cafe in Lindau zu mailen. Am Sonntag
aber irrten wir auf der Suche danach ein wenig hilflos durch Lindau und
gaben angesichts der körperlichen Marathon-Folgeerscheinungen ziemlich
schnell mit der Suche auf. Am Montag, nach Rückfrage im Tourist Büro,
fanden wir zwar das Internet Cafe. Dieses hatte aber Ruhetag. Am Dienstag
dann endlich, hauten wir dann fast eine 3/4 Stunde lang in einer völlig
verqualmten Umgebung, unseren Bericht in die Tasten. Als wir ihn dann
endlich wegschicken wollten, gab der Server seinen Geist auf und nichts
ging mehr. Völlig entnervt gaben wir endgültig auf und entschlossen
uns, den Bericht von zu Hause aus "in aller Ruhe" neu zu schreiben.
Hier ist er nun:
Wir, das sind übrigens Holger und Kerstin aus Duisburg. Völlig
unabhängig voneinander kam uns vor ein paar Monaten die Idee beim
3-Länder-Marathon zu starten. Wahrscheinlich war es der ideale Zeitpunkt
zu Beginn der Herbstferien (und damit der Gedanke an ein paar zusätzlichen
Urlaubstagen im Anschluß an den Lauf) und die uns bis dahin unbekannte
Gegend, die uns eine Teilnahme dort so schmackhaft machte. Unabhängig
voneinander bewarben wir uns auch um einen Teststart bei Running Pur und
hatten beide Glück dabei zu sein. Für mich (Kerstin) war dieser
Lauf sogar ein kleines Jubiläum, bin ich doch vor ziemlich genau
10 Jahren meinen ersten Marathon gelaufen. Unsere mittlerweile 8jährige
Tochter zog es übrigens doch vor, ihre Ferien bei ihren Cousins und
Cousinen zu verbringen. Dennoch wollen wir an dieser Stelle drauf hinweisen,
daß der Veranstalter auf Nachfrage sogar bereit war, eine Kinderbetreuung
zu organisieren. Erfreulich war überhaupt, daß der Veranstalter,
sehr schnell auf emails reagierte, d.h. schon am nächsten Tag hatten
wir die Antworten auf diverse Fragen. Das gibt es auch nicht überall.
Doch zurück zum Ort des Geschehens. Samstagfrüh machten wir
uns bei schönstem Herbstwetter von Duisburg auf nach Lindau und konnten
dort, dank einer guten Ausschilderung, unsere Startunterlagen problemlos
in Empfang nehmen. Wir waren noch zeitig genug dort, um an der Pasta Party
teilzunehmen und können nur sagen: Richtig lecker. Die Startnummerbeutel
waren gut gefüllt (es soll ja Leute geben, die auf sowas Wert legen
- obwohl sich die Qualität eines Marathon unserer Meinung nach bei
anderen Dingen wiederspiegeln sollte). Probleme hatte ich (Kerstin) allerdings
mit der Größe des Kleiderbeutels (liegt das vielleicht daran,
daß ich eine Frau bin?) Ich habe wirklich nur die wichtigsten Dinge
eingepackt, aber für ein paar Schuhe und eine dickere Jacke fand
ich wirklich keinen Platz mehr. Mir schwahnte Böses, aber angesichts
des Superwetters am Samstag verdrängte ich meine Befürchtungen.
Das sollte sich nach dem Lauf noch bitter bemerkbar machen. Beim Start
am Sonntag um 10.30 Uhr allerdings herrschten ideale Bedingungen. Es war
trocken und angenehme Temperaturen. Die kostenlose Schifffahrt vom Zielort
Bregenz nach Lindau konnten wir nicht mitmachen, da wir uns ein kleines,
familäres Hotel in unmittelbarer Startnähe als Urlaubsdomizil
ausgesucht hatten. Das erwies sich als Glücksgriff. Vollkommen entspannt
und mit viel Zeit konnten wir uns auf den Marathon vorbereiten. Während
die meisten Läufer sich schon auf der Überfahrt befanden, saßen
wir noch am Frühstückstisch und als sich Schlangen vor den (allerdings
reichlich vorhandenen) Toilettenhäuschen bildeten, suchten wir nochmal
unser Zimmer auf. Auch wenn wir auf die romantische Einfahrt in den Lindauer
Hafen verzichten mußten, so war der Start für uns auf der Hafenpromenade
wirklich ein einmaliges Erlebnis. Umsäumt von einem tollen Publikum
und mit Blick auf den Leuchtturm und den berühmten Löwen wurden
die ca. 2.200 Läufer (die Hälfte davon Halbmarathonis) auf die
"Reise" geschickt. Die ersten 15 Kilometer (durch Lindau und
anschließend am Bodensee, vorbei an der Seebühne bis Bregenz
Casino, und von dort weiter durch Bregenzer Grünzonen) fanden wir
sehr abwechslungsreich. Vom 2. Teil der Strecke waren wir beide allerdings
ein wenig enttäuscht. Zwar ist die Strecke relativ flach und sicherlich
schnell, doch landschaftlich hatten wir sie uns beide etwas interessanter
vorgestellt. Vielleicht war es aber auch der Regen, der einem ein wenig
die Lust und Freude am Gucken nahm. Leider hatte es nach ca. 1 Stunde
angefangen zu nieseln und nach ca. 1 1/2 Stunden goß es aus allen
Kübeln. Den Helfern und Zuschauern, die an der Strecke verblieben
waren, machte dies anscheinend weniger aus. Die Verpflegung unterwegs
war optimal, es war reichlich für alle da und es gab nirgendwo an
den Verpflegungsstellen Staus. Holger war nach 3:15 Std. auch noch richtig
begeistert vom Zieleinlauf ins Bregenzer Casino Stadion, ich dagegen hatte
nach einem kleinen Einbruch auf der 2. Hälfte hierfür weniger
ein Auge. Als ich nach 3:32 Std. ins Ziel kam, fand ich mehr Gefallen
an den "kurzen Wegen" zu den Autos mit den Kleiderbeuteln und
den Duschen und vor allem an den vielen Getränkeposten (insgesamt
6 Stück, die im gesamten Stadionbereich zu finden waren und an denen
man auch nach dem Duschen noch Getränke bekam). Insgesamt haben wir
beide einen sehr positiven Eindruck vom 3-Länder-Marathon erhalten.
Ein Punkt ist uns allerdings doch noch negativ aufgefallen: Die Streckenlänge
kann zum Schluß nicht gestimmt haben. Unabhängig voneinander
haben wir für die letzten 2,2 Kilometer für uns unmöglich
erreichbare Zeiten gestoppt. Nach unserer Einschätzung dürften
somit ca. 600 Meter gefehlt haben und auf unsere Zeiten müssten noch
ein paar Minütchen draufgerechnet werden. Das ist etwas, was bei
einem Marathon eigentlich nicht passieren darf. Dennoch war es eine gelungene
Premiere und in Verbindung mit ein paar anschließenden Urlaubstagen
(so wie wir es bei herrlicher Herbstsonne gemacht haben) eine hervorragende
Kombination aus Wettkampf und Entspannung.
Holger Wiegandt & Kerstin Gedig
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