Testläufer berichten vom 2-Länder-Marathon am 27. 5. 2001

2 Länder-Marathon 2001

Für running-pur waren Testläufer bei dieser Veranstaltung unterwegs. Sie sammelten Eindrücke, blickten hinter die Kulissen, um Ihnen, lieber Leser, ein Bild von der Qualität, dem Ambiente und der Stimmung zu verschaffen.
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BERICHT VON EVELYN SCHLAGER über den 2-Länder-Marathon im Berchtesgadener Land
][ zu Testberichten anderer Veranstaltungen ][ Fotos ][ Ergebnisse ][
][ Evelyn Schlager ][ Heidemarie Michaelis-Steck ][


Anmerkung der Redaktion: Auch running-pur war vorort, um diese kleine aber feine Veranstaltung zu beobachten. Im letzten Jahr gingen etwa 250 Marathonis an den Start, in diesem Jahr 50 mehr. Entschieden zu wenig, wenn man bedenkt, dass es sich landschaftlich um einen der reizvollsten Marathons Süddeutschlands handelt. Wer noch nicht im Berchtesgadener land war – dort herrscht Bilderbuchidylle - schroffes Gebirge, steil bis an den Gipfel bewaldete Gebirgszüge rahmen die mit saftig grünen Weiden getünchten Täler. Worte genügen nicht, um diese einmalige Landschaft zu beschreiben.
Und genau da rennen die Marathonis rund um den Untersberg. Exakt 42,195 Kilometer und 611 Höhenmeter. Nach dem Motto „einen City-Marathon laufen kann jeder, aber nicht jeder schafft den 2-Länder-Marathon“, gingen dort nur ganz Mutige und jene an den Start. Läufer, die nicht immer nur auf die Stoppuhr schauen, sondern auch ein Auge für die grandiose Landschaft und die teilweise steinigen Weg hatte. Bei diesem Marathon waren komplette Sportler gefragt, Multitalente wie Gerhard Wörndl vom ASV Eybl Red Bukk, der als waschechter Bergläufer den Marathon in 2:42:36 gewann. Er unterbot die Bestzeit um über 10 Munuten.

Von Evelyn Schlager
Start war in Markt Schellenberg ö dann ging es rund um den Untersberg wieder nach Markt Schellenberg. Der Kurs war sehr abwechslungsreich und interessant zu laufen ö viele Waldwege und einige Straßenstücke. Wir hatten ein Traumwetter. Es war eine super Veranstaltung und sehr gut organisiert (die Startnummern gab es bis 30 Minuten vor dem Start). Ca. alle 5 km gab es Verpflegungstationen ö ausreichend Getränke und Bananen (für jene, die noch fähig waren, diese zu essen ö ich nicht mehr) wurden angeboten. Die Streckenposten hatten alles gut im Griff und munterten die mehr oder wenig angeschlagenen LäuferInnen ö auch mich - wieder auf. Das Publikum war wirklich gut drauf und feuerte begeistert an. Nach dem Lauf gab es super Duschen und Liegen zum Entspannen im Pfeffererhof in Markt Schellenberg. Die Siegerehrung fand in einem gemütlichen Bierzelt mit Musikumrahmung statt.
Viele Grüße sendet Evelyn Schlager aus Lamprechtshausen (Salzburg)


BERICHT VON HEIDEMARIE MICHAELIS STECK über den 2-Länder-Marathon im Berchtesgadener Land
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][ Evelyn Schlager ][ Heidemarie Michaelis-Steck ][


Hallo Running-pur Team,
Zunächst bedanke ich mich für den Freistart als Testläuferin bei dieser einzigartigen Laufveranstaltung-ein Marathon für Geniesser, Naturliebhaber und LäuferInnen mit Biss.
Von der Organisatorin G. Ponn-Lettner erhalte ich bereits 1O Tage vor dem Lauftermin wichtige Informationen (Anfahrtskizze, Streckenverlauf detailiert!).
Am Vortag hole ich die Startunterlagen ab und stelle einen besonderen Service fest: Jede/r Teilnehmer/in erhält eine Starterliste und eine genaue Beschreibung der Laufstrecke.
Bei der mässig besuchten Nudelparty sorgt Radio Arabella mit Oldies und interessanten Interviews für gute Stimmung. Ein Lob an den Spaghettikoch.

Sonntag- Der grosse Tag.
Wechselkleidung und Wertsachen können im Rathaus abgegeben werden. Dann bereite ich mich mit lockerem Einlaufen und Stretching auf den Start vor. Das Wetter ist während des ganzen Laufes optimal. Nun gilt es, die Startposition einzunehmen. Ich bin überhaupt nicht aufgeregt. Meine Devise für diesen Marathon heisst Kilometer für Kilometer zu genießen und mich nicht unter Druck zu setzen. Start- Die ersten 10 km Asphalt(das mag ich nicht so), ist aber ganz gut zum einlaufen. Nur nicht zu schnell angehen. Schon bald passieren wir die österreichische Grenze, die Strecke führt durch den Ort Grödig, wo uns eine zünftige Blaskapelle begrüßt. Weiter geht es in den Wald. Auf überwiegend schattigen Wegen verlaufen die nächsten ca 20 km sehr abwechslungsreich, wobei der größte Teil der 611 Höhenmeter bewältigt werden muss. Immer wieder werden wir von begeistertem Publikum angefeuert. Sehr eindrucksvoll und überwältigend ist die herrliche Aussicht auf grüne Täler und die kahlen, teilweise schneebedeckten Berge. In Berchtesgaden führt die Route durch die Fußgängerzone, wo uns zahlreiche Besucher der Straßencafes zujubeln. Bei mir zeigt sich jetzt etwas Müdigkeit in den Beinen, aber auch die letzten 8 km will ich das Tempo noch halten. Verpflegungsstellen sind ausreichend vorhanden und die Bananen, an denen ich mich öfter bedient habe, geben mir die Power auf den letzten Kilometern noch etliche Läufer zu überholen. Von vielen Zuschauern angefeuert
werden ungeahnte Kräfte freigesetzt und ich kann einen tollen Endspurt hinlegen. Meine Endzeit von 3.50.18 Std. entspricht in etwa meinen Erwartungen.(3.40-4.00 Std.). Im Ziel gibt es reichlich und ausgezeichnete Verpflegung ( speziell die gebackenen Müsliriegel) auch noch für den letzten Läufer. Zur Regeneration wurde Massage angeboten. Wir Frauen konnten im Heubad duschen und bei nochmaliger herrlicher Aussicht auf der Terasse im Liegestuhl relaxen.
Bei der Siegerehrung im vollen Festzelt gab es für die ersten 3 Frauen bzw. Männer einen Scheck. Die ersten 3 Gewinner der Altersklassen (leider gab es bei den Frauen 10 er Klassen) konnten sich einen Sachpreis aussuchen. Alles in allem eine gelungene Veranstaltung, die vorbildlich organisiert war. Ein Marathon, der jedem/r naturverbundenen LäuferIn zu empfehlen ist.
Das einzige, was mein Naturerlebnis geschmählert hat, waren die vielen begleitenden Radfahrer, die einfach nicht in diese Idylle passten. (auf den
schmalen Waldwegen fühlte ich mich gestört und beengt).
Heidemarie Michaelis Steck